Category: Allgemein

Solo-Samhain-Ritual 2016

30. Oktober 2016

Hier ganz kurz der Entwurf für das diesjährige Samhain-Ritual:

samhain-ritual-2016

Die gallische Herdkultur steht im Vordergrund.

Der Kürzel CS steht für Ceisiwr Serith, dessen Gebete ich als Grundlage für meine deutschen Versionen genommen habe, z.T. angepasst, wo mir die 1:1-Übersetzung nicht passend erschien.

Nicht alle Texte sind komplett ausgeschrieben, da ich sie standardmäßig in meinen Ritualen verwende. Notfalls schaut einfach unter Mabon, Lughnasadh etc. nach.

Euch allen ein wunderbares Samhain oder auch Halloween!

20161030_154344

 

 

Aus der Halloween-Bäckerei: Frankenstein-Cookies mit Matcha, Schoko-Vanille-Spiralen und Keltenkringel, z.T. mit Schokorand

Merken

Merken

Samhain-Kalender für Teenager

22. Oktober 2016

Vor einigen Jahren habe ich bereits den Samhain-Kalender für kleine Heiden erstellt. Diese Version hier ist nun eher für etwas ältere Kinder bzw. Teennager gedacht oder auch für Neueinsteiger.

Der Kalender besteht aus vier Teilen. Dabei können die Teile 1-3 auch über mehrere Tage gestreckt werden. Der vierte Teil ist ein abschließendes Ritual, das passend an Samhain gemacht werden kann, aber auch an einem anderen Tag.

Viel Vergnügen!

 

samhain-kalender-fuer-teenager-ahnen-des-blutes

samhain-kalender-fuer-teenager-ahnen-des-landes

samhain-kalender-fuer-teenager-ahnen-des-herzens-und-des-geistes

samhain-kalender-fuer-teenager-der-ahnenschrein

Leckeres aus der Küche zu Lughnasadh

3. August 2016

Burger-Buffet

Backt selber frische Burgerbrötchen. Hamburgerpatties, vegetarische Patties oder Minischnitzel etc. braten und warmhalten. Zusammen mit kleingeschnittenen Gurken, Tomaten und Salatblättern auf Platten servieren. Nach Belieben um weitere Beläge ergänzen. Majo und Ketchup dazustellen. Jetzt kann sich jeder nach Lust und Laune seinen eigenen Burger fertigmachen.

Guten Appetit!

 

Als Tipp: Bemalte Burgerbrötchen als Opfergabe, so kombiniert ihr Ritual und Festschmaus miteinander

 

Etwas mehr Arbeit, aber lecker:

Polentatürmchen und Tomatengulasch

Polentatürme (4-6 Portionen):

1 Knoblauchzehe

je 500 ml Milch und Brühe

Salz, Pfeffer, Muskatnuss

300 g Instant-Polenta (Maisgrieß)

1  Eigelb

1 Zucchini (ruhig etwas größer)

100 g geriebener Parmesan/Hartkäse

etw. Butterschmalz

Milch mit Brühe und Knofi aufkochen, Gewürze zugeben und Polenta nach Anweisung unterrühren, 1-2 Min. unter Rühren köcheln lassen, anschließen das Eigelb unterrühren.

Die Masse auf ein eingeöltes Blech (Backfolie drunter tut es auch) streichen, etwa 4-5 cm hoch. Kalt stellen.

Zucchini waschen, mit einem Sparschäler lange Streifen abziehen (die Schale erst grob entfernen).

Aus der Polentamasse Kreise ausstechen, mit den Zucchinistreifen umwickeln.

Eine Auflaufform einfetten, Polentatürmchen hineinsetzen.

Ofen vorheizen auf 210 °C Umluft.

Den geriebenen Parmesan auf der Türmchen verteilen, auf jedes einen Kleck Butter oder Butterschmalz setzen.

Die Türmchen ca. 30 Minuten im Ofen backen, evt. nach 20 Minuten runterschalten auf 180°C.

 

Reicht mit Salat als Beilage für 4 Esser, mit Gulasch auch für 6.

Die Reste der Zucchini für eine Zucchinicremesuppe verwenden! Oder kleingeschnitten etwas davon mit in das Tomatengulasch geben.

 

Tomatengulasch:

1 Ds. gehackte Tomaten

6 mittlere gehackte Zwiebeln

2 Knoblauchzehen

2-3 Zweige frischer Rosmarin, gehackt

5 Stiele frischer Oregano, gehackt

500 g – 750g Putengulasch (4-6 Esser)

Öl, Salz, Pfeffer, Paprikapulver, Zucker

2 EL Mehl

300 g trockener Rotwein

1 EL Gemüsebrühe

 

Gulasch in heißem Öl rundherum anbraten, mit Salz und Pfeffer würzen, wieder herausnehmen.

Zwiebeln und Knoblauch in dem Bratfett anbraten, Rosmarin kurz mitbraten, Fleisch dann wieder hinzugeben, mit Mehl bestäuben und kurz anschwitzen.

