Category: Gebete

Mittsommer 2018: Gallische Herdkultur

22. Juni 2018

Eröffnung

Dies ist der längste Tag,

und ich bade in deinem Licht, Sonne,

ich lasse mich einhüllen von deinen warmen Strahlen,

mit jeder Pore sauge ich deine Energie in mich auf

und speichere die Erinnerung an diese Tage für eine Zeit,

wenn dein Licht und deine Wärme an Kraft verloren haben.

Jetzt bist du auf dem Höhepunkt deiner Macht,

aber das Rad dreht sich beständig,

und so ist im Höhepunkt auch der Tiefpunkt,

im Leben auch der Tod vorweggenommen.

Ich grüße heute auch Taranis, den, der das Rad vorantreibt.

Reinigung

Die rechte Hand ins Wasser tauchen und die Stirn berühren:

Möge ich rein sein, damit ich die Grenzen überschreiten kann.

Die rechte Hand ins Wasser tauchen und die Lippen berühren:

Möge ich die Grenzen überschreiten, um dem Heiligen zu begegnen.

Die rechte Hand ins Wasser tauchen und das Herz berühren:

Möge ich dem Heiligen begegnen, um in allen Dingen gesegnet zu sein.

(William Ashton, SDF Spring Euxinox Liturgy 2014)

(mit Wasser aus der Quelle und Weihrauch)

Durch die Kraft des Wassers und den Rauch des Feuers:

Dieser Schrein ist hehr und heilig!

(Ian Corrigan, Ü: Elen Lassair)

Mutter Erde grüßen

Auf dem Feld vor meinem Haus wiegen sich die Ähren im leichten Wind,

so als ob du dein goldbraunes Haar für mich schüttelst.

In dieser Zeit, wo die Kraft der Sonne am stärksten ist, bietest du uns Halt,

Mutter Erde,

einen Moment des Atemholens zwischen Säen und Ernten.

Schenke mir auch in diesem Ritual die Gewissheit,

festen Boden unter den Füßen zu haben,

so wie du es immer tust.

Amen!

Den Kosmos wieder erschaffen

Lied: Göttlicher Funke (Ein Kosmos-Lied)

Wasser der Tiefe, schöpferischer Weisheit, Heilige Quelle, komm

und fließe in mir, und fließe in mir!

Göttlicher Funke, Funke des Lebens, Licht des Himmels, komm

und brenne in mir, und brenne in mir!

Heiliger Baum, du Achse der Welten, tief verwurzelt und hoch gekrönt:

Komm, wachse in mir, komm, wachse in mir!

Heilige Mitte, neu geschaffen, hier an diesem heilige Ort:

Seit Tor und Tür mich mich jetzt und hier!

Oben und unten,

und ich dazwischen.

Um mich und in mir,

und ich in der Mitte.

Davor und danach,

und ich jetzt.

Ich öffne meine Augen und schaue mich um,

und sehe das Heilige mitten unter uns

und sehe mich in der Mitte des Heiligen.

(beides: Ceisiwr Serith., A Book of Pagan Prayer, Ü: B.R.)

Die Tore öffnen

Cernunnos,

du, der zwischen den Dingen sitzt,

du, der trennt, was getrennt werden soll,

du, der verbindet, was zusammengehört,

Herr der wilden ungezähmten Natur,

ich grüße dich heute, an diesem längsten Tag des Jahres!

Hier stehe ich, im Zentrum aller Dinge und bitte dich:

Vereine deine Magie mit der meinen, wenn ich nun die Tore öffne!

Schütze mich, wenn ich auf fremden Pfaden wandle

und sei als Vermittler an meiner Seite, wenn ich mich mit den Kindred treffe!

Diese Gabe, Cernunnos, ist für dich:

(Opfergabe bringen)

Nimm diese Muschel und lass sie zur Quelle werden,

zum Tor, das mich mit den Vorfahren verbindet.

Nimm diese Flamme und lass sie zum heiligen Feuer werden,

zum Tor, das mich mit den Göttern verbindet.

Und nimm diesen Baum und lass ihn zum Weltenbaum werden,

zum Tor, das mich mit den Naturgeistern verbindet.

