Ostara-Ritual 2018 – Nerthus

18. März 2018
  1. Eröffnung: Zwischen Licht und Dunkel stehe ich, im Scheitelpunkt der Waage, und halte das Gleichgewicht.

    Heute ist der Tag, an dem wir aus der Zeit der Kälte heraustreten

    und den sonnigeren Tagen entgegen schreiten.

    Die Erde ist erwacht,

    und es ist schon deutlich länger hell als noch vor wenigen Wochen.

    Überall zeigen sich Spuren neuen Lebens,

    Zeichen für den Neubeginn,

    Hinweise darauf, dass das Rad des Jahres sich weiterdreht.

    Hier stehe ich,

    allein, doch umgeben von der wiedergeborenen Natur,

    und durch sie verbunden mit vielen anderen.

  2. Reinigung
  3. Mutter Erde grüßen: Wir stehen überwältigt vor deiner Pracht, die sich gerade Bahn bricht,Mutter Erde,die Fülle des neuen Lebens,

    die unsere Sinne erfüllt mit Düften und Farben.

    Erde im Wandel, sich immer wieder verändernd,

    immer wieder erneuernd und doch unser fester Ruhepunkt:

    Erde im Gleichgewicht,

    uns immer wieder verankernd im Hier und Jetzt, im Leben und im Ritual.

    Amen!

  4. Bitte um Inspiration: Lied: Anrufung zu Ogmios
  5. Begründung: Ich bin hier, um heute, wenn Tag und Nacht gleich lang sind, das Fest des neu erwachten Lebens zu feiern,meinen Bund mit den Kindred zu bestätigen und zu festigen,

    ganz besonders aber mit Nerthus.

  6. Den Kosmos wiedererschaffen
  7. Die Tore öffnen
  8. Die Kindred einladen
  9. Hauptopfer: Alles hat seine Zeit:Es gibt eine Zeit des Erntens und eine Zeit des Säens.Es gibt eine Zeit des Sonnenscheins und eine Zeit des Regens.

    Es gibt eine Zeit des Reifens und eine Zeit des Wachsens.

    Es gibt eine Zeit des Ruhens und eine Zeit des Arbeitens.

    Es gibt eine Zeit um Bilanz zu ziehen und eine Zeit des Planens.

    Es gibt eine Zeit des Dankens und eine Zeit des Bittens.

    Diese Zeit ist nun gekommen.

    Nerthus, Erdgöttin,

    ich grüße dich und heiße dich an diesem Frühlingstag willkommen.

    Heute, wenn Tag und Nacht gleich lang sind, bitte ich dich:

    Fahr mit deinem Wagen aus und bring uns die Tage des Planens, des Säens und des Wachsens.

    Schenk der Erde deinen Frieden, damit unsere Saat auch die Zeit hat zu wachsen und zu reifen.

    Lehre mich dein Wissen,

    Nerthus, Herta, Jörd,

    und nimm dafür meine Geschenke an!

  10. Opfergebet  Lied: Sehet mich
  11. Omen
  12. Bitte um Segen/Heiligung:   Ich habe meine Geschenke überbracht, wie viele andere vor mir.Und wie ihnen wird mir im Gegenzug ein Geschenk gemacht.Kindred,

    nehmt diesen Kelch und segnet seinen Inhalt:

    Macht ihn zum Wasser aus den Tiefen der Erde und zum Regen, der vom Himmel fällt.

    Füllt ihn aus der Quelle der Inspiration, damit die, die davon trinken,

    gesegnet sind mit Gesundheit, Weisheit und Wohlstand!

    Der Segen der Kindred ruhe auf mir und in mir!

Awen-Awen-Awen

Siehe, das Wasser das Lebens!

  1. Annahme des Segens:   Der Segen der Kindred erfüllt meinen Körper, meinen Geist und meine Seele:Möge ich wie das Erdreich sein: Bereit zum Umgraben und das neue Leben willkommen heißend!Möge ich wie die Knospe sein: Mein Potential erkennend und in Farben explodierend!

    Möge ich wie der Fluss sein: Das neue Wasser aufnehmend und mit Kraft vorwärts strebend!

    Möge ich wie die Sonne sein: In den Frühling wandernd und der Welt das Licht bringend!

    (nach Theo Bishop, SDF)

  1. Kernarbeit: vorbereitet: eine Schale mit Sand oder Erde, die mit Erde aus dem Garten gemischt wird, ein Rest des Segens aus dem Kelch, ggf. eine kleine Schaufel

vor dem Sprechen kleine Meditation zur Erde durchführen, was bedeutet dieser Segen speziell für mich?

Vor mir steht eine Schale mit Erde aus meinem Garten,

Erde, in die ich in den nächsten Tagen und Wochen säen und pflanzen möchte.

Den Segen der Nerthus rufe ich in jedes einzelne Sandkorn:

Reck dich und streck dich, Erde,

und heiße das neue Leben willkommen.

Den Segen der Nerthus rufe ich in jedes einzelne Sandkorn:

Wo du auch hinfällst: Sei fruchtbar

und bereichere den Boden.

Den Segen der Nerthus rufe ich in jedes einzelne Sandkorn:

Schenk der Welt deine Frieden,

damit die Saat aufgehen und reifen kann,

damit die Zukunft eine Chance hat.

Jeweils einen kleinen Schluck des Kelchinhalts auf die Erde gießen, anschließend gut vermengen. In einer (Solo)prozession durch den Garten gehen und die Erde überall verteilen – kann auch zu einem späteren Zeitpunkt passieren.

  1. Dank und Verabschiedung
  2. Die Tore schließen
  3. Mutter Erde danken: Mutter Erde,du ewige Verwandlungskünstlerin!Aus weiß, schwarz und braun der kalten Jahreszeit verwandelst du dich

    in ein Kaleidoskop von Farben.

    Und doch bist du immer du,

    Mutter Erde,

    und hältst die Welt im Gleichgewicht.

    Auch in diesem Ritual warst du für uns da,

    und dafür danken wir dir.

    Nimm, was wir nicht gebraucht haben,

    mache es zu einem Teil der Wandlung.

  4. Beendigung des Rituals:   Lied: März, der lässt die Bäche springen

 One Comment

  1. birgit

    Das Omen vom 18.03. war:
    Gebo – Wunjo – Eihwaz

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.