A Prayer a Day – Jeden Tag ein Gebet: Die Aktion im November

4. November 2017

Jan Avende von ADF hat in diesem November mit der Aktion #prayeraday eine Herausforderung ausgesprochen: Wer teilnehmen mag, sollte versuchen jeden Tag ein Gebet zu schreiben und veröffentlichen.

Herausforderung angenommen! Das ist eine wirklich tolle Aktion, und ich bin begeistert von den wunderbaren Gebeten, die bisher dabei herausgekommen sind. Bislang habe ich Texte in Englisch, Spanisch und Deutsch gesehen.

In den nächsten Wochen werden hier also regelmäßig Gebete veröffentlicht, allerdings vermutlich schubweise, da ich ja auch noch ein paar andere Dinge erledigen muss 😉

Lied: Ahnenlied – Ancestors Song von Ceisiwr Serith

1. November 2017

 

Das Original stammt von Ceisiwr Serith, über dessen Namen ihr hier ja öfter stolpert. Die deutsche Version, die ihr hier hören könnt, stammt von mir. Die Summstimmen, die unter der Melodie liegen, sind so gewählt, dass eigentlich jeder mitmachen kann, auch wenn man den Text nicht kennt oder glaubt, nicht singen zu können. Ein kleiner Samhaingruß!

Soloritual Samhain 2017

29. Oktober 2017

Samhain 2017

Anmerkung: Die grobe Idee zu der Kernarbeit mit dem Weben kam vom Samhainritual 2012 des Sassafras Grove, ADF. Ich habe die Idee aufgegriffen und daraus ein Soloritual mit gallischem Hintergrund gemacht statt eines nordischen Gruppenrituals. Es lässt sich jedoch auch problemlos mit Kleingruppen abhalten. Die Texte, soweit nicht anders vermerkt, stammen aus meiner Feder. Texte, die ich sehr häufig in meinen Ritualen verwende, habe ich z.T. nur eingeleitet und dann mit … weitergeführt.

Euch allen ein wunderbares Samhain!

 

Eröffnung/Anlass

Dunkel ist es und kalt und ungemütlich.

In dieser Nacht, der Nacht von Samhain, stehe ich hier draußen zwischen den Jahren.

In dieser Nacht, in der die Schleier zwischen den Welten dünn sind, grüße ich meine Vorfahren.

Ich erinnere mich an die, die von uns gegangen sind und halte die Erinnerung an sie wach.

Ich lasse sie in meinem Herzen wieder lebendig werden.

Lied: Samhain (Lisa Thiel)

 

Reinigung

Möge ich rein sein … ( W. Ashton für SDF)

 

Mutter Erde begrüßen

Kühl streicht der Wind über meine Haut,

kühl streicht er über deine Haut, Mutter Erde.

Nebelschwaden hüllen dich ein

und verbergen dich oft vor meinem Blick.

Tautropfen glitzern auf den Spinnwebfäden,

die sich zwischen den Gräsern spannen,

die sich zwischen den Ästen spannen,

die sich zwischen mir und der Welt spannen:

Zeichen für das große Netz des Lebens,

in dem wir alle miteinander durch dich verbunden sind,

durch den Raum und durch die Zeit.

Nicht gefangen, nicht hilflos,

sondern als denkende, fühlende Wesen mit Verantwortung füreinander.

Halte mich, Mutter Erde,

sei mein Anker im Hier und Jetzt,

wenn sich die Schleier zwischen den Welten öffnen

und Zeit und Raum keine Rolle mehr spielen.

Amen!

 

Den Kosmos (wieder)erschaffen

Zu Beginn war das Urmeer, das große Nichts, voller Chaos, voller Potential.

Alles war möglich, weil nichts war. Und inmitten dieses Chaos verbanden sich einzelne Elemente miteinander und wurden zu Feuer und Eis.

Und aus Feuer und Eis wurde das Land, und über dem Land wölbte sich der Himmel, und auf dem Land wuchs der Weltenbaum, und verband Himmel und Erde miteinander. Und Leben wurde möglich.

