Mittsommer-Soloritual 2016

19. Juni 2016

Zweck

Dies ist der längste Tag,

und ich bade in deinem Licht, Sonne,

ich lasse mich einhüllen von deinen warmen Strahlen,

mit jeder Pore sauge ich deine Energie in mich auf

und speichere die Erinnerung an diese Tage für eine Zeit,

wenn dein Licht und deine Wärme an Kraft verloren haben.

Jetzt bist du auf dem Höhepunkt deiner Macht,

aber das Rad dreht sich beständig,

und so ist im Höhepunkt auch der Tiefpunkt,

im Leben auch der Tod vorweggenommen.

Lied: Song for Summer Solstice – Libby Roderick

Reinigung

(Teil 1 nach Ceisiwr Serith, Teil 2 nach Ian Corrigan in Übersetzung von Ishtar vom Sternenkreis?)

Möge ich rein sein, damit ich die Grenzen überschreiten kann. (Stirn mit Wasser benetzen)

Möge ich die Grenzen überschreiten, um dem Heiligen zu begegnen. (Lippen mit Wasser benetzen)

Möge ich dem Heiligen begegnen, um in allen Dingen gesegnet zu sein. (Herz mit Wasser benetzen)

Durch die Kraft des Wassers (Wasser aus dem Brunnen in alle 4 Himmelsrichtungen versprengen)

und den Rauch des Feuers (Feuerschale einmal im Kreis herumtragen):

Dieser Schrein ist hehr und heilig!

Mutter Erde anrufen

Auf dem Feld vor meinem Haus wiegen sich die Ähren im leichten Wind,

so als ob du dein goldbraunes Haar für mich schüttelst.

In dieser Zeit, wo die Kraft der Sonne am stärksten ist, bietest du uns Halt,

Mutter Erde,

einen Moment des Atemholens zwischen Säen und Ernten.

Schenke mir auch in diesem Ritual die Gewissheit,

festen Boden unter den Füßen zu haben,

so wie du es immer tust.

Amen!

(Opfergabe an die Erde)

Kosmos erschaffen

Am Anfang war das große Nichts, das Urmeer voller Chaos, voller Potential: Alles war möglich! Und dann verbanden sich die Elemente zu Feuer und Eis, und aus Feuer und Eis entstand das Land, und über dem Land erhob sich der Himmel.

Und auf dem Land wuchs der Weltenbaum, mit den Wurzeln tief in der Erde, die bis an die Quellen im Erdinneren reichen, und den Ästen, die hoch um Himmel aufragen und so alle Reichen miteinander verbinden.

Hier stehe ich nun, in der Mitte von allem:

Mit dem Land unter meinen Füßen, dem Himmel über meinem Kopf und dem Meer, das mich umgibt!

Und hier in der Mitte fließt dreifach das Wasser: Das Wasser aus den Tiefen, das Wasser des Himmels und das Wasser in mir. (Opfergabe an das Wasser)

Und hier in der Mitte brennt eine dreifache Flamme: Das Feuer aus der Tiefe, das Feuer des Himmels und das Feuer in mir. (Opfergabe an das Feuer)

Und hier in der Mitte wächst der Weltenbaum, der in alle Reiche ragt: Mit den Wurzeln in der Tiefe, mit der Krone hoch im Himmel und dem Stamm hier in dieser Welt. (Opfergabe an den Baum)

Oben und unten….. (C.S.)

Hüter der Tore anrufen und Tore öffnen

Heimdall,

du, der das Gras wachsen hört!

Du, dessen Auge bis in alle Reiche zu blicken vermag!

Du, der Wache steht am Bifröst, der leuchtenden Regenbogenbrücke!

Ich bitte dich: Sei mit deinen scharfen Sinnen an meiner Seite!

Unterstütze mich mit deiner Magie, wenn ich nun die Tore öffne!

(Opfergabe an Heimdall)

Nimm das Wasser und lass es zum heiligen Brunnen werden, das Tor, durch das ich meinen Vorfahren begegnen kann.

Nimm die Flamme und lass sie zum heiligen Feuer werden, das Tor, durch das ich den Göttern begegnen kann.

Nimm den Baum und lass ihn zum Weltenbaum werden, das Tor, durch das ich den Naturgeistern begegnen kann.

Durch deine und mit deiner Magie: Mögen die Tore sich öffnen!

Kindred anrufen

(in Anlehnung an SDF March Equinox 2014)

Vor dem heiligen Brunnen stehe ich, im Zentrum der Welt, und rufe meine Vorfahren!

Seid mir an meinem Feuer herzlich willkommen,

Disen und Alfar,

ihr, die hier vor mir wart,

ihr, die den Weg bereitet habt!

Ich bitte euch: Teilt euer Wissen mit mir und nehmt im Gegenzug meine Gaben an.

(Opfergabe an die Vorfahren, Ancestor’s song I)

Vor dem Weltenbau stehe ich, im Zentrum der Welt, und rufe die Naturgeister!