Wein und 350 ml Wasser einrühren, Tomaten, Oregano und Brühe dazugeben.

Alles aufkochen und anschließend zugedeckt ca. 1 Stunde schmoren. Zwischendurch umrühren und den Duft genießen.

Die Zeit kann man jetzt für die Polentatürmchen benutzen. Alternativ kann man auch Nudeln dazu servieren.

Gulasch mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver und einer Prise Zucker abschmecken.

Zusammen mit den Polentatürmchen servieren.

 

Pizzakranz mit Tomatensalsa

Für die Füllung und den Kranz:

1 kleine Zwiebel, gehackt

1 Knoblauchzehe, gehackt

2-3 EL Öl

400 g gemischtes Hack

1-2 EL Tomatenmark

1 kleine Dose stückige Tomaten

2-3 EL Ajvar, mild

Salz, Pfeffer, Zucker

2 Stiele frischer Thymian, davon die Blättchen

1 Rolle frischer Pizzateig aus dem Kühlregal

75 g geraspelter Käse

 

Öl in der Pfanne erhitzen, Hack darin krümelig anbraten.

Zwiebel und Knoblauch zugeben, kurz mitbraten.

Tomatenmark zugeben und anschwitzen.

Tomaten und Ajvar einrühren, mit den Gewürzen abschmecken und aufkochen.

Ca. 20 Minuten köcheln lassen, anschließend die Thymianblättchen unterrühren.

Abkühlen lassen.

Den Teig entrollen und vom Papier lösen. Die Hackmasse darauf verteilen. Dabei rundum einen Rand frei lassen (1-2 cm)

Die Hackmasse mit Käse bestreuen, den Teig über die Längsseite aufrollen.

Backofen vorheizen auf 175 °C Umluft.

Die Rolle auf einem mit Backpapier oder Backfolie belegten Blech zu einem Kranz legen, die Enden ineinanderschieben. Den Kranz außen rigsherum gleichmäßig an 6-8 Stellen einschneiden.

Mit etwas Öl beträufeln und ca. 20-25 Minuten backen.

 

Tomatensalsa :

2 Tomaten, mittelgroß

1 kleine Dose stückige Tomaten

2-3 EL Ajvar

Salz, Pfeffer, Zucker

3 EL kleingehackte frische Kräuter (oder TK)

nach Belieben: 1/2 TL Sambal Oelek oder frische gehackte Chilischote

Tomaten waschen und würfeln, mit den Dosentomaten und dem Ajvar verrühren.

Mit Salz, Pfeffer und etw. Zucker abschmecken.

Kräuter unterrühren.

Wer es schärfer mag, gibt noch Sambal Oelek oder frische gehackte Chilischote dazu.

Schmeckt warm und kalt und eignet sich auch prima für’s Picknick.

 

Meine persönliche Variante des Kartoffel-Walnuss-Brots von Chefkoch:

Zutaten:

500 g Mehl (Type 405) oder zur Hälfte Dinkelmehl

1 Tüte Instant-Kartoffelpüree

2 Pck. Trockenhefe

15 g Salz

5 g gemahlener Koriander

1 Ei

200 g Walnüsse

200 g Haselnüsse

Die Nüsse grob hacken und in einer trockenen Pfanne etwas anrösten.

Das Mehl in eine Schüssel geben, Salz, Koriander und die Nüsse zugeben.

Das Kartoffelpüree nach Packungsangabe, aber ohne Butter und Salz zubereiten. Noch warm mit dem Ei, Koriander und Salz und der Trockenhefe zum Mehl geben und zu einem kompakten Teig kneten. Ist der Teig zu kompakt, gibt man noch etwas Wasser dazu. Wird er zu matschig, kann man noch Mehl ergänzen. Zum Schluss die Nüsse unterkneten.

Den Teig zugedeckt ca. 1 Std. gehen lassen. Dann den Teig teilen und zu 2-3 Stangenbroten formen. Den Ofen nicht vorheizen. Die Phase, die er braucht, um die richtige Temperatur zu erreichen, genügt, um den Teig nochmal gehen zu lassen. Das Blech mit den Broten in den kalten Ofen schieben und den Ofen auf 220 °C Umluft stellen, ca. 30 Min. knusprig braun backen.

Jeder Ofen ist anders! Eventuell müsst ihr nach der halben Zeit auf 200 Grad runterschalten. Das Brot kann man auch am Vortag backen. Verpackt hält es sich noch 2-3 Tage. Man kann es auch einfrieren.

Schmeckt göttlich mit Kräuterbutter! Bitte nicht auf den Koriander verzichten. Der gibt das gewisse Etwas.

Perún und Veles zum Letzten – als Puppentheater

24. April 2016

Wer mag, kann mit seinen Kindern die Geschichte auch nachspielen. Ich habe ein paar Vorlagen für Figuren und Gegenstände gezeichnet, die in der

Perún

Geschichte eine Rolle spielen.