Durch deine und mit deiner Kraft und Magie: Mögen die Tore sich öffnen!

Lied: Cernunnos, öffne die Tore

Die Kindred einladen

Hallo, meine Vorfahren!

Ich denke an die, von denen ich abstamme, deren Gene ich teile.

Ich denke an die, die mir ein Vorbild geworden sind und denen ich nacheifere.

Ich denke an die, die meinem Herzen nahestehen.

Ich denke an die, die im Lauf der Jahrhunderte dieses Land, auf dem ich stehe, bevölkert haben.

So lange ich mich an euch erinnere, werdet ihr nicht vergessen sein.

Schön, dass ihr da seid. Ich möchte euch einladen:

Kommt zu mir an mein Feuer und feiert gemeinsam mit mir!

Teilt euer Wissen mit mir und nehmt dafür meine Geschenke an.

(Opfergabe)

Hallo Geistervolk!

Ich höre euch im Rascheln der Blätter, im Summen der Bienen, im Gezwitscher der Vögel.

Ich sehe euch in den Steinen am Rand, im Schatten der Bäume, in den Farben die Bienen.

Ich spüre euch im sanften Windhauch auf meiner Haut, in den kühlen Regentropfen in meinen Haaren, im weichen Gras unter meinen Füßen.

Ich sehe euer Werk, doch euch selbst sehe ich nicht.

Dennoch seid ihr hier an meiner Seite, und ich möchte euch einladen:

Kommt zu mir an mein Feuer und feiert gemeinsam mit mir!

Teilt euer Wissen mit mir und nehmt dafür meine Geschenke an.

(Opfergabe)

Hallo Götter und Göttinnen!

Ich sehe euch in dem Rhythmus der Jahreszeiten, im wiederkehrenden Auf- und Untergang der Sonne, in den Gesetzen, die ihr dem Kosmos gegeben habt, wodurch das Leben erst möglich wurde.

Ich höre von euch in den Bruchstücken der Mythen, die von euch geblieben sind, die euer Wirken wiedergeben.

Ich spüre euch in der Wärme eures Feuers, das alles ewig verwandelt, im Licht, das mir die Augen öffnet.

Ich grüße euch, Leuchtende, und ich möchte euch einladen:

Kommt zu mir an mein Feuer und feiert gemeinsam mit mir!

Teilt euer Wissen mit mir und nehmt dafür meine Geschenke an.

(Opfergabe)

Hauptopfer:

Ich rufe Taranis, den Leuchtenden!

Und der Donner rollt.

Ich rufe Taranis, der über den Himmel regiert!

Und der Donner rollt.

Ich rufe Taranis, der den Regen bringt!

Und der Donner rollt.

Ich rufe dich:

Bringer der kosmischen Ordnung,

Bewahrer der Kontinuität!

Ohne dich würde uns der Himmel buchstäblich auf den Kopf fallen!

Du hältst das Chaos fern,

und du treibst das Rad des Jahres voran,

den Prozess von Tod und Erneuerung,

von Leben und Sterben,

von Frühling, Sommer, Herbst und Winter!

Dein Blitz sei mein Feuer, Taranis,

und ich lade dich ein:

Teile mein Feuer mit mir,

und teile dein Wissen mit mir!

Lehre mich, was du zu geben hast,

und nimm, was ich dir zu geben habe.

Geschichte von Taranis und Cernunnos erzählen

Omen

Ich habe euch meine Geschenke überbracht und die Erinnerung an euch wachgehalten.

Nun schweige ich und öffne meinen Geist für euch und eure Botschaft.

Kindred, was habt ihr mir zu sagen?

(Omen ziehen, interpretieren, darüber meditieren)

Segen/Kommunion

Ich bitte euch nun, Kindred: Seht auf diesen Kelch in meiner Hand/vor mir.

Ich fülle ihn mit Wein.

Euch bitte ich: Füllt ihn aus dem Kessel der Inspiration, aus der Quelle der Weisheit, aus dem Horn der Fülle!

Füllt ihn mit euren Gaben, damit die, die davon trinken, gesegnet sind

mit Gesundheit, Weisheit und Wohlstand.