Seid mir an meinem Feuer herzlich willkommen,

Landvaettir,

ihr, die diesem Land innewohnt!

Ich bitte euch: Teilt euer Wissen mit mir und nehmt im Gegenzug meine Gaben an.

(Opfergabe an die Naturgeister, Ancestor’s song II)

Vor dem heiligen Feuer stehe ich, im Zentrum der Welt, und rufe die Götter!

Seid mir an meinem Feuer herzlich willkommen,

Leuchtende, Asen und Wanen,

Hüter der kosmischen Ordnung!

Ich bitte euch: Teilt euer Wissen mit mir und nehmt im Gegenzug meine Gaben an.

(Opfergabe an die Götter, Ancestor’s song III)

Götter des Anlasses anrufen und ehren

Verrat war es, der dich ins Reich des Todes trieb,

Verrat und Missbrauch!

Baldur,

du glaubtest dich geschützt vor allem Unheil,

aber mit Lokis List und Tücke hast du nicht gerechnet.

Die Tränen aller Welten reichten nicht,

um dich sofort ins Leben zurück zu holen.

Und doch verkehrte das Schicksel dein Los in Hoffnung:

Zwar gehst du nun von uns,

aber wir lassen dich ziehen in dem Wissen um deine Wiedergeburt.

Nanna,

deine Liebe zu Baldur war so groß,

dass du den Verlust nicht ertragen konntest.

In guten wie in schlechten Tagen bleibst du an seiner Seite

und so begleitest du ihn nun auch ins Reich des Todes.

Euer Schiff legt nun vom Ufer ab,

und ihr tretet eure Reise ins Dunkel an.

Die Tage werden wieder kürzer,

die Welt wird kälter sein ohne euch.

Doch wir halten die Erinnerung an euch wach!

Lied: Baldurs Abschied

Opfergabe: Wikingerschiff mit Grabbeigaben (später den Flammen übergeben)

Baldurs Schiff

Hauptopfer

Lied: Sehet mich

Omen

Ich habe euer Lied gesungen,

die Worte über euch weitergetragen.

Nun schweige ich und lausche,

was ihr mir sagen habt!

(Omen ziehen)

Kommunion

Ich bitte euch nun, Kindred:

Seht diesen Kelch in meinen Händen und füllt seinen Inhalt aus dem Metkessel der Götter, mit den schützenden Kräften der Naturgeister und dem Rückhalt der Ahnen, damit ich, wenn davon trinke, erfüllt werde mit Gesundheit, Wohlstand und Weisheit.

Der Segen der Ahnen – der Segen der Naturgeister – der Segen der Götter:

Siehe, das Wasser des Lebens!

Annahme/Bestätigung des Segens

Ich habe auf euer Wohl getrunken, Kindred, und euren Segen erhalten: Möge er in mir überfließen und die berühren, die mir begegnen. Möge der Funke in mir wachsen und überspringen auf die, die meinen Weg kreuzen.

Dankgebet und Verabschiedung

Kindred, ich danke euch für eure Gesellschaft und euren Beitrag.

Baldur, möge dein schwindendes Licht mir in den nächsten Wochen den Weg weisen!

Götter, Naturgeister und Vorfahren:

Meine Liebe geht mit euch, so wie euer Segen mich begleitet,

bis wir uns wiedersehen.

Lebt wohl!

Tore schließen

Heimdall,

du hast mein Tun begleitet, als ich die Tore geöffnet und mich mit den Kindred getroffen habe.

Mit deinem scharfen Gehör und deinem wachsamen Blick hast du Hindernisse vorhergesehen und aus dem Weg geräumt und so als Mittler zwischen den Welten gewirkt.

Ich danke dir und bitte dich ein letztes Mal um deine Unterstützung, wenn ich die Tore nun schließe:

Lass das heilige Feuer wieder zur Flamme werden!

Lass den heiligen Brunnen wieder zur Wasserschale werden!

Lass den Weltenbaum wieder zum einfachen Baum werden!

Lass alles sein, wie es vorher war, bis auf die Magie, die hier geschah!

Durch deine und mit deiner Magie: Mögen die Tore sich schließen!

Mutter Erde verabschieden

Tief atme ich ein,

Mutter Erde,

alle Sinne erfüllt von deinen Gaben.

Du gibst mir Halt in dieser Zeit, in der alles auf der Kippe steht,

im Ritual wie zu jeder Zeit.

Ich danke dir

und gebe dir zurück, was ich nicht gebraucht habe.

Nimm es als Zeichen meiner Liebe und Dankbarkeit zu dir.

Ritual beenden

Mein Ritual nähert sich dem Ende.

Ich habe den Kosmos wiedererschaffen und in seiner Mitte gestanden.