Als sich Feuer und Eis verbanden, wurde der Kosmos geschaffen. Wie es damals geschah, so geschieht es auch heute:

Das Wasser umgibt mich,

Wasser der Flüsse, Seen und Meere, Regen vom Himmel und Grundwasser in den Tiefen der Unterwelt,

Quelle von Kreativität und Potential, fließe in mir!

Das Land erstreckt sich zu meinen Füßen,

Bietet Halt und Schutz

für die Wurzeln des Weltenbaums.

Heiliger Baum, wachse in mir!

Der Himmel wölbt sich über mir,und sein Feuer leuchtet mir zu: Sonne, Mond und Sterne strahlen über mir

Funke der Inspiration, springe auf mich über!

Oben und unten… (Ceisiwr Serith)

Ich öffne meine Augen und schaue mich um…. (Ceisiwr Serith)

 

Die Tore öffnen

Cernunnos, du. der zwischen den Welten wandert,

du, der trennt und verbindet,

du, der den Toten den Weg zur Küste weist:

Sei heute an meiner Seite, wenn ich die Tore öffne!

LIED: Cernunnos, öffne die Tore….

Cernunnos, ich bitte dich nun:

Nimm diese Kerze und verwandle sie!

Lass sie zum heiligen Feuer werden, Tor zum Himmel, Tor zu den Göttern!

Und nimm diese Muschel und verwandle sie!

Lass sie zur heiligen Quelle werden, Tor zur Unterwelt, Tor zu den Vorfahren!

Und nimm diesen Baum und verwandle ihn!

Lass ihn zum Weltenbaum werden, Tor in Mittelerde, Tor zu den Naturgeistern!

Durch deine und mit deiner Kraft und Magie:

Mögen die Tore sich öffnen!

 

Die Kindred einladen

Hallo, meine Vorfahren!

Ich denke an die, von denen ich abstamme, deren Gene ich teile.

Ich denke an die, die mir ein Vorbild geworden sind und denen ich nacheifere.

Ich denke an die, die meinem Herzen nahestehen.

Ich denke an die, die im Lauf der Jahrhunderte dieses Land, auf dem ich stehe, bevölkert haben.

So lange ich mich an euch erinnere, werdet ihr nicht vergessen sein.

Schön, dass ihr da seid. Ich möchte euch einladen:

Kommt zu mir an mein Feuer und feiert gemeinsam mit mir!

Teilt euer Wissen mit mir und nehmt dafür meine Geschenke an.

Lied: Ahnenruf (Wenn ich mich an euch erinnere…)

 

Hallo Geistervolk!

Ich höre euch im Rascheln der Blätter, im Summen der Bienen, im Gezwitscher der Vögel.

Ich sehe euch in den Steinen am Rand, im Schatten der Bäume, in den Farben der Blumen.

Ich spüre euch im sanften Windhauch auf meiner Haut, in den kühlen Regentropfen in meinen Haaren, im weichen Gras unter meinen Füßen.

Ich sehe euer Werk, doch euch selbst sehe ich nicht.

Dennoch seid ihr hier an meiner Seite, und ich möchte euch einladen:

Kommt zu mir an mein Feuer und feiert gemeinsam mit mir!

Teilt euer Wissen mit mir und nehmt dafür meine Geschenke an.

Lied: Fylgia

 

Hallo Götter und Göttinnen!

Ich sehe euch in dem Rhythmus der Jahreszeiten, im wiederkehrenden Auf- und Untergang der Sonne, in den Gesetzen, die ihr dem Kosmos gegeben habt, wodurch das Leben erst möglich wurde.

Ich höre von euch in den Bruchstücken der Mythen, die von euch geblieben sind, die euer Wirken wiedergeben.

Ich spüre euch in der Wärme eures Feuers, das alles ewiglich verwandelt, im Licht, das mir die Augen öffnet.

Ich grüße euch, Leuchtende, und ich möchte euch einladen:

Kommt zu mir an mein Feuer und feiert gemeinsam mit mir!

Teilt euer Wissen mit mir und nehmt dafür meine Geschenke an.

Lied: Shining Ones, we honor you (Luke Landry)

 

Götter des Anlasses

benötigt wird: Drei oder vier sich überkreuzende Holzstäbe oder Strohhalme, die in der Mitte fixiert sind, dazu Wollfäden

Matronen, Schicksalsweberinnen,

ich grüße euch und heiße euch an meinem Feuer herzlich willkommen.