(Kelch zum Boden senken) Der Segen der Ahnen! Awen!

(Kelch auf Bauchhöhe) Der Segen der Naturgeister! Awen!

(Kelch auf Kopfhöhe) Der Segen der Götter! Awen!

(Kelch über Kopfhöhe) Der Segen der Kindred wirke in mir und durch mich und um mich!

Siehe, das Wasser des Lebens!

(Kommunion)

Ich nehme euren Segen an.

Möge er mich erfüllen und überfließen, so dass er auch die berührt, die mir begegnen.

Möge der Funke in mir zu einer Flamme werden, die überspringt auf die, die meinen Weg kreuzen.

Dank und Verabschiedung

Mein Ritual nähert sich dem Ende.

Taranis, dein Regen zur rechten Zeit und im rechten Maß ist mir ein willkommener Gruß von dir, auch wenn sich unsere Wege nun trennen.

Kindred, ich danke euch für euer Kommen und Mitwirken.

Meine Liebe geht nun mit euch, so wie euer Segen mit mir geht.

Die Tore schließen

Cernunnos, ich danke auch dir

und bitte dich ein letztes Mal heute um deine Unterstützung,

wenn ich nun die Tore schließe:

Lass das heilige Feuer wieder zur Flamme werden!

Lass den heiligen Brunnen wieder zur Wasserschale werden!

Lass den Weltenbaum wieder zum einfachen Baum werden!

Lass alles sein, wie es vorher war, bis auf die Magie, die hier geschah!

Durch deine und mit deiner Magie: Mögen die Tore sich schließen!

Mutter Erde danken

Tief atme ich ein,

Mutter Erde,

alle Sinne erfüllt von deinen Gaben.

Du gibst mir Halt in dieser Zeit, in der alles auf der Kippe steht,

im Ritual wie zu jeder Zeit.

Ich danke dir

und gebe dir zurück, was ich nicht gebraucht habe.

Nimm es als Zeichen meiner Liebe und Dankbarkeit zu dir.

Ritual beenden

Mein Ritual nähert sich dem Ende.

Ich habe den Kosmos wieder erschaffen und in seiner Mitte gestanden.

Ich habe die Sonne auf dem Höhepunkt ihrer Macht gefeiert, die Fülle des Lebens, die Wärme und das Licht,

in dem Wissen, dass wir nun fast unmerklich der Dunkelheit entgegengehen.

Ich habe Taranis gerufen, den Donnerer, dessen Gewitter den Regen bringen, der die Erde fruchtbar macht.

Ich habe meinen Bund mit den Kindred bestätigt und gefestigt.

Nun gehe ich, allein, doch als Teil des großen Ganzen.

Die heilige Quelle ist versiegt, doch in mir fließt sie weiter.

Das heilige Feuer ist verloschen, doch in mir brennt es ewig.

Der Weltenbaum mag schwanken, doch ich stehe fest verwurzelt in dieser Welt.

Dieses Ritual ist nun beendet. Amen!

Gottheit der Woche 35: Poseidon

31. Mai 2018

Aud den Tiefen des Meeres steigst du empor,

Poseidon,

unbeständig wie deine Heimat,

mal stürmisch und gefährlich,

dann wieder Nahrung und Arbeit spendend!

Vom Land kamst du einst,

als Herr der Pferde,

doch mit der räumlichen Veränderung

kam auch neue Verantwortung.

Unbezähmbarer,

unberechenbarer,

nicht zu bändigender Poseidon!

Bruder von Zeus und Hades, Teil der großen Drei,

machtvoller Gott des Meeres,

das das Land umgibt!

Tritt an meinem Feuer, aus freiem Willen,

lass die Flammen sich in deinem Dreizack spiegeln

und lass mich an deinem Wissen teilhaben.

Nimm dafür meine Gaben und meinen Respekt entgegen!

 

In English:

You rise from the depths of the ocean,

Poseidon,

inconsistent like your home,

once stormy and dangerous,

then again spending nourishment and work!

Once you came from the land, as the lord of horses,

but with territorial changes your responisbilities changed, too.