Ich habe die Sonne auf dem Höhepunkt ihrer Macht gefeiert, die Fülle des Lebens, die Wärme und das Licht,

in dem Wissen, dass wir nun fast unmerklich der Dunkelheit entgegengehen.

Ich habe meinen Bund mit den Kindred bestätigt und gefestigt.

Nun gehe ich, allein, doch als Teil des großen Ganzen.

Die heilige Quelle ist versiegt, doch in mir fließt sie weiter.

Das heilige Feuer ist verloschen, doch in mir brennt es ewig.

Der Weltenbaum ist gefallen, doch ich stehe fest verwurzelt in dieser Welt.

Dieses Ritual ist nun beendet.

Amen!

 

Lied: Baldurs Abschied

15. Mai 2016

Ein Lied für die Sommersonnenwende, wenn die Sonne auf dem Höhepunkt ihrer Kraft ist und danach täglich an Kraft verliert. Ein Sinnbild ist dafür, dass der Sonnengott sich in die Unterwelt begibt, um dann am Tag der Wintersonnenwende neu geboren zu werden. Beispiel hierfür wäre die Geschichte von Baldur, dem nordischen Frühlings-/Licht- und Sonnengott, der durch eine Intrige Lokis stirbt und in Hel bleiben muss bis nach Ragnarök, dem Weltenende. Doch nach Ragnarök erneuert sich die Welt wird, wie Baldur, neu geboren.

Baldurs_Abschied

Baldurs Abschied

(BR, Mai 2016)

Seht, das Schiff, es treibt hinaus,

fort auf’s offene Meer.

Es nimmt mit sich teu’re Fracht:

Baldur, hold und hehr, Baldur, hold und hehr!

 

Sonnengott, dich führt die Fahrt

nun ins Reich der Hel!

Nanna blieb an deiner Seit’.

Ist ewig treu zur Stell’, ewig treu zur Stell’.

 

Euer Abgang bringt mit sich

der alten Ordnung Tod.

Doch nach Ragnarök erscheint

erneut das Abendrot, erneut das Abendrot.

 

Und eine neue Welt entsteht,

wo die alte verging.

Baldur hier auf’s Neue lebt

und Leben mit sich bringt, Leben mit sich bringt.

Baldurs_Abschied-1

Lied: Carpe diem, Nantosuelta

8. Mai 2016

Nantosuelta, die gallische Göttin, wird oft mit einem Vogelhäuschen bzw. Haus auf einem Stab dargestellt. Ihr Name hat etwas mit dem ‘sich windenen Fluss’ zu tun. Sie gilt als eine Bienengöttin und heißt mit Sucellos, ihrem Partner, die Toten in der Unterwelt willkommen und bewirtet sie.

So viel ist über die schöne Dame bekannt. Die Frage für mich war nun: Wie interpretiere ich dieses Wissen? Was hat mir Nantosuelta heute zu sagen? Herausgekommen sind zwei Aspekte: Zum einen das sich Fokussieren können auf eine bestimmte Aufgabe – wie die Bienen eben. Den anderen Aspekt habe ich dann hier im Lied verarbeitet.

Carpe diem, Nantosuelta

(BR, April 2016)

Der Fluss windet sich durch die Täler,

zwischen Wiesen und Feldern dahin,

langsam rollende Wellen, hell glitzernde Schnellen:

Ich kann dich dort am Ufer sitzen seh’n.

Oh, Nantosuelta,

du zeigst uns, wie schön das Leben ist!

Du teilst mit uns dein Wissen,

lehrst uns zu genießen

und achtsam durchs Leben zu geh’n.

Der Fluss als Tor zu den Ahnen,

ein Portal so kühl und rein.

Du heißt sie willkommen, ob Winter, ob Sommer,

reichst ihnen den Trunk von süßem Wein.

Oh, Nantosuelta,

du zeigst uns, wie schön das Leben ist!

Du teilst mit uns dein Wissen,

lehrst uns zu genießen

und achtsam durchs Leben zu geh’n.

Die Vögel, sie singen für dich!

Die Bienen, sie summen dein Lied:

Die Süße des Lebens ist Teil deines Segens:

Pflück den Tag, weil das Leben so kurz ist!

Oh, Nantosuelta,

du zeigst uns, wie schön das Leben ist!

Du teilst mit uns dein Wissen,

lehrst uns zu genießen

und achtsam durchs Leben zu geh’n.

carpe_diem_nantosuelta

Beltane-Soloritual 2016

30. April 2016

Das Ritual ist für eine einzelne Person geschrieben, kann aber ganz leicht in ein Gruppenritual abgewandelt werden. Es richtet sich entsprechend der Vorarbeiten in den vergangenen Wochen an das slawische Pantheon. Ich habe nur das notiert, was ich jetzt speziell für dieses Ritual geschrieben oder zusammengestellt habe. In manchen Fällen würde ich Überleitungen oder weitere Textbausteine mit hineinnehmen, die ich standardmäßig verwende. Das mag aber jedem selbst überlassen sein. Auch Lieder etc. habe ich diesmal nicht extra notiert. Wer aber etwas sucht, wird hier auf der Seite und in den Weiten des WWW sicherlich fündig.

