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Bardic Challenge Januar 2020: Eine Wetter-Meditation

28. Januar 2020

Setz oder leg dich hin, so, wie es für dich bequem ist. Vielleicht magst du dich zudecken und ein Kissen unter Kopf oder Knie legen.

Atme ein paar Mal ein und aus und fühle, wie du mit jedem Atemzug etwas Anspannung loslässt.

Dann schließe deine Augen. Atme ruhig weiter… Deine Arme werden schwer… Deine Beine werden schwer… Dein Atem geht ganz tief und ruhig…. Deine Wirbelsäule schmiegt sich an den Untergrund… Dein Kopf wird immer schwerer…. In Gedanken entfernst du dich mit jedem Atemzug ein Stückchen aus deiner Umgebung….

Stell dir vor, du sitzt an einer geschützten Stelle in den Dünen. Es ist Ebbe, und das Meer hat sich weit zurückgezogen, aber du hört das Kommen und Gehen der Wellen, ein konstantes Rauschen, wie ein langsamer Puls. Der Sand unter dir ist lauwarm und weich, um dich herum raschelt leise das Dünengras. Du fühlst dich wohl und sicher hier in deinem Nest.

Ein leichter, lauwarmer Wind weht. Er bringt den Geruch von Frühling mit sich, taunasses Gras und ein Hauch von Blütenduft. Möwen kreischen hoch am Himmel. Die Sonne scheint mild und wärmt deine Haut. Ihre Strahlen kitzeln dich ein wenig in der Nase. Über dir ziehen weiße Wölkchen ihre Bahn….

In der Ferne ziehen graue Wolken auf. Der Wind nimmt zu und treibt sie heran. Es beginnt zu regnen, leicht nur. Der Regen ist nicht kalt. Ein Donnern ist zu hören, gefolgt von einem Blitz, der den Himmel teilt. Das Meer ist grau geworden, aber du liegst sicher und geschützt in deinem Dünennest und betrachtest das Schauspiel am Himmel…. Das Gewitter zieht über dich hinweg, der Regen ebbt ab und die Sonne kommt wieder zum Vorschein….

Sie wärmt deine nasse Haut, sie trocknet deine Kleidung und deine Haare. Es wird immer wärmer…. Der Wind hat aufgehört, und deine Umgebung beginnt zu dampfen, als die Feuchtigkeit verdunstet. Das Dünengras raschelt und knistert in der Hitze, und ein Duft von Heu, Algen und Salz liegt in der Luft…. Unten am Strand hat jemand ein Lagerfeuer angezündet. Der Geruch von Rauch treibt zu dir hinüber. Es wird immer heißer. Bald musst du aus der Sonne gehen…

Doch als du schon bereit bist, dein Nest zu verlassen, kühlt es wieder ab und der Wind kehrt zurück. Er vertreibt die Gluthitze. Am Himmel erscheinen bunte Drachen, die Leute am Strand steigen lassen. Sie tanzen im Wind auf und ab, und das Knattern ihrer Bänder tönt bis zu dir…

Die Sonne hat an Kraft verloren, rot goldene Strahlen bringen deine Umgebung zum Leuchten, als sie sich dem Horizont nähert…

Im Osten zieht es sich zu. Eine dunkle Wolkenwand schiebt sich über den Himmel und bringt die letzten Sonnenstrahlen zum Verglühen. Auch die Drachen sind verschwunden… Es wird kühl, und als der Regen einsetzt, ist es kein freundlicher warmer Frühlingsregen, sondern er prasselt auch dich in dicken, kalten, harten Tropfen herab. Die Tropfen hinterlassen kleine Kuhlen im Sand… Du rollst dich zusammen in deinem Dünennest und verschmilzt mit dem Untergrund. Hier bist du sicher und geschützt. Du fühlst dich wohl. Die Tropfen sind wie eine Massage. Der Sand um dich herum saugt den Regen gierig auf, dankbar für die Erfrischung nach der Sommerhitze….