Farblich gestaltet habe ich Perún als den feurigen Sturm- und Donnergott mit schwarzem Bart und Umhang in Feuerfarben. Unter einem feurigen Gesicht konnte ich mir einfach nichts vorstellen.

 

Bei Veles hat die Beschreibung von Patollo mit Pate gestanden: Die totenähnliche Blässe und der Turban stammen von ihm. Die Verbindung zum Wasser wollte ich durch das Farbmuster auf der Schlangenhaut ausdrücken und auch, wenn Patollo eher als alter Mann beschrieben wird, fand ich die Symbiose von Mann und Schlange einfach zu passend.

Druckt euch die Bilder aus. Die Asche braucht ihr mehrfach (siehe Anleitung). Das Bauernhaus gibt es zweimal. Eins davon könnt ihr ignorieren. Ich habe die Sachen z.T. Rücken an Rücken geklebt, mit einem Stab dazwischVeles 1en. Veles, der ja deutlich größer ist, habe ich dahinter gehalten, so dass man ihn noch sehen konnte, dann weggezogen und das Haus/den Steinhaufen umgedreht auf die Ascheseite.

Wenn Veles sich in ein Tier verwandelt hat, reichte mir das Tier, und ich habe anschließend die Asche hochgehalten.

Für die Schlussequenz habe ich wieder das Seebild ohne Hund genommen und Perún mit Blitz.

Viel Spaß beim Basteln und Spielen!

Perún und Veles- Puppentheater

Tag der Erde 2016!

24. April 2016

Heute ist wieder der Tag der Erde. In den USA als Earth Day schon recht bekannt, dümpelt die Idee in Deutschland noch ein bisschen vor sich hin. Dabei gibt es auch hier reichlich Bedarf und Gelegenheit, sich mal bewusst zu machen, dass es nur eine Erde gibt, die uns ernähren und am Leben halten kann. Grund genug, einmal danke zu sagen und sich seinen Platz in diesem Biokosmos zu verdienen, indem man ihr etwas zurückgibt. Umweltbewusstsein stärken, Müll einsammeln und wegräumen, Gartenarbeit/-pflege…. Wie gestaltet ihr den Tag der Erde mit euren Kindern oder für euch selbst?

Ich habe die Gelegenheit genutzt und mich am Earth-Along Day des Three Cranes Grove beteiligt: www.threecranes.orgTag der Erde 2016 02

Mit den Kindern habe ich erst die Mutter Erde Schatzsuche gemacht: Obwohl unser Haus den ganzen Winter von Marienkäfern überrannt war, mussten wir uns jetzt mit einer Feuerwanze begnügen. Und Nester sind zwar in der Nähe, aber durch das dichte Laub bzw. Nadelwerk nicht zu sehen gewesen. Ansonsten haben wir alles gefunden.

Bei der Gelegenheit haben wir auch entlang der Straße Müll eingesammelt. Man merkte, dass das letzte Mal noch nicht so lange her waTag der Erde 2016 01r: weniger Weinflaschen als sonst. Aber immer noch zu viele!

Später haben wir ein Müll-Sortierspiel gemacht, damit die Kinder auch wissen, was denn nun in welche Tonne muss, und den Film WALL-E geguckt. Ich liebe ihn!

Die Kindred – wer oder was ist das?

16. April 2016

Der Begriff Kindred kommt aus dem Englischen. Wir, die deutschen ADF-Mitglieder, haben beim Übersetzen schließlich beschlossen, ihn beizubehalten. Es gab Übersetzungsversuche in ‘Stämme’ (wobei ich immer an Indianer denke) oder ‘Sippen’, aber nichts davon verbinde ich gleichermaßen mit dem dahinterstehenden Konzept wie eben ‘Kindred’.

Was also genau sind die Kindred?

Wir unterscheiden hierbei 3 Arten von Kindred: Die Ahnen oder Vorfahren, die Naturgeister und die Götter. Nicht immer ist die Zuordnung eindeutig. Es gibt viele Grenzgänger oder Wesen, die von einer zu einer anderen Kategorie gewechselt haben.

Cernunnos in Hirschform als Torhüter hat seinen Sitz im Nemeton unter dem Ahnenbaum

Cernunnos in Hirschform als Torhüter hat seinen Sitz im Nemeton unter dem Ahnenbaum

 

  1. DIE AHNEN

Fangen wir mit den Ahnen an. Da wären zunächst die Vorfahren des Blutes, mit denen wir tatsächlich durch unsere Blutlinien verwandt sind: Omas, Urgroßväter, … Sie sind es, deren DNA unser Aussehen und teilweise unsere Interessen und unser Wesen mitbestimmen. Zu ihnen habe ich persönlich den engsten Kontakt. Vor zwei Jahren ist mein letzter Opa gestorben, aber die Erinnerung an ihn ist in mir sehr lebendig und wird auch bewusst wachgehalten. Wir können Familienstammbäume anlegen und mehrere Generationen zurück recherchieren, manchmal mit faszinierenden Entdeckungen. In manchen Ritualen wird die eigene familiäre Linie rezitiert, z.B. mache ich das an Samhain. Die noch lebenden Familienmitglieder prägen eine Person nicht minder. Man lernt von ihnen, wie man sich verhalten soll, man übernimmt bestimmte Gewohnheiten, Ansichten und Bräuche. Auch adoptierte Familie ist in diesem Sinne Bluts-Familie.