Euch allen ein schönes Beltane!

 

Einstimmung/Zweck:

Langsam werden die Tage länger,

langsam scheint die Sonne länger auf uns herab.

Ihr Feuer wärmt uns,

und wir sehnen uns nach mehr davon.

Die Erde tanzt einen Freudentanz,

und ich tanze mit ihr,

reihe mich ein mit den vielen anderen

und feiere das Fest des Lebens!

 

Reinigung:

(Teil 1 nach Ceisiwr Serith, Teil 2 nach Ian Corrigan in Übersetzung von Ishtar vom Sternenkreis?)

Möge ich rein sein, damit ich die Grenzen überschreiten kann. (Stirn mit Wasser benetzen)

Möge ich die Grenzen überschreiten, um dem Heiligen zu begegnen. (Lippen mit Wasser benetzen)

Möge ich dem Heiligen begegnen, um in allen Dingen gesegnet zu sein. (Herz mit Wasser benetzen)

Durch die Kraft des Wassers (Wasser aus dem Brunnen in alle 4 Himmelsrichtungen versprengen)

und den Rauch des Feuers (Feuerschale einmal im Kreis herumtragen):

Dieser Schrein ist hehr und heilig!

 

Mutter Erde rufen:

Matь Syra Zemja,

feuchte Mutter Erde,

du lässt dich von warmen Sonnenstrahlen einhüllen,

du badest in den Regenschauern, die über das Land fegen,

bis dein Leib schwer ist von Feuchtigkeit

und so Nahrung und Halt bietet

für die Samen und Keimlinge,

die in dieser Zeit so unbändig ans Licht drängen.

Ich bitte dich:

Halte mich in diesem Ritual,

wie du auch den Pflanzen Halt gibst.

Lass mir bewusst sein,

dass ich in dir wurzle wie sie und durch dich mit allem verbunden bin,

was lebt.

Amen!

 

Wiedererschaffung des Kosmos:

Am Anfang war das Urmeer,

voller Chaos, voller Potential.

Daraus wurde die Erde gehoben und das Land bildete sich: der feurige Erdkern, der fruchtbare Boden, die nährenden Flüsse und Quellen, die luftigen Höhen, und über allem wölbte sich der Himmel.

Hier kommen stehe ich nun, in der Mitte von allem:

Mit dem Land unter meinen Füßen, dem Himmel über meinem Kopf und dem Meer, das mich umgibt!

Und hier in der Mitte fließt dreifach das Wasser: Das Wasser aus den Tiefen, das Wasser des Himmels und das Wasser in mir. (Opfergabe an das Wasser)

Und hier in der Mitte brennt eine dreifache Flamme: Das Feuer aus der Tiefe, das Feuer des Himmels und das Feuer in mir. (Opfergabe an das Feuer)

Und hier in der Mitte wächst der Weltenbaum, der in alle Reiche ragt: Mit den Wurzeln in der Tiefe, mit der Krone hoch im Himmel und dem Stamm hier in dieser Welt. (Opfergabe an den Baum)

Hüter der Tore rufen und Tore öffnen:

Triglav, dreiköpfiger Gott,

du bist in allen Reichen zu Hause.

Ich bitte dich:

Begleite mein Tun, wenn ich nun die Tore öffne und mich mit den Kindred treffe.

Ebne den Weg und glätte die Wogen,

wirke als Mittler zwischen den Welten.

(Opfergabe an Triglav mit ein paar persönlichen Worten)

Nimm das Wasser und lass es zum heiligen Brunnen werden, das Tor, durch das ich meinen Vorfahren begegnen kann.

Nimm die Flamme und lass sie zum heiligen Feuer werden, das Tor, durch das ich den Göttern begegnen kann.

Nimm den Baum und lass ihn zum Weltenbaum werden, das Tor, durch das ich den Naturgeistern begegnen kann.

Triglav, nimm der Dinge drei, Tore soll’n sie sein

durch vereinte Magie geöffnet nun:

Die Kindred lade ich ein!

 

Kindred anrufen:

(in Anlehnung an SDF March Equinox 2014)

Vor dem heiligen Brunnen stehe ich, im Zentrum der Welt, und rufe meine Vorfahren!

Seid mir an meinem Feuer herzlich willkommen,

ihr, die hier vor mir wart,

ihr, die den Weg bereitet habt!

Ich bitte euch: Teilt euer Wissen mit mir und nehmt im Gegenzug meine Gaben an.

(Opfergabe an die Vorfahren)

Vor dem Weltenbau stehe ich, im Zentrum der Welt, und rufe die Naturgeister!

Seid mir an meinem Feuer herzlich willkommen,

Geister der Elemente,

Domovoi!