Dautnless,

capricious,

untamable Poseidon!

Brother of Zeus and Hades, one of the great Three,

mighty god of the sea that surrounds the land!

Come to my fire, by your own free will,

let the flames mirror themselves in your trident

and share your knowledge with me

as I share my offerings and respect with you.

Gottheit der Woche 37: Goibniu

31. Mai 2018

Drei seid ihr,

Götter des Handwerks,

doch du stichst besonders hervor,

Goibniu,

Waffenschmied auf der einen Seite,

der seine Leute mit Speeren versorgt, die den Sieg herbeiführen sollen!

Lebensspender auf der anderen Seite,

als Brauer und Bewahrer des Tranks, der Alter und Tod fernhält!

Als Ruadan dich listenreich erstechen will,

kehrst du nach deinem Bad im Kessel der Heilung erstarkt zurück.

Goibniu,

Leuchtender,

vom Feuer deiner Schmiede zum Feuer in meinem Nemeton:

Sei mir willkommen!

Ich bitte dich:

Teile dein Wissen mit mir und nimm im Gegenzug meine Gaben an!

 

In English:

You are three, divine masters of their trades,

but it is you that shines most,

Goibniu,

armourer on on hand.

who delivers spears to his people to bring victory!

Provider of life on the other hand,

as the brewer and keeper of the sacred drink that holds off age and death!

When Ruadan wanted to kill you

you returned with renewed strength from you bath in in cauldron of healing.

Goibniu,

Shining One,

from the fire in your forge to the fire in my nemeton:

Be welcome here!

I ask you:

Share your knowledge with me and take my offerings in return.

Gottheit der Woche 40: Arianrhod

31. Mai 2018

Zwischen den Wolken am Himmel

leuchtet der Mond, hell und klar,

und hüllt das Land in seinen silbernen Schimmer.

Was sein Licht bedeckt,

dessen Schicksal webst du in das Netz des Lebens.

Zwischen Tag und Nacht treibst du in der Dämmerung

das Rad des Lebens voran.

Wir bewegen uns in deiner Spirale.

Wir tanzen auf deinen Wegen,

und nehmen dabei unser Schicksal selbst in die Hand.

Lass dein Licht auf mich leuchten, Arianrhod,

und erfülle mich mit deinem Wissen.

Spinne einen Faden von dir zu mir

und nimm dafür meine Geschenke an.

 

In English:

Between the clouds up at the sky

the moon is shining, bright and clear,

cloaking the land into a silvery shimmer.

What his/her light covers,

whose fate you are weaving into the web of life.

Between day and night,

in dusk you are rolling life’s wheel along.

We are moving in your spiral,

we are dancing on your ways,

and while doing so

we are taking our fate into our own hands.

Let you light shine upon me, Arianrhod,

and fill me with your knowledge.

Spin a thread from you to me,

and take my presents in return.

Gottheit der Woche 34: Sucellus

22. Mai 2018

Ich rufe Sucellus,

den Gott des Weins!

Huxelrebe und Riesling

gedeihen unter deiner Obhut,

Beaujolais und Muskateller

verwandeln sich in köstliche Getränke.

Fassmacher,

Hammerträger,

Gefährte von Nantosuelta,

ich grüße dich

und heiße dich an meinem Feuer willkommen.

Wenn dies auch kein Weinanbaugebiet ist,

so wissen wir deine Gaben hier doch zu schätzen!

Ich bitte dich:

Nimm Platz in dieser Runde und teile deine Gaben mit mir:

Die Freude über gut getane Arbeit,

die Freude am gelungenen Werk!

Ich teile diesen Becher Wein mit dir

als Zeichen meiner Anerkennung!

 

 

In English:

I call to Sucellus,

god of wine!

Huxelrebe and Riesling

grow under your caring hand,

Beaujolais and Muskateller

transform into delicious beverages.

Cellarman,

carrier of the hammer,

partner of Nantosuelta,

I greet you

and welcome you at my fire.

Although this isn’t a wine-growing district

we hold your gifts in high regard.

I ask you:

Take a seat and share your gifts with me:

the joy abouth a work well-done,

the joy about a perfect creation!