Ihr, die uns durch den Alltag begleitet,

mit euch knüpfe ich heute das Netz stärker.

Dieses Band knüpfe ich für die Vergangenheit:

Ich blicke zurück, auf das was war,

auf eingeschlagene Wege,

auf genutzte und ungenutzte Möglichkeiten.

Ich blicke zurück zu meinen Vorfahren,

die mir den Weg bereitet

und meine Entscheidungen beeinflusst haben. (Band einweben)

Dieses Band knüpfe ich für die Gegenwart:

Ich stehe ständig am Scheideweg

und muss eine Entscheidung treffen.

Hier uns jetzt treffe ich eine Wahl.

Ich blicke zu den Geistern,

die Seite an Seite mit mir leben

und mit meinen Entscheidungen leben müssen. (Band anknoten und einweben)

Dieses Band knüpfe ich für die Zukunft:

Wohin mich dich Schritte lenken werden,

welche Möglichkeiten sich mir eröffnen,

das weiß ich noch nicht.

Ich blicke zu den Göttern,

auf deren Rat und Beistand ich vertraue,

damit ich gute Entscheidungen treffe. (Band anknoten und einweben)

 

Opfergebet

Lied: Sehet mich

Omen

Matronen,

ihr sitzt da und webt den Faden meines Lebens hinein in das große allumspannende Netz.

An diesem Punkt bitte ich euch:

Schenkt mir einen Blick durch eure Augen,

damit ich erkenne,

welche Botschaft ihr für mich bereithaltet.

 

Bitte um Segen/Heiligung des Segens

Ich bitte euch nun um euren Segen. In meinen Händen halte ich einen Kelch. Macht ihn zum Zentrum eurer Aufmerksamkeit und segnet seinen Inhalt. Ich fülle ihn mit Met. Füllt ihr ihn aus der Quelle der Inspiration, aus dem Horn der Fülle, aus dem Kessel der Vielfalt! Füllt ihn mit eurem Segen, damit die, die davon trinken, gesegnet sind mit Weisheit, Gesundheit und Wohlstand.

Der Segen der Götter – AWEN

Der Segen der Naturgeister – AWEN

Der Segen der Ahnen – AWEN

Der Segen der Kindred ruhe auf mir und in mir. Siehe, das Wasser des Lebens!

 

Bestätigung des Segens

Lied: Der Segen der Kindred wirke in mir

 

Kernarbeit

weitere Fäden einweben: Dieses Band knüpfe ich für meine Oma…(Name), die (Was verbindest du mit dieser Person?). Dieses Band knüpfe ich für meinen Sohn ….etc.

Lied dazu: We are the flow and we are the ebb, we are the weavers weaving the web (Reclaiming)

 

Verabschiedung

Dieses Netz wird mich in den kommenden Wochen begleiten und mich an meine Verbindung mit euch erinnern.

Für jetzt danke ich euch allen, dass ihr gekommen seid:

Götter, Geister und Vorfahren, auf Wiedersehen!

Matronen, danke für eure Unterstützung!

Für euch gilt: Bleibt, wenn ihr wollt und geht, wenn ihr müsst.

 

Schließen der Tore

Cernunnos, ich danke auch dir für deine Unterstützung,

und bitte dich ein letztes Mal um Hilfe, wenn ich nun die Tore schließe.

Lass das heilige Feuer wieder zur Flamme werden!

Lass die heilige Quelle wieder zur Wasserschale werden!

Lass den Weltenbaum wieder zum einfachen Baum werden!

Lass alles sein, wie es vorher war, bis auf die Magie, die hier geschah!

Durch deine und mit deiner Magie: Mögen die Tore sich schließen!

 

Verabschiedung von Mutter Erde

Was von dir kam, Mutter Erde,

kehrt irgendwann zu dir zurück.

Nie ist uns das so bewusst wie in dieser Zeit,

wenn die Welt um uns trüb und nass und neblig erscheint.

Vergänglich sind auch diese Dinge, die ich nicht benötigt habe.

Nimm sie von mir, Mutter Erde,

und nimm meinen Dank.