Eine eng verwandte Art von Ahnen sind die Ahnen des Landes. Unsere Blutsverwandten gehören häufig zu ihnen, wenn wir nicht gerade ausgewandert oder umgezogen sind. Diese Ahnen sind diejenigen, die in früheren Zeiten dort gelebt haben, wo wir es heute tun. Sie haben die Landschaft mitgeprägt, ob es sich nun um eine landwirtschaftlich stark genutzte Gegend handelt, eine industriell geprägte oder vielleicht sogar noch eine weniger berührte Landschaft. Die Volksstämme, die hier vor 2000 Jahren gelebt haben, gehören ebenso dazu wie die Menschen des 19. Jahrhunderts.

Familie kann man sich nicht aussuchen, die hat man, sagt ein Sprichwort. Darum ist es praktisch, dass es da auch noch eine weitere Art von Ahnen gibt, nämlich die Ahnen des Herzens und des Geistes: Dies sind die Vorbilder, die wir uns bewusst wählen. Das können berühmte Leute sein -Mahatma Gandhi, Mutter Theresa- oder einfach jemand aus der Nachbarschaft, der sich immer für alle einsetzt, das können auch fiktive oder mythologische Personen sein, z.B. Siegfried aus der Nibelungensage oder Iron Man. Das können auch Personen sein, die in einem ganz spezifischen Bereich sehr engagiert sind oder waren, ein Sportler oder Wissenschaftler z.B..Wir streben danach, ihrem Beispiel zu folgen.

Was lernen wir von unseren Ahnen?

Wir lernen, wo wir her kommen. Wir erfahren, was und wo unsere Wurzeln sind. Wir lernen aus den Erfahrungen und Fehlern, die Generationen vor uns gemacht haben, und sei es nur, dass wir lernen, wie man es NICHT macht.

Wir kommen wir mit den Ahnen in Verbindung?

Nimmt man den Weltenbaum als Grundlage, dann würde man die Ahnen der Unterwelt, dem Reich der Wurzeln und Wasseradern zuordnen. Unser Körper besteht zu einem beträchtlichen Teil aus Wasser. Wer mag, nimmt dies als Begründung dafür, warum das Wasser bzw. der Heilige Brunnen oder die Heilige Quelle das Heiligtum sind, welches den Ahnen zugeordnet ist. In vielen indoeuropäischen Mythologien wird beschrieben, dass das Reich der Toten über den Wasserweg zu erreichen ist: Das Reich der Hel in der nordischen Mythologie muss über eine Brücke erreicht werden, der griechische Fährmann Charon bringt die Toten über den Styx in den Hades, die Iren und Gallier suchen ihre Toten auf den fernen Inseln im Westen … Das Wasser ist für uns das verbindende Element.

Natürlich macht es auch Sinn, den Kontakt zu den lebenden Ahnen zu stärken: Sich der eigenen Familie bewusst zu sein, mal häufiger mit den Eltern zu telefonieren, oder öfter mal mit der Oma einkaufen zu fahren.

Ahnenbaum im Nemeton, mit Fotos meiner Großeltern

Ahnenbaum im Nemeton, mit Fotos meiner Großeltern

2. DIE NATURGEISTER

Die Naturgeister zu beschreiben ist schon schwieriger, vielleicht, weil wir uns heute ihrer Anwesenheit weniger bewusst sind bzw. weniger bereit, die Möglichkeit ihrer Existenz anzuerkennen. Dabei ist es vielleicht eher einer Frage der Definition dessen, was hinter dem Konzept ‘Naturgeister’ steckt.

In früheren Zeiten war der Glaube an die Existenz von Naturgeistern allgegenwärtig und es ist noch gar nicht so lange her, dass manche Rituale zum Schutz oder Befrieden von Geisterwesen in vielen Haushalten gang und gebe waren. Manche wurden auf christliche Heilige übertragen, die als Schutzpatrone dienten, andere blieben ihrer märchenhaften Ausprägung treu. Vielfach würden wir das heute als reinen Aberglauben betrachten, mit Recht, denn häufig steckten hinter den überirdischen Phänomenen handfeste naturwissenschaftliche Erklärungen, die einfach noch nicht bekannt waren.

Die ‘modernen’ Naturgeister könnte man als bewusste oder beseelte Ebene der Natur betrachten: Die Vorstellung, dass manche Orte einfach eine ganz besondere Atmosphäre haben, ist uns auch heute nicht fremd.