Auch der Wind wird immer stärker. Er entwickelt sich zu einem richtigen Sturm. Der Sturm füllt die Luft mit feinem Sand, aber er pustet dir auch den Kopf frei. Du kuschelst dich in tiefer in dein Dünennest. Hier kann dir das Unwetter nichts anhaben…

Irgendwann hört der Regen auf, aber es bleibt kühl. Dünne Nebelschleier ziehen über dem Meer auf. Deine Umgebung verschwimmt in weichen Grautönen. Geräusche dringen an dein Ohr wie durch Watte. Nichts kann dich belasten…

Der Nebel verzieht sich, aber es wird kälter, und mit der Kälte kommt der Schnee. In weichen Flocken fällt er vom Himmel und bedeckt die Dünen mit einer dünnen Schicht. Wie eine sanfte Decke legt er sich auf dich, hüllt dich ein in einen weißen Kokon. Das Dünengras ist mit Raureif überzogen. Es glitzert im Licht der Morgensonne, die ihre dünnen Strahlen vorsichtig über den Horizont schiebt. Die Luft riecht sauber und kalt. In deinem Dünennest fühlst du dich geschützt und sicher. Die Kälte kann dir nichts anhaben, genauso wenig wie der Erde unter dir.…

Die Sonne steigt höher und bringt das Eis langsam zum Schmelzen. Von dem langen Halm neben dir tropft es plopp, plopp, plopp… Du spürst, wie der Schnee auf dir ebenfalls verschwindet… Die Wärme lockt junge Triebe von Dünengras aus dem Boden. Ihre zarten Spitzen lugen um dich herum hervor. Bald werden sie das vertrocknete Gras vom letzten Jahr ersetzen.

Auch du spürst, wie dein Körper sich unter den wärmenden Sonnenstrahlen regt. Du atmest einmal tief ein und aus und streckst deine Arme und Beine… Du atmest noch einmal tief ein und aus und verabschiedest dich von deinem kuscheligen Platz in den Dünen….. Du atmest ein drittes Mal tief ein uns aus und öffnest die Augen… Du bist wieder voll und ganz in der Realität angekommen und fühlst dich frisch und erholt.

Prayer a day 2019: Gebet zu den leiblichen Vorfahren

15. November 2019

Gebet zu den leiblichen Vorfahren

Ein Grab auf dem Friedhof,

eine Urne mit Asche,

das ist es, was von euren Körpern übrig geblieben ist.

Euer Lachen, eure Umarmungen,

eure Geschichten über das, was ihr erlebt habt,

die Zeit, in der ihr gelebt habt,

die Erfahrungen, im Guten wie im Schlechten, die ihr gemacht habt,

die Gegenstände, die ihr benutzt oder sogar selbst hergestellt habt,

das ist es, was von eurem Geist übrig geblieben ist.

Heute grüße ich meine leiblichen Vorfahren,

die, deren Gene ich teile, deren Blut durch meine Adern fließt.

Meine Erinnerungen an euch sind ein Teil von mir.

So teilt ihr euer Wissen mit mir,

helft mir auf meinem Weg voran.

Nehmt im Gegenzug das Wissen, dass ihr nicht in Vergessenheit geratet!

In English:

A prayer to my biological ancestors

A grave on a cemetry,

an urn with ashes,

that is what is left of your bodies.

Your laughter, your hugs,

your stories about what happened to you,

the time you lived in,

the experiences you made, good or bad,

the things you used or even created yourself,

that is what is left of your spirit.

Today I greet my biological ancestors,

you, whose DNA I share, whose blood rushes through my veins.

My memories of you are part of me.

That is how you share your knowledge with me,

help me along on my way.

Take the knowledge that you will not be forgotten in return!

Prayer a day 2019: Fliegenpilz

15. November 2019

Fliegenpilz

Im Wald sehe ich dich, unter lichtem Gehölz,

und es zaubert ein Lächeln auf mein Gesicht.

Kleiner Freund in Rot mit weißen Tupfen:

Wie gefährlich du auch sein magst,

so bringst du uns doch das Glück ins Haus,

wenn das neue Jahr beginnt.

Und ich denke: Alles hat zwei Seiten.