Ich bitte euch: Teilt euer Wissen mit mir und nehmt im Gegenzug meine Gaben an.

(Opfergabe an die Naturgeister)

Vor dem heiligen Feuer stehe ich, im Zentrum der Welt, und rufe die Götter!

Seid mir an meinem Feuer herzlich willkommen,

Leuchtende,

Hüter der kosmischen Ordnung!

Ich bitte euch: Teilt euer Wissen mit mir und nehmt im Gegenzug meine Gaben an.

(Opfergabe an die Götter)

Gott des Anlasses rufen:

Perún, dessen Donnern unüberhörbar ist,

Perún, Regenbringer,

Perún, Feuerträger,

Perún, der das Volk schützt

Perún, Eichenfreund!

Das Land macht sich bereit und erwartet dich und deinen Segen,

die kalte Erde verwandelt sich unter dir in fruchtbaren Boden,

du bringst die Ordnung, die das Leben ermöglicht.

Ich heiße dich an meinem Feuer willkommen.

Setz dich zu mir und teile mit mir den Wein, während ich von dir erzähle:

Geschichte von Perún und Veles erzählen, spielen oder singen

Perún,

deine Geschichte soll nicht in Vergessenheit geraten.

Wenn ich von dir erzähle, werden andere Ohren es hören und andere Münder es weitertragen.

Perún, nimm meine Gabe an!

(ggf. materielle Opfergabe an Perún)

 

Omen:

Ich habe euer Lied gesungen,

die Worte über euch weitergetragen.

Nun schweige ich und lausche,

was ihr mir sagen habt!

(Omen ziehen)

 

Segnung des Wassers und Kommunion:

Ich bitte euch nun, Kindred:

Seht diesen Kelch in meinen Händen und füllt seinen Inhalt mit dem Segen der Götter, den schützenden Kräften von Feuer, Wasser, Luft und Erde, und dem Rückhalt der Ahnen, damit ich, wenn davon trinke, erfüllt werde mit Gesundheit, Wohlstand und Weisheit.

Wie Perúns Regen und Feuer das Land fruchtbar machen, so möge auch mein Geist fruchtbar werden und überfließen vor Kreativität und Produktivität. Mögen meine Hände das, was ich plane, in die Tat umsetzen und euren Segen weitertragen.

 

Bestätigung des Segens:

Ich habe euren Segen empfangen, Kindred, und danke euch dafür.

Möge er in mir wachsen und reiche Frucht tragen.

 

Kernarbeit:

nach Bedarf, z.B. etwas zum Thema Fruchtbarkeit oder Feuer, Vertiefen der Verbindung zu den Naturgeistern….

 

Dankgebet und Verabschiedung:

Kindred, ich danke euch für eure Gesellschaft und euren Beitrag.

Götter, Naturgeister und Vorfahren:

Meine Liebe geht mit euch, so wie euer Segen mich begleitet,

bis wir uns wiedersehen.

Lebt wohl!

 

Schließen der Tore und Verabschiedung von Mutter Erde:

Triglav, dreiköpfiger Gott!

Du hast mein Tun begleitet, als ich die Tore geöffnet und mich mit den Kindred getroffen habe.

Du hast den Weg geebnet und die Wogen geglättet,

du hast als Mittler zwischen den Welten gewirkt.

Ich danke dir und bitte dich ein letztes Mal um deine Unterstützung, wenn ich dir Tore nun schließe.

Möge der heilige Brunnen wieder zur einfachen Wasserschale werden!

Möge das heilige Feuer wieder zur einfachen Flamme werden!

Möge der Weltenbaum wieder zum einfachen Baum werden!

Triglav, nimm der Tore drei, Feuer, Quell’ und Baum,

geschlossen soll’n sie sein!

Alles wieder wie zuvor, doch die Magie bleibt hier im Raum.

 

Matь Syra Zemja,

feuchte Mutter Erde,

auf dir stehe ich, in dir ruhe ich,

in diesem Ritual wie zu aller Zeit.

Nimm von mir, was ich nicht gebraucht habe,

als Zeichen meiner Liebe und Dankbarkeit!

 

Beenden des Rituals:

Mein Ritual nähert sich dem Ende.

Ich habe den Kosmos wiedererschaffen und in seiner Mitte gestanden.

Ich habe die Erhaltung der Ordnung des Kosmos durch Perún gefeiert.

Ich habe meinen Bund mit den Kindred bestätigt und gefestigt.

Ich habe mit der Erde ihre erneuerte Fruchtbarkeit und das neue Leben gefeiert.

Ich habe den Sommer und die warmen Tage willkommen geheißen.

Nun gehe ich, allein, doch als Teil des großen Ganzen.

Die heilige Quelle ist versiegt, doch in mir fließt sie weiter.

Das heilige Feuer ist verloschen, doch in mir brennt es ewig.

Amen!

 

 

Die Mutter Erde anrufen – warum und wie?