Naturgeister können Geister der Elemente (entweder Feuer, Wasser, Erde und Luft oder aber auch die keltischen Elemente Land, Himmel und Meer) sein, die bestimmte Eigenschaften verkörpern, sie können Geister des Landes sein, in Bezug auf die Landschaft ebenso wie auf einen ganz bestimmten Ort, Tier, Pflanze, Mineral oder Gegenstand. In der nordischen Mythologie fasst man sie zusammen unter dem Begriff Landvaettir. Auch Krafttiere, mit denen Schamanen vielfach arbeiten, gehören in diese Kategorie.

Eine weitere Form sind die Geister, die dem Haushalt zugeordnet sind, z.B. Heinzelmännchen und Kobolde, Laren und Penaten. Auch die gallischen Cucullati, die vermutlichen Vorfahren der Gartenzwerge fallen wohl in diese Kategorie.

Eine weitere Gruppe von Naturgeistern hat eher menschliche oder göttliche Züge angenommen und es so über die Märchen bis in  unsere Zeit geschafft: Zwerge, Feen und Riesen bevölkern auch heute in lustigen bis zuckersüßen Varianten dank Disney und Co. die Bildschirme.

Wir Europäer sind heute so daran gewöhnt in einer domestizierten, kultivierten Umwelt zu leben, dass uns der Gedanke an eine wilde, ungezähmte Natur häufig schon fast abschreckt. Wir sind geschockt, wenn es wieder mal ein Hochwasser gibt, wenn der brave Fluss seine begradigten Ufer übertritt und bis in die Innenstädte vordringt. Wir sind überrascht, wenn in der Ortschaft plötzlich der Boden unter einem Haus nachgibt, weil das Gebiet vom Bergbau so untertunnelt wurde, dass der Halt fehlte. Wir sind irritiert, wennl der Fernseher einen miesen Empfang hat, weil draußen ein Gewitter tobt und die Satellitenverbindung stört. Hier offenbart sich die Natur in ihrer Wildheit, in ihrer ‘wahren Natur’ eben. Und so erklärt sich auch das oft zwiespältige Verhältnis zwischen den Menschen und den Naturgeistern. Die Naturgeister stehen den Menschen für gewöhnlich eher neutral gegenüber, sie sind uns nicht böse gesinnt, aber auch nicht unbedingt freundlich. Sie sind einfach da, als Hüter oder Verkörperungen der Natur. Wenn wir die Natur als das Wilde respektieren und achtsam mit ihr umgehen, dann erhalten wir dadurch auch etwas zurück. Ob das Pflanzenarten im Regenwald sind, deren Heilpotential wir nutzen können, weil wir es geschafft haben, dass nicht das ganze Gebiet abgeholzt wird, oder im eigenen Garten eine Ecke mit Brennesseln und Löwenzahn, über die sich Bienen und Schmetterlinge hermachen können, die dann im Gegenzug die Obstbäume bestäuben, ist dabei gleichermaßen wichtig.

Was lernen wir von den Naturgeistern?

Was lernen wir von der Natur, könnte die Frage auch heißen. Und vor allem, wie? Wir lernen von der Vielfältigkeit dessen, was die Natur zu bieten hat. Wir lernen das Heilpotential und den Nährwert von Pflanzen kennen. Wir lernen Tricks von Pflanzen und Tieren, mit denen sie sich schützen oder aus denen sie andere Vorteile ziehen (die Bionik lässt grüßen). Wir genießen die Schönheit dessen, was uns umgibt, was unsere Sinne reizt, ob durch Düfte, Geschmäcker, Geräusche, Aussehen oder taktile Stimuli. Wer abends in der Dämmerung im Frühling mal draußen im Garten auf dem taufeuchten Rasen gestanden hat und die Hyazinthen riechen konnte,  während die Vögel in der kühlen, klaren Abendluft ein Konzert geben, der weiß, was ich meine.

Wir lernen, wo wir sind, und wir lernen, damit umzugehen.

Wie kommen wir mit den Naturgeistern in Verbindung?

Mutter Erde am Fuße meines 'Weltenbaums'

Mutter Erde am Fuße meines ‘Weltenbaums’

Wenn wir nun wieder den Weltenbaum als Grundlage nehmen, dann verteilen sich die Naturgeister über den ganzen Stamm. Manche würde man eher in Richtung der Wurzeln ansiedeln, z.B. die nordischen Disen, andere hingegen, wie die irischen Sidhe, schon fast im Bereich der Äste. Die Naturgeister teilen diese Welt mit uns, sie wirken nur auf einer anderen Ebene. Der Weltenbaum, der ja in unserer Erde wurzelt, ist daher auch das Heiligtum, welches ihnen zugeordnet ist.

Praktisch gesehen erweist man ihnen Respekt, indem man die Natur respektiert. Das reicht von dem Bonbonpapier, das im Mülleimer landet statt auf dem Wanderweg und Gartenarbeit bis hin zu Engagement in Umweltschutzgruppen.