Fly agaric

I see you in the forest, on a spot of shrubbery,

and it puts a smile on my face.

Little red friend with white spots:

Dangerous you may be,

but still you bring the luck to our houses

when the new year begins.

And I think: Everything has two sides.

Prayer a day 2019: Zukunft

15. November 2019

Was für ein fantastischer Baum,

denke ich und staune,

in welchen Winkeln seine vielen Äste sich krümmen.

Sein Weg war nicht immer gerade und zielstrebig,

viele Steine wurden ihm in den Weg gelegt.

Doch gerade das ist es, was ihn heute noch

so beeindruckend und einzigartig macht.

Wenn ich in dreißig Jahren auf mein Leben zurückblicke,

wie werden dann wohl die Äste meines Baumes aussehen?

In English:

What a fantastic tree,

I think and marvel

in which angles his many branches curve.

His way hasn‘t always been direct and easy,

often his passage has been obstructed.

But it is just that what makes him

impressive and unique today.

When I will look back in thirty years,

how will the branches of my tree look like?

Prayer a day 2019: Mauern

9. November 2019

Walls

They rise high, threatening, bone-crushing

Keeping in, keeping out.

Walls between countries.

Walls in heads.

Walls in hearts.

For your own protection, they say,

meaning:

Because we are not sure,

because we lack trust,

in you and in ourselves.

For your own protection, they say,

meaning:

Because we are afraid of

what we don‘t know

what looks different

what thinks and talks not like us.

For your own protection, they say,

meaning:

For OUR own protection,

so we don‘t have to think,

don‘t have to learn something new,

don‘t have to compete.

Tear down those walls!

But carefully, without violence.

Let them disappear stone by stone,

allowing peaks through holes into the wide world.

Build bridges of them,

creating connections,

so that one day

you and I

will be able to walk across a world without walls.

Das Buch der Toten

8. November 2019

Woher ich diese Idee habe, weiß ich ehrlich gesagt nicht mehr. Es ist jedenfalls nicht auf meinem Mist gewachsen, aber ich nutze das Konzept seit einiger Zeit.

Im Laufe des Jahres notiere ich mir, wenn jemand in meinem Umfeld stirbt, den Namen, und was er für mich bedeutet hat. In den Tagen vor Samhain setze ich mich auch noch einmal mit meinen übrigen Ahnen des Herzens und des Geistes auseinander: Wer ist noch immer mein Held, mein persönliches Vorbild? Und warum?

Daraus stelle ich eine Liste zusammen mit allen Vorfahren, derer ich gedenken möchte.

In diesem Jahr haben wir Schwimmkerzen entzündet (Tipp: Besorgt euch die im Sommer! Im Oktober kriegt man die kaum noch, weil es Saisonware ist.) Bei jeder Kerze habe ich einen Namen genannt und die Bedeutung dieser Person für mich.

Also z.B.: Diese Kerze entzünde ich für Anne Schmitt, weil sie mir von Anfang an eine gute Nachbarin war. Diese Kerze entzünde ich für Eric Canali, der mir ein Vorbild inspirituellen Dingen ist….

Im nächsten Jahr beginne ich mit dieser Liste als Grundlage. Unter Umständen kann das Ritual dadurch sehr lang werden, aber hey, das ist es wert.

Samhain-Ritual 2019

8. November 2019

Dieses Samhainritual war insofern etwas Besonderes, weil ich diesmal nicht allein, sondern gemeinsam mit meinen Eltern und Schwestern gefeiert habe, allesamt katholisch und in der Kirche engagiert.

Für die meisten von ihnen war es das erste Mal, dass sie einen Einblick in meinen Glauben bekommen haben. Ich habe das Ritual bewusst so gestaltet, dass es sehr persönlich ist und jeder sich mit einbezogen fühlt in die Kernarbeit. Jeder sollte vorab einen Brief an einen Verstorbenen schreiben, der ihm viel bedeutet hat bzw. dem er noch etwas sagen wollte. Die Briefe wurden nicht vorgelesen, sondern in einen Briefumschlag mit etwas Räucherwerk gepackt und verschlossen.