 

Beendigung des Rituals

Mein Ritual nähert sich dem Ende:

Ich habe meinen Bund mit den Kindred bestätigt und gefestigt.

Ich habe mich an meine Ahnen erinnert, daran, wo ich herkomme und mit wem ich verbunden bin.

Nun sind die Tore geschlossen:

Das heilige Feuer ist erloschen, doch in uns brennt es weiter.

Die heilige Quelle ist versiegt, doch in uns fließt sie ewig.

Der Weltenbaum mag schwanken, doch wir stehen stark und fest auf dieser Erde.

Unser Ritual ist beendet.

Amen!

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Die Sonne, der Frost und der Wind – ein Märchen aus dem Baltikum

16. Oktober 2017

Obwohl die Sonne so wichtig für die Menschen ist, war es doch der stürmische Donnergott, der von ihnen besonders verehrt wurde. Warum Perún, Perkunas etc. so wichtig war, davon verschafft uns dieses Märchen einen Eindruck…

 

Einmal, vor langer, langer Zeit, trafen sich an einem schönen Frühlingstag drei Götter: Die Sonnengöttin fuhr in ihrem Wagen spazieren, der Gott von Frost und Eis zählte seine Schneeflocken und der Sturmgott trieb fröhlich ein paar Wölkchen vor sich her. Sie begannen ein Gespräch über dies und das, und weil Götter nun mal so sind, kam das Gespräch bald darauf, wer von ihnen der der Größte sei und die meiste Macht habe.

Die Sonnengöttin schüttelte den Kopf, das ihre langen goldblonden Haare flogen: „Es ist doch völlig klar! Die Leute lieben mich: Ich bringe ihnen Wärme und Licht. Daher habe ich wohl die meiste Macht von uns dreien.“

Doch der Herrscher über den Frost lachte: „Wenn du dich da mal nicht täuschst. Sie mögen dich lieben, aber mich fürchten sie gewaltig. Wenn den Menschen erst die Kälte in die Glieder fährt, ist ihre Furcht groß. Darum bin ich eindeutig der Mächtigste von uns.“

„Nun ja“, warf der Windgott ein, der sich bislang zurückgehalten hatte. „Wisst ihr, eigentlich bin ich der mächtigste Gott von uns dreien.“

Da lachten Sonne und Frost ihn aus. „Du? Du willst der mächtigste Gott von uns sein? Das glaubst du doch selbst nicht!“ Und sie lachten, dass die Sonne rote Wangen bekam und dem Forst die Schneeflocken aus den Taschen fielen. Der Wind blieb aber ganz ruhig und lächelte fein.

„Warum gehen wir nicht hin und fragen die Menschen? Lasst uns einen Spaziergang über die Erde machen. Dann werden wir sehen, wer recht hat.“

Die beiden anderen fanden das eine hervorragende Idee und so machten sie sich auf den Weg.

Nach kurzer Zeit trafen sie auf einen Bauern, der von seinem Feld kam. Als er die drei Götter sah, verbeugte er sich tief.

Prompt begannen die Götter zu diskutieren.

„Seht ihr, er hat mich gegrüßt!“, behauptete die Sonne. „Sein Gruß galt mir, daher bin ich die Siegerin.“

„Nein, er hat mich gemeint.“, war der Frost überzeugt. „Er hat sich in meine Richtung verbeugt, daher bin ich der Gewinner.“

„Ihr täuscht euch beide, denn er hat mich gemeint.“, widersprach der Wind den beiden.

„Niemals!“, gaben die beiden anderen zurück.

Daraufhin eilte der Wind dem Bauern hinterher und sprach ihn an: „Du hast dich gerade verbeugt, aber vor wem von uns?“

„Na, vor euch, Herr Wind!“, entgegnete der Bauer sofort.

Hui, waren Sonne und Frost da sauer!

„Das gibt Ärger!“, versprach sie Sonne, sprang auf ihren Wagen und eilte davon.

„Na warte. Wenn erst der Winter kommt, wird die Menschheit schon sehen, was sie davon hat! Der Wind, also wirklich….“, tobte der Frost und verschwand ebenfalls.

Der Wind aber wartete, bis die beiden gegangen waren. Dann nickte er dem Bauern zu, dem die Angst ins Gesicht geschrieben stand.

