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Bardic Challenge im April

23. April 2019

Thema das Monats waren Feste, die nicht ADF-spezifisch sind. Daher findet ihr hier etwas zum Tag der Erde (jedes Jahr am 22.4.) und zum Muttertag.

Tag der Erde 2019

Ich träume von einer Erde, auf der alle Bewohner Achtung voreinander haben.

Ich träume von einer Erde, die die Menschen nicht als Müllhalde benutzen.

Ich träume von einer Erde, auf der jeder tief durchatmen kann.

Ich träume von einer Erde, auf der genug Trinkwasser frei für jeden sprudelt.

Ich träume von einer Erde, auf der der Wert nicht nach der Wirtschaftskraft gemessen wird.

Ich träume von einer Erde, auf der die Menschen aufwachen.

Ich träume von einer Erde, die eine Heimat für alle Bewohner sein kann.

Ich träume von einer Erde, die eine Zukunft hat.

Und darum höre ich auf zu träumen – und fange an, etwas dafür zu tun.

Wenn jeder nur eine Sache in seinem Leben ändert,

eine Bequemlichkeit aufgibt oder umstellt,

dann sind wir schon ein ganzes Stück weiter,

damit Mutter Erde weiterhin in der Lage ist

uns eine Mutter zu sein.

(Wenn man den Text im Ritual benutzen möchte, ist dies eine Stelle, an der jeder Teilnehmer laut oder leise sagen kann, was er gerne ändern möchte, als Geschenk für Mutter Erde. Wer mag, kann an alle Teilnehmer auch kleine Kieselsteine ausgeben, als Erinnerungshelfer. )

English version: Earth Day 2019

I dream of an earth where all inhabitants resect each other.

I dream of an earth that is not used as a trash can by humanity.

I dream of a an earth where everybody can take a deep breath.

I dream of an earth where enough drinking water flows for all.

I dream of an earth where worth isn‘t measured by economic power.

I dream of an earth where people wake up.

I dream of an earth that can be a home for all inhabitants.

I dream of an earth that has a future.

And so I stop dreaming – and start doing something.

If everybody will change just one thing in his life,

stop one convenience or adapt it,

we will be a big step further

in helping Mother Earth with being able

to be our Mother furthermore.

Muttertagsgebet einer Mutter

Eine Mutter, verzweifelt,

weil sie ihr Kind nicht beschützen konnte:

Gestorben ist Balder trotz aller Mühen.

Friggas Augenstern, geliebt und beliebt,

doch nichts, was sie tat, konnte seinen Tod verhindern.

Voller Selbstvorwürfe, nicht an alles gedacht zu haben,

stand sie an seinem Grab,

Eine Mutter, verzweifelt,

der Mordes angeklagt an ihrem Kind,

dem lang ersehnten Pryderi.

Ratlos steht Riannon da, als er entführt wird,

hilflos gefangen zwischen Kummer und Verdächtigungen,

fühlt sie sich schuldig und schuldlos zugleich.

Eine Mutter, verzweifelt,

als ihr Sohn zu viel riskierte,

zum Speer griff statt zu spionieren.

Alle Heilkunst, für die sie berühmt war,

nützte Brighid nichts:

Ruadan konnte sie nicht von den Toten zurückholen,

und so hallte ihre Klage weit über das Land.

Drei Göttinnen, denen das Schlimmste widerfahren ist,

was man sich als Mutter vorstellen kann.

Drei Göttinnen, die mir zeigen,

dass selbst mit überragenden göttlichen Fähigkeiten nicht sicher ist,

dass ich meine Kinder vor allen Gefahren beschützen kann.

Im Gegenteil:

Wenn ich meine Kinder gegen Gefahren wappnen möchte,

muss ich lernen loszulassen.

Ich muss meine eigenen Ängste überwinden,

damit sie lernen, ihr Leben zu leben und ihren eigenen Weg zu gehen,

neue Dinge zu entdecken, neue Erfahrungen zu machen.

Daher rufe ich euch,

Frigga, Rhiannon und Brighid:

Schenkt mir die Weisheit zu wissen,

wann ich meinen Kindern Raum geben muss.

Schenkt mir die Kraft, sie auf ihrem Weg zu unterstützen,

auch wenn ich die Situation anders einschätze.

Schenkt mir das Herz,

ihnen immer einen Ort zu bieten,

zu dem sie zurückkehren können.

Von Mutter zu Mutter – Schenkt mir euren Segen!


English version: A mother‘s Mother‘s Day prayer

A mother in despair,

because she couldn‘t protect her child:

Balder died despite all efforts.

Frigga‘s darling, beloved and popular,

but nothing she did could prevent his death.

At his funeral she stood,

full of self-reproaches, not to have thought of everything.

A mother in despair,

accused of having murdered her child,

long expected Pryderi.

Rhiannon is at loss whe he is kidnapped,

helplessly caught between grief and suspicions,

feeling guilty and guiltless at the same time.

A mother in despair,

when her son risked too much,

took the spear instead of simply to spy.

All her healing powers that she is famous for

didn‘t help Brighid:

She couldn‘t call back Ruadan from the dead,

so her lamentation sounded all over the land.

Three goddesses to who the worst thing happened

a mother can imagine.

Three goddesses who show me

that even with supernatural divine powers there is no guarantee

that one is able to keep the children safe from all danger.

On the contrary:

If I want to protect them

I have to learn to let them go.

I have to overcome my own fears

so they can learn to live their own lives, to follow their own way,

to discover new things and make new experiences.

So I call out to you,

to Frigga, Rhiannon and Brighid:

Give me the wisdom to know

when to give my children more freedom.

Give me the strentgh to support them on their way

even if I might have a different opinion.

Give me the heart to always have a place for them to where they can return.

From a mother to a mother – give me your blessings!