Monthly Archives: Januar 2017

IMBOLC-Soloritual 2017

29. Januar 2017

Einleitung

Lied: Kommt zum Hain

Reinigung

(nach Ceisiwr Serith/Ü: Birgit R)

Möge ich rein sein, damit ich die Grenzen überschreiten kann. (Stirn mit Wasser benetzen)

Möge ich die Grenzen überschreiten, um dem Heiligen zu begegnen. (Lippen mit Wasser benetzen)

Möge ich dem Heiligen begegnen, um in allen Dingen gesegnet zu sein. (Herz mit Weihwasser benetzen)

(nach Ian Corrigan/Ü: Ishtar vom Sternenkreis)

Durch die Kraft des Wassers und den Rauch des Feuers:

Dieser Schrein ist hehr und heilig!

(Schrein in alle vier Richtungen mit Wasser und Rauch reinigen)

Mutter Erde begrüßen

Schneeglöckchen kündigen das neue Leben an, Hamamelis und Krokusse:

Der erste Blumenschmuck, ein Farbklecks nach den tristen dunklen Tagen.

Noch hat die Kälte dich fest im Griff,

aber schon werden die Tage länger

und die Sonnenstrahlen kitzeln dein Antlitz

und locken dich aus dem Winterschlaf.

Vor dir sind wir versammelt,

verstreut über den ganzen Planeten,

doch miteinander durch dich verbunden,

und weben dein Netz.

Du bist der Grund, über den wir schreiten,

achtsam und leichten Schrittes,

das Sicherheitsnetz, das uns hält,

im Ritual, wie auch im ganzen Leben.

Amen!

Begründung

Ich stehe hier, in meinem Hain, umgeben von den ersten Zeichen neuen Lebens.

Der Frost ist gewichen, die Temperaturen steigen langsam,

die Sonne steht Tag für Tag länger am Himmel.

Hier stehe ich, in meinem Hain,

und feiere die Rückkehr des Lebens, das Erwachen der Natur.

Ich feiere mit den Kindred, ich feiere mit Brighid, meiner Namenspatronin, der dieses Fest gewidmet ist.

Kosmos (wieder)erschaffen

Zu Beginn war das Urmeer, voller Chaos, voller Potential. Nichts war, und darum war alles möglich. Und in diesem Chaos verbanden sich einzelne Elemente und es wurden Feuer und Eis. Und aus Feuer und Eis wurde das Land und über dem Land wölbte sich der Himmel, und auf dem Land wuchs der Weltenbaum, und verband Himmel und Erde miteinander. So wie damals geschieht es auch heute:

Das Wasser umgibt mich,

Wasser der Flüsse, Seen und Meere, Regen vom Himmel und Grundwasser in den Tiefen der Unterwelt,

Quelle von Kreativität und Potential, fließe in mir! (Opfergabe)

Das Land erstreckt sich zu meinen Füßen,

Bietet Halt und Schutz

für die Wurzeln des Weltenbaums, der in dieser Welt wächst,

und alle Reiche miteinander verbindet.

Heiliger Baum, wachse in mir! (Opfergabe)

Der Himmel wölbt sich über mir,

und sein Feuer leuchtet mir zu: Sonne, Mond und Sterne strahlen über mir

Funke der Inspiration, springe auf mich über! (Opfergabe)

(beides Ceisiwr Serith/ Ü: Birgit R)

Oben und unten, und ich dazwischen.

Um mich und in mir, und ich mittendrin.

Davor und danach, und ich jetzt.

Ich öffne meine Augen und schaue mich um

und sehe das Heilige mitten unter uns

und sehe mich in der Mitte des Heiligen.

Hüter der Tore rufen und Tore öffnen

Nehalennia, meine Patronin.

Nehalennia, die über das Schiff wacht.

Nehalennia, die über mich auf meinen Wegen wacht:

Ich grüße dich und bitte dich:

Sei auch heute an meiner Seite, wenn ich die Tore öffne

und wache über mich, wenn ich mich mit den Kindred treffe.

(Opfergabe an Nehalennia)

Nimm die Muschel und verwandle sie. Lass sie zur heiligen Quelle werden, Tor zur Unterwelt, Tor zu den Vorfahren!

Nimm das Feuer und verwandle es. Lass es zum heiligen Feuer werden, Tor zum Himmel, Tor zu den Göttern!

Nimm den Baum und verwandle ihn. Lass ihn zum Weltenbaum werden, Tor in Mittelerde, Tor zu den Naturgeistern!