„Mach dir keine Sorgen! Wenn du Hilfe brauchen solltest, dann ruf mich!“ Und mit diesen Worten ging auch er seines Weges.

Der Bauer bestellte seinen Felder, und das erste Grün spross wie erwartet. Es wurde Sommer, und eigentlich hätten die Felder nun etwas Wasser gebraucht. Stattdessen wurde es immer heißer und heißer, als die Sonne ihre Drohung wahr machte: Das Getreide auf den Feldern drohte zu vertrocknen, die Tiere litten Durst, und den Bauern überkam eine große Sorge um seine Ernte.

Da fiel ihm der Wind ein und er betete zu ihm: „Hilf mir, Wind!“

Und der Wind blies sich auf zu einem wahren Sturm, der die Hitze kühlte und Regenwolken an den Himmel brachte. Als die ersten Gewitter über das Land hereinbrachen, wusste der Bauer: Seine Ernte war gerettet!

Es kam der Herbst und es kam der Winter. Und er kam um zu bleiben. Es schien, als wolle die Kälte kein Ende nehmen. Langsam neigten sich die Vorräte dem Ende entgegen, und immer noch türmten sich die Schneeberge rund um den Bauernhof. Als der Bauer den letzten Arm voll Feuerholz ins Haus holte, erinnerte er sich wieder an den Wind und sagte: „Wind, wenn du helfen kannst, dann hilf uns bitte!“

In der Nacht wehte ein kräftiger Wind und blies die schneebringenden Wolken fort, und am nächsten Morgen hatte er sich in ein laues Lüftchen verwandelt, das den Frost um schmelzen brachte. Bald war die Macht des Winters gebrochen.

Da freuten sich der Bauer und seine Familie und feierten ein großes Fest zu Ehren des Windgotts.

Die Sonnengöttin und der Frostgott waren ab dem Tag aber deutlich freundlicher zum Windgott und mussten kleinlaut zugeben, dass er tatsächlich der mächtigste Gott unter ihnen war.

Bardische Inspiration

24. September 2017

In der Ritualgrundstruktur ist es kein verpflichteter Schritt. Gerade die Kreativen unter uns verbinden sich aber gerne auch mit einer bardischen Gottheit, um sich für das Ritual besonders inspirieren zu lassen.

Hier mal ein paar Beispiele:

I.

Der Klang deiner Harfe lockt uns an dein Feuer, Bragi!

Gerne lauschen wir dir und deinen Liedern!

Bringe auch unseren Geist zum Klingen,

lass uns den richtigen Ton finden!

Größter Barde in Odins Hallen:

Nimm diese Gabe von uns an!

 

II.

Dort am Fluss sitzt du, Saga,

Bewahrerin der Traditionen, Hüterin des alten Erbes!

Dort am Fluss sitzt du

und teilst deinen Becher Met mit Odin.

Wir bitten dich, Saga,

teile auch mit uns deinen Met und deine Geschichten:

Inspiriere uns, damit wir das alte Wissen weitertragen können!

 

III.

Cerridwen,

Hüterin des Kessels,

zu dir rufen wir:

Öffne unseren Geist für deinen Segen,

teile mit uns, was dein Kessel an Inspiration und Weisheit bereithält,

damit wir unsere Worte weise wählen!

Cerridwen, wir bitten dich um dein AWEN!

 

IV.

Dreifaltige Brighid,

Hüterin des Feuers,

dies ist es, worum ich dich bitte:

Dein Feuer in meinen Kopf – um meine Gedanken zu formen!

Dein Feuer in mein Herz – um meine Gefühle zu formen!

Dein Feuer in meinen Mund – um Gedanken und Gefühle in die richtigen Worte zu fassen,

damit meine Rede wahr ist und die Botschaft gehört wird!

 

V.

Sei gegrüßt, Brighid,

Göttin der Dichtkunst!

Wir entfachen ein Feuer in unserer Mitte.

Wecke du in uns den Funken der Inspiration!

Lass uns die richtigen Worte finden,

entfache unsere Glut der Begeisterung!

 

Ogmios, Oghma, Odin, Apollo, Lugh etc. wären weitere Beispiele für Gottheiten mit bardischem Fokus, die man anrufen könnte.