 

3. DIE GÖTTER

Hier schlägt jetzt die gesamte Bandbreite der Götterwelt zu: Jede der früheren indoeuropäischen Kulturen hatte ihre eigene Götterwelt, in einer Vielzahl von stammesabhängigen Ausprägungen und Variationen. Einige Mythen finden sich in mehreren Kulturen wieder, andere haben durch verschiedene Einflüsse ganz unterschiedliche Veränderungen erfahren und vieles ist im Laufe der Jahrhunderte/-tausende einfach verloren gegangen. Häufig sind uns nur noch Namen bekannt, aber es fehlt das Wissen, was und wer hinter dem Namen steckt. Manchmal ist nicht einmal bekannt, ob es sich um eine männliche oder weibliche Gottheit handelt. Grundsätzlich gibt es ein paar Typen Götter, die immer wieder auftauchen: Der oberste Himmelsgott, der ‘den Laden schmeißt’, Fruchtbarkeitsgötter, Donnergötter, Erntegötter, Götter des Feuers, Muttergottheiten, Kriegsgötter, Götter der Sonne, Orakelgötter, Heilgötter, Götter der Unterwelt, Schicksalsgötter …

Ob man nun ein hartgesottener Polytheist ist und jedes dieser göttlichen Wesen als ein Individuum betrachtet oder eher als verschiedene Aspekte eines einzigen göttlichen Wesens oder einer göttlichen Dualität, ist im persönlichen Ritualverhalten jedem selbst überlassen. In einer Gruppe muss man sich natürlich abstimmen, und dann gilt: In der Vielfalt liegt die Kraft.

Die Götter sind nicht allwissend, allkönnend und allgegenwärtig (die 3 christllichen Omnis 🙂 ). Damit erübrigt sich auch die Frage, warum es in der Welt so viel Schlimmes und Ungerechtes gibt (Theodizeefrage): Es liegt nicht in ihrer Macht, alles zu verhindern. Das ist nicht ihre Funktion. Die Götter sind in erster Linie kreativ: Sie haben aus dem Chaos der Ursuppe lebensfähigen Raum geschaffen, in dem sie eine Ordnung eingeführt haben – die Naturgesetze. Sie sind auch für den Erhalt dieser Ordnung zuständig, die dafür sorgt, dass wir hier Bedingungen vorfinden, die Leben ermöglichen und Fruchtbarkeit zulassen. Die Eisriesen der nordischen Mythologie und die Titanen der griechischen Sagen waren Vertreter des Chaos, die von den jeweiligen Göttern bekämpft und weitgehend gebannt wurden. Dieses Motiv von Ordnung und Chaos finden wir auch in dem slawischen Mythos von Perún und Veles wieder.

Dabei haben sie den Menschen aber einen freien Willen gegeben. Es ist uns also durchaus möglich, gegen den Rat der Götter uns für das Chaos zu entscheiden und uns dadurch selbst zu schaden oder anderen. Ob wir dies tun, weil wir individuell einen (kurzfristigen) Nutzen daraus ziehen oder nicht, ist unsere eigene Entscheidung. Wir sind also nicht an eine göttliche Weisung gebunden, sondern müssen für uns selbst entscheiden, was das Richtige ist. Wir können nur um Rat bitten/beten.

Hierbei kommen die unterschiedlichen Schwerpunkte der Götter dann wieder zum Tragen: Je nachdem, zu welchem Thema man um Unterstützung bittet, empfiehlt es sich, einen anderen Gott anzurufen. Viele von ihnen haben vielfältige Funktionen, sind Fruchtbarkeitsgötter UND Totengötter oder Kriegsgötter UND Orakelgötter etc. Vor allem bei den großen, sehr bekannten Göttern ist das oft der Fall. Manche sind hingegen sehr spezifisch auf bestimmte Funktionen festgelegt. Manche Götter wurden nur in einer bestimmten Region verehrt oder in verschiedenen Gebieten unter unterschiedlichen Namen, andere gelangten zu weitläufiger Berühmtheit und schafften sogar den Sprung in ein anderes Pantheon (z.B. die gallische Epona, die auch von den Römern verehrt wurde).

Nicht alles an einer Gottheit muss einem gefallen. Ich halte Odin z.B. für einen ziemlichen Mistkerl, weil der denjenigen, denen er seine Unterstützung gewährt, oft unerwartet in den Rücken fällt. Ja, er tut es, um Ragnarök, den Weltuntergang, zu verhindern bzw. um dafür starke Truppen zu sammeln, aber über den Weg traue ich ihm nicht.  Dafür gibt es vielleicht andere Gottheiten, mit denen man sich so eng verbindet, dass man sie als Patrone betrachtet.

Ohne die Götter wäre das Leben und sein Fortbestand jedoch nicht möglich.

Nicht alle Götter sind typische Himmelsgötter, die irgendwo hoch oben ihr Reich haben. Götter können auch chthonisch, d.h. der Unterwelt zugeordnet sein. Sie haben dann auch eine starke Verbindung zu den Ahnen und zum Wasser. Auch mit Höhlen werden sie in Verbindung gebracht.