28. April 2016

Nemeton 2016 - Mutter ErdeMutter Erde – das klingt freundlich, etwas kindlich naiv vielleicht. Man hat sofort ein kuscheliges Gefühl der Geborgenheit. Hier wird bedingungslos Liebe geschenkt, sie ist immer da für den, der sie ruft. Sie ist einfach da, so lange es irgendwie geht.

Erdmutter – das klingt schon ernsthafter, erinnert an die Venus von Willendorf, die dicken kleinen Statuen aus früheren Zeiten, mit ein bisschen Distanz darin.

Mutter des Landes – nein, damit ist nicht Frau Merkel gemeint. 🙂 Das Land hatte früher seine eigenen Gottheiten, je nachdem wo man sich gerade befand. Göttinnen mit eigenen Namen, eigenen leicht variierenden Eigenschaften und Ausprägungen, eigenständig handelnd. Häufig waren sie verbunden mit den großen Flüssen, die die Region durchzogen. Bei diesen Göttinnen wurde nicht selbstverständlich davon ausgegangen, dass sie einem bedingungslos zur Verfügung standen, sondern man behandelte sie als Wesen, die sich durchaus auch zur Wehr setzen konnten und würden, wenn man sie nicht respektvoll behandelte.

Mutter Erde – ich bleibe mal bei diesem Titel, weil er mir am meisten zusagt – ist aber noch mehr als das. Die Wikinger hatten das Konzept von einem Schicksalsnetz: Alles ist miteinander verwoben, und wenn ich an einem Faden ziehe, indem ich eine bestimmte Handlung ausführe, dann hat das auch Auswirkungen auf andere Teile des Netzes bzw. sogar auf das ganze Netz. Insofern bekommt der Grundsatz: ‘Tu, was du willst, solange du keinem Schaden zufügst’ noch mal eine besondere Bedeutung. Ich verstehe mich als Teil eines größeren Ganzen, und was ich tue, beeinflusst die Entwicklung des Ganzen. Die Erde als Planet, auf dem wir leben, ist (derzeit noch) einzigartig in ihrer Bedeutung für das Überleben der menschlichen Spezies, da uns ja die Möglichkeiten fehlen, mal eben das Sonnensystem zu wechseln und uns auf einem anderen Planeten niederzulassen. Es empfiehlt sich daher ganz dringend für uns, mit diesem einen Planeten, den wir haben, schonend umzugehen und die Beschränkungen in Bezug auf die Ressourcen, die vorhanden sind, zu respektieren. Passiert häufig leider nicht so wirklich, wenn der Geschäftssinn das Verantwortungsgefühl überwiegt.

Ich halte die Erde allerdings nicht für ein rachsüchtiges Wesen: Wo man früher vielleicht von göttlicher Strafe gesprochen hat, sehe ich eher eine Konsequenz aus ablaufenden Prozessen, die nicht unbedingt denjenigen treffen, der ‘am falschen Faden gezogen hat’. Wenn ich immer mehr Wasser in ein Litermaß gebe, dann wird es irgendwann überlaufen. Vielleicht werde ich selbst dabei nass, vielleicht aber auch die wichtigen Unterlagen, die jemand dort abgelegt hat, wo ich mein Litermaß hingestellt habe.

Eines Tages sind die Kompensationsmechanismen nicht mehr ausreichend, dann geschieht eine Katastrophe: Die Häuser, die im Boden verschwinden, weil die Bergwerke zu intensiv gegraben haben, die Lawine, die die Schifahrer verschluckt, weil die Hänge zu kahl sind, die überfluteten Felder und Stadtteile, weil der Fluss begradigt wurde und die Deiche nicht mehr halten…

Welches Fazit ziehen wir nun daraus?

Im Ritual

  • machen wir uns bewusst, dass wir durch die Erde miteinander verbunden sind
  • erinnern wir uns ihrer Funktion als unsere Ernährerin, als der Lebensraum, in dem unser Leben überhaupt erst möglich ist
  • zeigen wir der Erde, dass wir dies zu schätzen wissen und drücken ihr unseren Dank und Respekt dafür aus
  • wollen wir der Erde etwas für ihre Leistung, bewusst oder unbewusst) zurückgeben

Darum bitten wir sie am Anfang des Rituals darum, dass sie uns Halt gibt und uns im Hier und Jetzt verankert, und danken ihr am Ende für ihre Unterstützung.

Anm.: Ich spreche normalerweise danach noch ein paar spontane persönliche Worte und mache ein Geschenk aus Körnern, Samen oder einem Lied.

 

Gebete, um die Mutter Erde zu rufen

an Beltane:

Mutter Erde,

du lässt dich von warmen Sonnenstrahlen einhüllen,

du badest in den Regenschauern, die über das Land fegen,

bis dein Leib schwer ist von Feuchtigkeit

und so Nahrung und Halt bietet

für die Samen und Keimlinge,

die in dieser Zeit so unbändig ans Licht drängen.