Durch und mit deiner Kraft und Magie: Mögen die Tore sich öffnen! (Spirale in die Luft zeichnen, mit beiden Händen die Torflügel aufziehen)

Kindred anrufen

Lied: Sehet mich

Vor der Quelle stehe ich, im Zentrum der Welt, und rufe meine Vorfahren.

Ihr, die hier vor mir lebtet,

ihr, deren Blut durch meine Adern fließt,

ihr, die meine Vorbilder seid:

Ich grüße euch herzlich und lade euch ein:

Kommt zu mir an mein Feuer und feiert gemeinsam mit mir!

Teilt euer Wissen mit mir und nehmt ihm Gegenzug meine Geschenke an!

(Opfergabe)

Vor dem Weltenbaum stehe ich, im Zentrum der Welt, und rufe die Naturgeister.

Geister des Landes, Geister der Elemente,

Geister der Tiere und Pflanzen, Geister des Hauses:

Ich grüße euch herzlich und lade euch ein:

Kommt zu mir an mein Feuer und feiert gemeinsam mit mir!

Teilt euer Wissen mit mir und nehmt ihm Gegenzug meine Geschenke an!

(Opfergabe)

Vor dem Feuer stehe ich, im Zentrum der Welt, und rufe die göttlichen Kräfte.

Ihr, die Ordnung in das Chaos bringt,

ihr, deren Licht uns scheint:

Ich grüße euch herzlich und lade euch ein:

Kommt zu mir an mein Feuer und feiert gemeinsam mit mir!

Teilt euer Wissen mit mir und nehmt ihm Gegenzug meine Geschenke an!

(Opfergabe)

Hauptopfer/Göttin des Anlasses

(inspiriert von Clann Bridhe, Book of Hours, Prayer Beads)

Brighid, Göttin der Inspiration, du segnet mein Herz mit deiner Gabe und lässt mich die Poesie in allen Dingen sehen.

Brighid, Göttin der Heilung, du segnest mein Herz mit deiner Gabe und lässt mich deine Heilungsgabe an alle Welt weitergeben.

Brighid, Göttin der Schmiedekunst, du schmiedest mein Herz auf deinem Amboss und lässt mich an deiner Schöpferkraft teilhaben.

Brighid, Göttin der Gerechtigkeit, du erfüllst mein Herz mit deiner Gabe und verleihst mir die Stärke, allen Dingen gerecht zu werden.

Brighid, Göttin des Feuers, du erfüllst mich mit deinen Flammen und schenkst mir die Leidenschaft, bei allem, was ich tue wie du zu entflammen.

Brighid, Göttin der Quelle, du kühlst meinen Geist mit deinem Wasser, du gibt mir die Kraft in mir selbst zu ruhen, bei allem was ich tue.

Brighid, du Feuer im Wasser, spiegle dich in mir, wie du dich im Wasser deiner Quelle spiegelst,

Brighid, du Erhabene, du Namensgeberin, wirke in mir, so wie das Feuer deine Wasser durchwirkt .

(Opfergabe: selbstgemachte Butter)

Lied: Brighid upon the Highlands (von Craig Olsen)

Omen

Ich habe euch meine Geschenke überbracht. Nun schweige ich und überlasse euch das Wort. Ich öffne meinen Körper, meinen Geist und meine Seele für euch und eure Botschaft. Was habt ihr mir zu sagen?

(Omen ziehen: 3 Runen, anschließend um den Kelch auslegen)

Bitte um Segen

Ich bitte euch nun um euren Segen.

In meinen Händen halte ich einen Kelch.

Macht ihn zum Zentrum eurer Aufmerksamkeit und segnet seinen Inhalt.

Ich fülle ihn mit Milch.

Füllt ihr ihn aus der Quelle der Weisheit, aus dem Horn der Fülle, aus dem Kessel der Inspiration!

Füllt ihn mit eurem Segen, damit die, die davon trinken, gesegnet sind mit euren Gaben!

Heiligung des Segens

3x AWEN singen, dabei den Kelch von oben nach unten absenken, den Segen visualisieren

Annahme des Segens

Lied: Der Segen der Kindred wirke in mir

Kernarbeit: Jahreskerze segnen

Jahreskerze spirituell reinigen:

Durch die Kraft des Wassers und den Rauch des Feuers

sei gereinigt von allem, was dich bindet,

sei gereinigt von allem, was dir schadet,

sei gereinigt von allem, was dich hindert.

Brighid, Erhabene,

segne diese Kerze mit Wohlstand und Wachstum,

segne alle, denen diese Kerze leuchtet, mit Wohlstand und Wachstum!