Und nicht zuletzt gibt es auch die Vorstellung, dass in allem, was existiert, ein göttlicher Funke steckt, und das, wenn wir zusammenarbeiten, diese Funken sich zu etwas Größerem verbinden, das dann als Gott oder göttliche Kraft bezeichnet wird. (panentheistisch)

Was lernen wir von den Göttern?

Matronenschrein im Nemeton

Matronenschrein im Nemeton

 

Wir lernen, was wir sein können: welches Potential in uns steckt und wie wir es ausschöpfen können. Wir lernen, was möglich ist. Wir lernen aber auch den Wert der Ordnung der Naturgesetze und die Sicherheit, die sie uns bieten.

Wie kommen wir mit den Göttern in Verbindung?

Am Weltenbaum bevölkern die Götter traditionell die oberste Ebene: Ihr Reich ist der Himmel, bzw. die Äste, die in diesen hineinragen.

Das Heiligtum, welches den Göttern zugeordnet ist, ist das Feuer. Der ‘Funke des Lebens’ ist ein Ausdruck, der sich bis in die Neuzeit gerettet hat.  Das Feuer der Sonne, in genau dem richtigen Abstand zur Erde positioniert, das hier Leben möglich ist, der heiße lavahaltige Erdkern, gerade warm genug, das verwandelnde Feuer, dass aus rohem Fleisch eine genießbare Mahlzeit machte und Schutz vor wilden Tieren bot… Feuer hat seit der Urzeit für die Menschen eine wichtige Rolle gespielt.  Auch der ‘Funke der Inspiration’ oder der ‘Funke der Leidenschaft’, der Bereitschaft sich ganz und gar auf etwas einzulassen und etwas zu erschaffen spielen hier mit rein. Feuer und (Weih)rauch sind daher im Allgemeinen unser Zugang zu den Göttern. Eine Ausnahme sind dabei die schon erwähnten chthonischen Götter, die über das Wasser zugänglicher sind.

Wer sich praktischer mit einem bestimmten Gott befassen möchte, der kann dies tun, indem er sich aktiv mit dessen Schwerpunkten auseinandersetzt und mehr darüber lernt: Heilung, Gartenbau, künstlerische Aktivitäten, Kampfsport, Divination, Sterbebegleitung/Hospizarbeit, Schülerlotse/Flüchtlingsarbeit, …

 

 

Insgesamt kann man vielleicht sagen, dass die Kindred die Wesenheiten sind, die uns durch unser Leben begleiten und uns dabei unterstützen, indem sie uns die Möglichkeiten aufzeigen, die Entscheidung aber letztlich weitgehend uns selbst überlassen. Das heißt eben auch, dass sie uns nicht die ganze Zeit das Händchen halten und daran hindern zu fallen. Stattdessen ermutigen sie uns eigene Erfahrungen zu sammeln, wie ein Kind das irgendwann ohne Stützräder Fahrrad fahren lernt.

Wie immer gilt: Dies ist das, was ich für mich zurecht interpretiere. Ich kann keine Quellen angeben, weil das hier die Quintessenz dessen ist, was ich in den letzten Jahren gelesen oder mir auf anderen Wegen erarbeitet habe, bis zurück zum Religionsunterricht zu Schulzeiten. Für mich passt es so. Aber für vernünftige Diskussionen bin ich natürlich offen.

 

Der indoeuropäische Mythos vom Kampf zwischen dem Sturmgott und dem Drachen

3. April 2016

Dieser Mythos taucht in den verschiedensten indoeuropäischen Kulturen auf. Bekannt ist der ewige Kampf zwischen dem nordischen Donnergott Thor und der Midgardschlange (Kind von Loki, dem Chaosstifter). Auch bei den Galliern gab es eine Variante, denn der Donnergott Taranis wird gelegentlich im Kampf mit einem Ungeheuer (Cernunnos als Gott der wilden, chaotischen Natur und Führer zur Unterwelt) dargestellt.

Ich  möchte euch heute die Geschichte von Perún und Veles erzählen, zwei slawischen Göttern. Perún ist der slawische Sturm und Blitzegott, Beschützer der Ackerbauern. Er wohnt oben im Weltenbaum (bei den Slawen ist das eine Eiche) und wacht von dort aus in Gestalt eines Raubvogels über die Ordnung in der Welt. Er bringt den Regen und sorgt dafür, dass die Erde fruchtbar sein kann. Er ist auch ein Kriegsgott, der von den Kämpfern angerufen wird.

Tief unten, an den Wurzeln des Weltenbaums ist das Reich von Veles. Er ist der Gott des Totenreichs, der Hirten und des Viehs. Er hat eine enge Verbindung zum Wasser und gilt als Gott des Handels und der Magie. Er ist auch ein Gestaltwandler: Häufig sieht man ihn in Form eines Drachen oder einer Schlange. Gerne ärgert Veles Perún, indem er sich auf die Erde schleicht und Perúns Vieh stiehlt.