Ich bitte dich:

Halte mich in diesem Ritual,

wie du auch den Pflanzen Halt gibst.

Lass mir bewusst sein,

dass ich in dir wurzle wie sie und durch dich mit allem verbunden bin,

was lebt.

Amen!

 

an Litha/Mittsommer:

Auf dem Feld vor meinem Haus wiegen sich die Ähren im leichten Wind,

so, als ob du dein goldbraunes Haar für mich schüttelst.

In dieser Zeit, wo die Kraft der Sonne am stärksten ist, bietest du uns Halt,

Mutter Erde,

einen Moment des Atemholens zwischen Säen und Ernten.

Schenke mir auch in diesem Ritual die Gewissheit,

festen Boden unter den Füßen zu haben,

so wie du es immer tust.

Amen!

 

an Lughnasadh/Lammas:

Braun der Boden, Mutter Erde,

krümelig in der Sommerhitze.

Blau der Himmel, Mutter Erde,

wolkenlos und unendlich.

Grün die Wiesen, Mutter Erde,

wogendes Gras in vollem Saft.

Ich bei dir, Mutter Erde,

geborgen in deiner Hand,

wenn ich über das Land schreite,

wenn ich zwischen den Welten wandle,

als Teil deines allumspannenden Netzes.

Amen!

 

zu Mabon/Herbst-Tagundnachtgleiche:

Ein Korb mit Äpfeln steht zu meinen Füßen,

rund und duftend, und dein Bild steigt vor mir auf:

Wie sonst selten wird uns in dieser Zeit der Ernte bewusst,

wie du uns täglich hältst und ernährst,

wie du alles Leben auf diesem Planeten hältst und ernährst.

Mutter Erde, ich bitte dich:

Halte mich auch in diesem Ritual

und lass mich sicher in dir ruhen,

so wie du es immer tust.

Amen!

 

zu Samhain:

Kühl streicht der Wind über meine Haut,

kühl streicht er über deine Haut, Mutter Erde.

Nebelschwaden hüllen dich ein

und verbergen dich oft vor meinem Blick.

Tautropfen glitzern auf den Spinnwebfäden,

die sich zwischen den Gräsern spannen,

die sich zwischen den Ästen spannen,

die sich zwischen mir und der Welt spannen:

Zeichen für das große Netz des Lebens,

in dem wir alle miteinander durch dich verbunden sind,

durch den Raum und durch die Zeit.

Nicht gefangen, nicht hilflos,

sondern als denkende, fühlende Wesen mit Verantwortung füreinander.

Halte uns, Mutter Erde,

sei unser Anker im Hier und Jetzt,

wenn sich die Schleier zwischen den Welten öffnen

und Zeit und Raum keine Rolle mehr spielen.

Amen!

 

zu Jul/Mittwinter:

Tief hast du dich in dich selbst zurückgezogen,

Mutter Erde,

und doch hast du wie jede gute Mutter immer ein Auge auf deine Kinder:

Auch in der längsten Nacht des Jahres, wenn alles still und starr zu sein scheint,

können wir darauf bauen, dass du für uns da bist

und uns hältst, so wie immer.

Mag auch Schnee dich mit einer Decke überziehen,

mag unwirtliches Wetter uns in die Häuser treiben:

Wir wissen: Du bist da draußen,

immer da,

und sammelst frische Kräfte,

um nach der langen Dunkelheit neues Leben hervorzubringen.

Sei auch in diesem Ritual bei uns und halte uns in deiner Hand.

Amen!

 

zu Imbolc:

Schneeglöckchen kündigen das neue Leben an, Hamamelis und Krokusse:

Der erste Blumenschmuck, ein Farbklecks nach den tristen dunklen Tagen.

Noch hat die Kälte dich fest im Griff,

aber schon werden die Tage länger

und die Sonnenstrahlen kitzeln dein Antlitz

und locken dich aus dem Winterschlaf.

Vor dir sind wir versammelt,

verstreut über den ganzen Planeten,

doch miteinander durch dich verbunden,

und weben dein Netz.

Du bist der Grund, über den wir schreiten,

achtsam und leichten Schrittes,

das Sicherheitsnetz, das uns hält,

im Ritual, wie auch im ganzen Leben.

Amen!

 

zu Ostara/Frühlings-Tagundnachtgleiche:

Wir stehen überwältigt vor deiner Pracht,

die sich gerade Bahn bricht,

Mutter Erde,

die Fülle des neuen Lebens,

die unsere Sinne erfüllt mit

Düften und Farben.

Erde im Wandel,

sich immer wieder verändernd,

immer wieder erneuernd

und doch unser fester Ruhepunkt:

Erde im Gleichgewicht,

uns immer wieder verankernd im Hier und Jetzt,

im Leben und im Ritual.

Amen!