(Kerze mit einem Tropfen aus dem Kelch besprenkeln)

Brighid, Erhabene,

segne diese Kerze mit Gesundheit und Lebenskraft,

segne alle, denen diese Kerze leuchtet, mit Gesundheit Lebenskraft!

(Kerze mit einem Tropfen aus dem Kelch besprenkeln)

Brighid, Erhabene,

segne diese Kerze mit Schönheit und Inspiration,

segne alle, denen diese Kerze leuchtet, mit Schönheit und Inspiration!

(Kerze mit einem Tropfen aus dem Kelch besprenkeln)

Brighid, Erhabene,

segne diese Kerze mit Weisheit und Erleuchtung,

segne alle, denen diese Kerze leuchtet, mit Weisheit und Erleuchtung!

(Kerze mit einem Tropfen aus dem Kelch besprenkeln)

Brighid, Erhabene,

segne diese Kerze mit Stärke und Mut,

segne alle, denen diese Kerze leuchtet, mit Stärke und Mut!

(Kerze mit einem Tropfen aus dem Kelch besprenkeln)

Soweit diese Flamme leuchtet, wessen Wege sie bescheint:

Dein Segen, Brighid, sei bei ihnen, sei um sie, sei in ihnen!

Amen!

Dankgebet

Ich danke euch allen, die ihr heute hier versammelt seid:

Danke an Brighid!

Danke an alle Götter, die Naturgeister und meine Vorfahren!

Danke an Nehalennia, die Hüterin der Tore!

Verabschiedung der Beteiligten

Meine Liebe geht mit euch, so wie euer Segen mit mir geht.

Für jetzt sage ich euch Lebewohl,

und freue mich auf eine baldiges Wiedersehen mit euch.

Tore schließen

Nehalennia, ich bitte dich nun noch einmal um deine Unterstützung, wenn ich die Tore schließe:

Nimm das Feuer und lass es zur einfachen Flamme werden!

Nimm die Quelle und lass sie zur einfachen Muschel werden!

Nimm den Weltenbaum und lass ihn zum einfachen Baum werden!

Lass alles sein, wie’s vorher war, bis uf die Magie, die hier geschah!

Durch deine und mit deiner Kaft und Magie:

Mögen die Tore sich schließen!

(Spirale in die Luft zeichnen, mit beiden Händen Torflügel schließen)

Mutter Erde danken

Mutter Erde,

ich danke auch dir für deine Unterstützung.

Deine ersten zarten Blüten werden mich durch die kommenden Wochen begleiten.

Ich gebe dir zurück, was ich nicht gebraucht habe.

Nimm es als Stärkung, wenn du aus deinem Winterschlaf erwachst.

Nimm es als Zeichen meiner Liebe und Dankbarkeit.

(Reste aus dem Kelch ausschütten)

Abschlussgebet

Ich habe meinen Bund mit den Kindred bestätigt und gefestigt.

Ich habe Brighid, meine Namenspatronin geehrt und ihr Feuer und ihr Wasser in mich gerufen.

Ich habe den Segen der Kindred in die Kerze gerufen, die uns in diesem Jahr begleiten soll.

Das heilige Feuer ist erloschen, doch in mir brennt es weiter.

Die heilige Quelle ist versiegt, doch in mir fließt sie ewig.

Der Weltenbaum schwankt, doch ich stehe stark und fest auf dieser Erde.

Dieses Ritual ist beendet.

Amen!

Lied: Skirnirs Ritt

8. Januar 2017

Diese Spaßballade erzählt die Geschichte von der Werbung des nordischen Gottes Frey um die Riesentochter Gerd. Dabei ging dessen Brautwerber Skirnir zwar sehr überzeugend, aber nicht unbedingt auf die feine Art, zur Sache.

 

Frey war frech und setzte sich auf Odins Thron. Ein toller Ausblick war das von dort, das ahnt‘ er schon!

Was sah er? Eine schöne Maid! Frey verliebte sich: Zum Freien war Frey bereit!

Gerd, du Schöne! Gerd, du Holde! Gerd, Riesentochter, du!

Leben ohne dich, nein, das will ich nicht! Gerd, du lässt mir keine Ruh‘!

Frey bat Skirnir: Reite, eile dich geschwind! Reite zu ihr, bring mir dieses schöne Kind!

Sie soll werden meine liebe Braut. Ich kann nur an sie denken, seit ich sie geschaut!

Skirnir ritt kalte Riesenreich so fern seinem Freund erfüllte er die Bitte gern.

Was half ihm? Frey treues Pferd! Und dazu gab Frey ihm sein Zauberschwert!