So geschah es eines Tages: Veles schlich sich als Schlange aus seinem Reich unten am Weltenbaum und entführte einige Kühe von Perúns Herde. Dieser bemerkte jedoch, was Veles getan hatte und verfolgte ihn. Von seinem hohen Punkt oben im Weltenbaum konnte Perún gut sehen, wo sich Veles versteckte, und schleuderte mit Blitzen nach ihm. Veles flüchtete: Er versteckte sich unter Steinen, hinter Bäumen, Menschen und Häusern, er verwandelte sich in verschiedene Tiere. Perún fand ihn jedes Mal, traf aber nicht, den Veles war schnell.

Schließlich griff Perún zu einer List. Er flog hinab vom Baum und näherte sich ganz unauffällig Veles, der sich gerade in einen Hund verwandelt hatte. “Was für ein schöner Hund!”, rief Perún. “Na, du bist ja ein Braver, komm mal her, ich habe da was für dich!” Und der Gott der Stürme holte ein Stückchen Fleisch aus seinem Beutel und hielt es dem Hund hin. Dieser war erst skeptisch, aber dann kam er näher und ließ sich füttern und streicheln.

Mit einem Mal packte Perún den Hund, hob ihn hoch über den Kopf und schleuderte ihn weit hinaus in den nächstgelegenen See, um ihn zu ertränken. Das ging natürlich nicht: Veles war ja auch der Gott des Wassers, und darum kehrte er durch den See einfach in sein unterirdisches Reich zurück. Vielleicht kennt ihr das auch aus einigen Märchen, in denen sich am Grund eines Brunnens oder Sees eine Tür verbirgt, durch die man in eine andere Welt kommt. Genau das hat Veles gemacht.

Perún aber war zufrieden: Er hatte den chaotischen Gegner und Dieb vertrieben und die Ordnung wieder hergestellt. “Dort ist dein Platz, bleib da!”, rief er Veles zu, als er zur Spitze des Weltenbaums zurückkehrte.

Und Veles blieb dort bis nächsten Mal, als er sich in eine Schlange verwandelte, seine alte Haut abstreifte und gewissermaßen neugeboren wurde.

 

Was will uns diese Geschichte nun sagen? Veles und Perún stehen hier nicht etwa nur als Gut und Böse. Besonders Veles ist zu vielschichtig, um auf diesen einfachen Gegensatz beschränkt zu sein. Vielmehr handelt es sich um den Kampf zwischen zwei gegensätzlichen Naturgewalten: Perún – Himmel, hitzköpfig/trocken, stürmisch und Veles – Erde und Wasser, eher magisch/kopflastig. Die Slawen hielten diesen Kampf für die Erklärung, warum es Gewitter gab und glaubten, wenn etwas vom Blitz getroffen wurde, dann habe sich Veles auf seiner Flucht vor Perún dort versteckt. Das Vieh in der Geschichte ist möglicherweise ein Symbol für den Regen: Veles ist der Gott des Wassers, Regen gehört aber dem Himmel. Regen wurde dringend benötigt, um die Felder zu bewässern. Insofern passt es, dass der Himmelsgott Perún auch der Gott der Ackerbauern ist. Wenn der Regen nun ausbleibt (weil er gestohlen wurde), dann droht Chaos in Form von Missernten und Hungersnöten. Indem Perún Veles verjagt, bringt er alles wieder in Ordnung und sorgt so für eine gute Ernte.

Die Slawen hielten diesen Mythos für so wichtig, dass sie ihn auch auf das Christentum übertrugen. Hier nahmen Gott und der Teufel die Stellen von Perún und Veles ein. Die beiden Götter wurden aber auch durch Heilige ersetzt. Interessanterweise scheint es dabei so zu sein, dass der vermeintlich negativ besetzte Veles als heiliger Nikolaus und Gabenbringer durchs Land zieht, der das Volk beschützt, während der ursprüngliche Held dieses Mythos, Perún, dem finsteren bedrohlichen St. Elias gleichgesetzt wird, der ebenfalls Bllitze schleudert. Nur, dass dies nicht mehr positiv bewertet wird.

Da unsere Nachbarstadt Geldern sich ja rühmt, dass dort St. Georg einen Drachen erschlagen habe, frage ich mich jetzt natürlich, ob es da vielleicht auch Verbindungen zu diesem Mythos gibt.

Für die Figur des Perún stehen auch noch andere Götter zur Verfügung. Möglicherweise wurde der jeweilige Haupt-Himmelsgott damit besetzt.

Wer mehr über slawische Mythologie wissen möchte, findet hier ein bisschen:

Mehr über slawische Mythologie (wie wissenschaftlich fundiert das ist, weiß ich allerdings nicht, aber die Götterstatuen sind sehr inspirierend)

Wikipedia – Slawische Mythologie

Bücher:

Puhvel, Jaan – Comparative Mythology

Jones, Prudence and Pennick, Nigel – A history of Pagan Europe