 

 

Perún und Veles zum Letzten – als Puppentheater

24. April 2016

Wer mag, kann mit seinen Kindern die Geschichte auch nachspielen. Ich habe ein paar Vorlagen für Figuren und Gegenstände gezeichnet, die in der

Perún

Geschichte eine Rolle spielen.

Farblich gestaltet habe ich Perún als den feurigen Sturm- und Donnergott mit schwarzem Bart und Umhang in Feuerfarben. Unter einem feurigen Gesicht konnte ich mir einfach nichts vorstellen.

 

Bei Veles hat die Beschreibung von Patollo mit Pate gestanden: Die totenähnliche Blässe und der Turban stammen von ihm. Die Verbindung zum Wasser wollte ich durch das Farbmuster auf der Schlangenhaut ausdrücken und auch, wenn Patollo eher als alter Mann beschrieben wird, fand ich die Symbiose von Mann und Schlange einfach zu passend.

Druckt euch die Bilder aus. Die Asche braucht ihr mehrfach (siehe Anleitung). Das Bauernhaus gibt es zweimal. Eins davon könnt ihr ignorieren. Ich habe die Sachen z.T. Rücken an Rücken geklebt, mit einem Stab dazwischVeles 1en. Veles, der ja deutlich größer ist, habe ich dahinter gehalten, so dass man ihn noch sehen konnte, dann weggezogen und das Haus/den Steinhaufen umgedreht auf die Ascheseite.

Wenn Veles sich in ein Tier verwandelt hat, reichte mir das Tier, und ich habe anschließend die Asche hochgehalten.

Für die Schlussequenz habe ich wieder das Seebild ohne Hund genommen und Perún mit Blitz.

Viel Spaß beim Basteln und Spielen!

Perún und Veles- Puppentheater

Lied: Perún und Veles

24. April 2016

Das Thema lässt mich nicht los. Irgendwann in den letzten Tagen schlich sich ein Liedfragment in meinen Kopf und verlangte danach ausgebaut zu werden.  Das Ganze ist nicht so ganz ernst. Ich habe mich dabei an Thor orientiert, der ungefähr mit Perún vergleichbar ist und über den es viele lustige Geschichten gibt.

Perún und Veles 

Perún und Veles (PDF)

Perún_und_Veles (MIDI)

Veles stahl dem Perún das Vieh,

wusste genau: Das verzeiht der mir nie!

Perún, der sah es, und er warf

einen Blitz nach Veles -der leider nicht traf.

Veles, Veles, wo bist du?

Veles, Veles, keine Ruh’

gönne ich dir, verbirgst du auch dich:

Veles, Veles, ich kriege dich!”

Doch Veles, der verwandelte sich

in eine Kuh, ganz gutmütig.

Perún, der sah es und er warf

einen Blitz nach Veles -der leider nicht traf.

Veles, Veles, wo bist du?

Veles, Veles, keine Ruh’

gönne ich dir, verbirgst du auch dich:

Veles, Veles, ich kriege dich!”

Doch Veles, der versteckte sich

hinterm Stein, still und heimlich.

Perún, der sah es und er warf

einen Blitz nach Veles -der leider nicht traf.

Veles, Veles, wo bist du?

Veles, Veles, keine Ruh’

gönne ich dir, verbirgst du auch dich:

Veles, Veles, ich kriege dich!”

Doch Veles, der verwandelte sich

in einen Bären, gefährlich.

Perún, der sah es und er warf

einen Blitz nach Veles -der leider nicht traf.

Veles, Veles, wo bist du?

Veles, Veles, keine Ruh’

gönne ich dir, verbirgst du auch dich:

Veles, Veles, ich kriege dich!”

Doch Veles, der versteckte sich

hinterm Haus, sehr leichtsinnig.

Perún, der sah es und er warf

einen Blitz nach Veles -der leider nicht traf.

Veles, Veles, wo bist du?

Veles, Veles, keine Ruh’

gönne ich dir, verbirgst du auch dich:

Veles, Veles, ich kriege dich!”

Doch Veles, der verwandelte sich

in einen Hund, ganz zutraulich.

Aber Perún hatte nun eine Idee,

und er ging zu Veles hinab an den See.

Komm, mein Hündchen, komm ruhig her.

Ich habe Fleisch für dich und noch mehr!”

Perún glaubte ihm und er kam,

das leckere Fleisch aus Perúns Hand nahm.

Veles, Veles, ich kriege dich!

Veles, Veles, jetzt habe ich dich!”

Perún nahm den Hund und er warf

ihn hinaus in den See -den er auch traf!

Doch Veles verwandelte sich

in eine Schlange, gar gewaltig.

Tauchte tief hinab bis zum Sand:

In der Unterwelt er wieder verschwand.

Veles, Veles, nun bleib auch dort!

Die Unterwelt, sie ist dein Ort!”

Perún, ganz der große Held,

brachte Ordnung wieder in die Welt!

 

Melodie folgt, so schnell ich es hinkriege