Gerd, du Schöne! Gerd, du Holde! Gerd, Riesentochter, du!

Leben ohne dich, nein, das will ich nicht! Gerd, du lässt mir keine Ruh‘!

Doch am Tor wies ihn der Wächter barsch ab: “Nimm deine Botschaft nur mit in dein Grab!”

Skrinir ritt durch den Feuerring: “Ich meine Botschaft wohl an die Frau bring!”

Gerd , du Schöne, Gerd du Holde, Gerd, Riesentochter, du!

Leben ohne dich, nein, das kann er nicht, Gerd, du lässt ihm keine Ruh!

Gerds Bruder sah es und wütete gar sehr, wollt‘ verteidigen der lieben Schwester her‘!

Was geschah? In Skirnirs Hand das Schwert den wunden Punkt des Riesen fand.

“Frey, der Vane, schenkt dir seine ganze Lieb‘. Sie war es, die mich heute hier zu dir trieb.”

Gerd lehnte ab: “Ob Dunkel, ob Licht, einen Gott, den nehme ich nicht!”

Skirnir bot ihr Iduns Äpfel dar, einen Ring von Gold, schön und kostbar.

Gerd lehnte ab: “Ob Dunkel, ob Licht, einen Gott, den nehme ich nicht!”

Gerd, du Schöne, Gerd du Holde, Gerd, Riesentochter, du!

Leben ohne dich, nein, das kann er nicht, Gerd, du lässt ihm keine Ruh!

Skirnir drohte ihr: “Gerd, dann stirbst du! Denn schwing ich das Schwert, so fällt dein Kopf im Nu!”

Gerd lehnte ab: “BIn ich erst tot, kommst bei Frey du in Erklärungsnot!”

Schließlich hub Skirnir zu zaubern an, verwünschte die Riesentochter mit Maus und Mann.

Gerd erschrak: “Ja ich sag! Frey zum Mann nehm ich am neunten Tag!”

Gerd , du Schöne, Gerd du Holde, Gerd, Riesentochter, du!

Leben ohne dich, nein, das kann er nicht, Gerd, du lässt ihm keine Ruh!

So geschah es: Zwischen Riesin und Van‘ es doch noch zum Bund der heil’gen Ehe kam!

Das junge Paar erfüllt von Liebe war und glücklich noch für – lange Jahr!

 

skirnirs_ritt mit Noten

Skirnirs Ritt (vollständiger Text)

 

Lied: In meiner Hand ein Stück Metall

8. Januar 2017

Dieses Lied wurde für den Schritt: Omen der ADF-Ritualgrundstruktur geschrieben, und zwar für ein slawisches Omen. Eine Form der slawischen Divination war es, Muster in geschmolzenem Eisen zu lesen.

Ob da noch unser Brauch des Bleigießens an Silvester herrührt?

 

In meiner Hand ein Stück Metall,

dem Feuer übergeben  schmilzt es dahin,

verliert es seine Form.

Dem Wasser übergeben  wird es fest,

gewinnt es neue Gestalt

und wird für uns zur Botschaft!

in_meiner_hand_ein_stueck_metall

Rezept: Wintersonnenkuchen

8. Januar 2017

Dieser Kuchen ist relativ einfach zu machen, hat eine fruchtige Note und liegt erstaunlicherweise auch nicht zu schwer im Magen.

Ihr braucht:

1 Wiener Boden (dreilagiger Biskuit, kauft ihn, wenn ihr könnt)

1 Pck. backfeste Puddingcreme Vanillegeschmack plus Milch und Zucker lt. Packungsaufschrift

300 ml Sahne plus 2 Pck Sahnesteif

2 Ds. Mandarinen

2 Pck Tortenguss klar plus Zucker

feiner Kristallzucker für die Sonnenstrahlen, evt. Zuckerperlen in Gold zur Dekoration

 

Zubereitung:

  • Zuerst legt ihr den untersten Boden in einen eng abschließenden Tortenring.
  • Dann bereitet ihr die Pud-wintersonnenkuchen-01dingcreme nach Packungsaufschrift zu und streicht die Creme auf den Boden. Das gibt nur eine dünne Schicht, reicht aber völlig aus.
  • Anschließend kommt der zweite Boden auf die Puddingcreme.
  • Nun gießt ihr die Mandarinen ab und fangt den Saft auf. Verteilt die Mandarinen auf dem zweiten Boden.
  • Aus dem Saft, zusätzlichem Wasser, Zucker und Tortengusspulver bereitet ihr einen klaren Tortenguss zu. Verteilt den Tortenguss zügig auf den Mandarinen, bis alle Früchte gut bedeckt sind.
  • Lasst den Tortenguss fest werden und legt dann den dritten Boden auf die Mandarinenschicht. wintersonnenkuchen-03
  • In der Zwischenzeit schlagt ihr die Sahne. Gebt Sahnesteif dazu, damit es wirklich fest wird. Am besten geht es mit gekühlter Sahne.
  • Wenn die einzelnen Schichten fest geworden sind, nehmt den Tortenring vorsichtig ab und streicht die Torte ringsum und obendrauf dünn mit der Sahne ein.
  • Gebt Zucker in eine Pfanne und lasst ihn auf kleiner Flamme unter Aufsicht schmelzen. Bestreicht ein Stück Alufolie mit Öl und gebt den flüssigen, leicht gebräunten Zucker in Streifen darauf zum Aushärten. Macht die Streifen an einem Ende etwas breiter und am anderen spitz, damit es wie Sonnenstrahlen aussieht. Das Öl sorgt dafür, dass ihr die Streifen nachher wintersonnenkuchen-02leicht ablösen könnt. Je nachdem, wie dick/breit eure Streifen werden, müsst ihr das wiederholen. Daher habe ich oben keine Mengenangabe gemacht.
  • Schneidet den Kuchen in Stücke (am besten von der Mitte aus, 16 Stücke sind machbar) und verteilt die Zuckerperlen auf dem Kuchen. Kurz vor dem Servieren (ich habe es zwei Stunden vorher gemacht) steckt ihr die Sonnenstrahlen leicht schräg in die Kuchenstücke.

Guten Appetit! wintersonnenkuchen-05

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Die 12 Nächte von Mittwinter – gallische Version

8. Januar 2017

Tressabelle hat auf ihrem Blog Ozark Pagan Mamma vor einigen Jahren ein wunderschönes Set Weihnachtsbaumanhänger für die 12 Rauhnächte für das nordische Pantheon vorgestellt.

Ich habe mich davon inspirieren lassen und in diesem Jahr ein eigenes Set für das gallische Pantheon zusammengestellt.

Die Anhänger sind aus Salzteig gemacht, also für jeden, der ein bisschen Erfahrung mit Knete hat, gut nachvollziehbar.

Man kann es so halten, dass man an jedem Tag einen weiteren Anhänger an den Baum hängt, oder aber man startet direkt mit allen und macht sich an jedem Tag zu einem anderen Anhänger ein paar Gedanken.

Hier meine Übersicht:

21.12. Die Matronen (als sie selbst) Geburtshelferinnen der Sonne und Schicksalsweberinnen

22.12. Belenus (die Sonne) die Sonne, die nach der längsten Nacht zurückkehrt

23.12. Taranis (das Rad mit den 8 Speichen) der Himmelsgott, der die Erde fruchtbar macht

24.12. Rosmerta (das Füllhorn) die uns mit ihren Gaben reich beschenkt

25.12. Teutates (das Haus mit der Axt) für Gastfreundschaft und Schutz für         Haus und Familie

26.12. Cernunnos (der Hirsch) Herr über die ungezähmte Natur, das chaotische Element und die Unterwelt

27.12. Grannus und Sirona (der Wassertropfen mit dem Stern) für Heilung und Klarheit

28.12. Lugus (der Speer) für Geschicklichkeit und Zielstrebigkeit

29.12. Brigantia (die Kerzenflamme) für die Gemeinschaft des Herdfeuers und Inspiration

30.12. Nantosuelta  (die Biene) für Ausdauer, aber auch die Fähigkeit, das Leben zu genießen

31.12. Epona (das Hufeisen) Mutter von Maponus, dem jungen Frühlingsgott, und Schutzpartonin der Pferde und Hunde

01.01. Esus (der Baum) für Vernunft und Mäßigkeit

 

Natürlich kann man die Götter auch anders anordnen. Cernunnos passt als Schwellengott auch auf den 31.12. oder 01.01., Epona als Mutter von Maponus würde auch zu einem früheren Datum passen. Und natürlich kann man auch Götter austauschen: Ogmios, für Wortgewandtheit, fehlt noch und ließe sich durch eine Kette symbolisieren. Artio könnte als Bärin auftauchen, Damona als Kuh, Sucellus als Fass oder Schlegel, Nehalennia – obwohl sie wie die Matronen eine Grenzgängerin zwischen Kelten und Germanen ist und von beiden Seiten beansprucht wird – durch ihr Schiff als Schutzpatronin der Reisenden.