I will share this cup of wine with you

as a sign of my respect.

Gottheit der Woche 42: Svarog

22. Mai 2018

Himmelsgötter gibt es viele,

aber nur einer hat es geschafft,

nach Vollendung seiner Arbeit das Szepter weiterzugeben

und eine neue Generation ans Ruder zu lassen,

ohne Kampf, ohne Hass.

Svarog,

Himmelsvater,

Leuchtender,

Schöpfer von Erde, Sonne und Feuer,

für diese einzigartig Leistung kann man dich nur bewundern.

Du standest in deiner Schmiede

und gabst dem Kosmos seine Gestalt

und den Dingen ihre Ordnung.

Und dann ziehst du dich zurück

und überlässt es anderen Göttern,

dein Werk weiterzuführen.

Wie selbstbewusst musst du sein,

wie sehr in dir ruhen,

dass du es nicht nötig hast,

um deine Macht zu kämpfen!

Svarog,

ich heiße dich an meinem Feuer willkommen!

Bade mich in den Strahlen deines Himmelslichts,

und lass so ein wenig von deinem Wissen auf mich übergehen!

Meine Gaben für dich liegen bereit!

 

In English:

There a many gods of the sky,

but only one was able

to pass the sceptre/scepter to the next generation

after finishing his work,

without a fight, without hatred.

Svarog,

Skyfather,

Shining One,

creator of earth, sun and fire,

we stand in awe

in front of this exceptional deed.

You were there in your smithy,

shaping the cosmos

ordering everything.

And then  you retire,

and let other gods

continue with your work.

How self-assured does one have to be,

how balanced,

that you don’t feel the need

to fight for your power!

Svarog,

I welcome you at my fire!

Bathe me in the rays of your heavenly light

and let me absorb a little bit of your knowledge that way.

My gifts for you are prepared.

Gottheit der Woche 32: Tyr

22. Mai 2018

Ich grüße dich, Tyr,

einarmiger Ase!

In deinem Dilemma möchte ich nicht stecken.

Um die kosmische Ordnung zu bewahren und Ragnarök zu verhindern,

musst du,

der doch der Gott des Rechts und des Thingfriedens ist,

selbst das Recht brechen

und das Versprechen, das du dem Fenriswolf gegeben hast, nicht einhalten.

Wie du dich auch entscheidest:

Du kannst es nicht allen recht machen.

Irgendwem wirst du zwangsläufig auf die Zehen treten.

Vor diesem Problem stehe auch ich des Öfteren,

und habe daher umso mehr Respekt für deinen Mut

und deine konsequente Haltung!

Lehre mich, Himmelskrieger, ein wenig von deinem Wesen,

wenn du dich an mein Feuer setzt

und meine Gaben annimmst!

 

In English:

Greetings, Tyr,

one-armed Aesir!

I don’t want to be in your place,

don’t want to hold the wolf by the ears instead of you.

To secure the cosmic order and prevent Ragnarök,

you, the god of justice and thing peace,

had to break the law yourself and

not fullfill the promise you gave the Fenriswolf.

However you would decide:

You couldn’t satisfy all sides.

You had to step on someone’s toes for sure.

That is a problem that I encounter, too, every now and then,

and that is why my respect for your courage and consequence grow every time.

Teach me, sky warrior, a bit of your way of life,

when you sit down at my fire

and take my offerings!

Gottheit der Woche 29: Sif

21. Mai 2018

Von grün zu gelb zu goldbraun

wechselt das Feld im Laufe des Jahres seine Farbe.

Ich stehe am Rand und beobachte,

wie ein leichter Wind dein Haar zum Beben bringt,

Sif,

Wellenkämme in einem Getreidemeer.

Göttin der reichen Ernte,

deren goldene Pracht den Menschen so wichtig war,

dass sie eine Geschichte darüber erzählten,

ich grüße dich und heiße dich an meinem Feuer willkommen.

Bald beginnt die Ernte,

wird das Getreide gemäht

und das erste Brot daraus gebacken.

Deine Gaben sorgen dafür,

dass sich Krieger in Bauern verwandeln,

dass aus Kampf und Tod ein friedlicher Wettbewerb wird,

dass statt Ruhm und Ehre das Wohlergehen der Familie im Vordergrund steht.

Gemeinsam mit deinem Mann wachst du über diese Zeit.

Ich bitte dich, goldhaarige Götting:

Lehre mich, meine persönliche Ernte einzufahren,

mit dem Fokus auf dem Wohlergehen meiner Familie

und meinen eigenen Zielen.

Hab im Gegenzug Anteil an meiner Ernte,

und nimm meine Gaben für dich an!

 

In English:

Green, yellow, golden brown,

the field is changing its colors as the wheel of the year is turning.

I stand at its border and watch

as a small breeze makes your hair shiver,

Sif,

crests in an ocean of corn.

Goddess of the abundant harvest,

whose golden hair was so important to the people

that they created an own story for it,

I greet you and welcome you at my fire.

Soon the ahrvest will start,

the corn will be mowed

and the first bread will be baked from it.

Your gifts make warriors change into farmers,

change war and death into a peaceful competition,

make the responsibility for the well-being of the family more important that fame and honor.

You and your husband preside over this time.

I ask you, golden haired goddess:

Teach me to bring my own harvest in,

with the focus on my family and my own goals.

Let me share parts of my harvest with you in return.

Gottheit der Woche 33: Esus

21. Mai 2018

Ich grüße den Mann mit der Axt,

der Pfleger der Ordnung,

den Gott, der die wilden Triebe beschneidet, dem Baum seine Form gibt.

Esus, ich bitte dich:

Teile deinen Mut, Grenzen zu setzen, mit mir,

deine Mäßigkeit, nicht zu sehr einzugreifen,

und die verbesserte Fruchtbarkeit und Produktivität, die daraus hervorgeht.

 

Ich grüße den Mann mit der Weitsicht,

einer Vision von der Zukunft,

einer Ahnung davon, was werden kann, den sehenden Gott.

Esus, ich bitte dich:

Teile deine Visionen mit mir,

deine Weisheit

und die Disziplin und Ausdauer, die erforderlich ist, um dabei einen klaren Kopf zu behalten.

 

Ich grüße den Gefährten des Stiers und der Kraniche,

den, der um seinen Platz im Kosmos weiß.

den, der zu sich und seinen Überzeugungen steht.

Esus, ich bitte dich:

Teile dein Gefühl der Pflichterfüllung gegenüber Göttern und Menschen mit mir,

deine Integrität und nicht zuletzt:

Nimm meine Gastfreundschaft an,

hier zwischen Quelle, Feuer und Baum!

Dieses Geschenk möchte ich dir machen.

 

Manche sehen in Teutates den Gärtner. Für mich ist diese Rolle eher Esus zugedacht, wie ihr an diesem Text sehen könnt.

 

In English:

I call out to the man with the axe,

the caretake of order,

the god who cuts the wild sprouts and shapes the tree.

Esus, I ask you:

Share your courage to set boundaries with me,

your temperance to to cut too much

and the optimized poructvity and fertility that stems from your work.

 

I call out to the man with the far-sightedness,

a vision of future,

a hint of what can be, the seeing god.

Esus, I ask you:

Share your visions with me,

your wisdom

and the discipline and perseverance that is necessary to keep a clear mind.

 

I call out to the companion of the bull and the cranes,

the one, who knows about his place in the cosmic picture,

that one who stands true to his opinions.

Esus, I ask you:

Share your sense of duty and piety against the gods and humankind with me,

your integrity and not at least:

Accept my hospitality,

here, between fire, well and tree,

and the gifts I have for you!

 

Some see Teutates as the divine gardener. As you can see from this text that role is more like a job for Esus in my opinion.

 

 

Gebet für Heilung

30. April 2018

Ich bitte um Heilung für (…).

Er/Sie ist krank und fühlt sich nicht gut.

Für Medikamente und Pflege ist gesorgt.

Nun sende du ihm/ihr bitte noch deinen Segen:

Leg deinen Mantel um seine/ihre Schultern,

erfülle ihn/sie mit deinen Kräften, (angesprochene Gottheit), damit es ihm/ihr bald besser geht!