Es war ein wunderbares Ritual, das mich noch lange beschäftigt hat. Viele Erinnerungen sind hochgekommen, bei uns allen, und so sollte es auch sein.

Lied: Kommt zum Hain

Eröffnung/Anlass

Dunkel ist es und kalt und ungemütlich. In dieser Nacht, der Nacht von Samhain, stehe ich hier draußen zwischen den Jahren. In dieser Nacht, in der die Schleier zwischen den Welten dünn sind, grüße ich meine Vorfahren. Ich erinnere mich an die, die von uns gegangen sind und halte die Erinnerung an sie wach. Ich lasse sie in meinem Herzen wieder lebendig werden.

REINIGUNG

Mutter Erde begrüßen

Kühl streicht der Wind über meine Haut, kühl streicht er über deine Haut, Mutter Erde. Nebelschwaden hüllen dich ein und verbergen dich oft vor meinem Blick.

Tautropfen glitzern auf den Spinnwebfäden, die sich zwischen den Gräsern spannen,

die sich zwischen den Ästen spannen, die sich zwischen mir und der Welt spannen:

Zeichen für das große Netz des Lebens, in dem wir alle miteinander durch dich verbunden sind, durch den Raum und durch die Zeit.

Nicht gefangen, nicht hilflos, sondern als denkende, fühlende Wesen mit Verantwortung füreinander.

Halte mich, Mutter Erde, sei mein Anker im Hier und Jetzt, wenn sich die Schleier zwischen den Welten öffnen und Zeit und Raum keine Rolle mehr spielen. Amen!

KOSMOS

Lied: Himmel über mir

Torhüter/Tore öffnen

KINDRED EINLADEN

Ehrengast

Nehalennia,

du wachst über die Fracht, und sorgst dafür, dass sie sicher ihr Ziel erreicht.

Die meiste Zeit über handelt es sich um irgendwelche Güter,

aber manchmal handelt es sich dabei um Seelen,

die auf dem Weg in die Anderswelt ihrer Wahl sind.

Du geleitest sie über Wellen und Wogen,

durch die Schleier hindurch und über den Regenbogen,

bis sie das andere Ufer erreichen

und ihren Platz einnehmen können, ob in der Unterwelt, auf den Inseln im Westen oder im Himmel.

Dich begrüßen wir heute als unsere Fährfrau.

Wenn wir deine Dienste auch nicht persönlich benötigen,

so ehren wir dich doch als Führerin der Toten.

Opfergebet

Lied: Sehet mich

OMEN

BITTE UM SEGEN/HEILIGUNG

Instrumental: Southwind

Kernarbeit:

(vorbereitete Briefumschläge mit Räucherwerk bereitlegen, große flache Schale(Quelle) und Schwimmkerzen, Feuerzeug)

Heute erinnern wir uns an die, die uns vorausgegangen sind, unsere Vorfahren. Nicht nur die leiblichen Vorfahren, sondern auch die, die uns ein Vorbild waren, unsere persönlichen Helden, und die, die uns ans Herz gewachsen sind. Wir reichen durch die Schleier zwischen den Welten hindurch und grüßen euch.

Für manche von euch haben wir noch eine persönliche Botschaft, etwas, das wir euch noch sagen wollten.

Euch alle haben wir nicht vergessen, und ihr ihr werdet auch nicht in Vergessenheit geraten, so lange wir uns an euch erinnern können, an eure Erlebnisse, an eure Geschichten, an das, was ihr für uns bedeutet habt.

(Hinweis an die Gruppe)

Ich bitte euch nun, eure Briefe nacheinander ins Feuer zu werfen und zu sagen, für wen dieser Brief bestimmt ist. Wer mag, kann sich daran anschließen, und etwas erzählen, was er mit demjenigen verbindet.

Für die Vorfahren, an die wir uns erinnern wollen, aber ohne einen persönlichen Brief, zünden wir eine Schwimmkerze an. Ihr seid eingeladen, alle zu nennen, die euch wichtig sind.

(Das Buch der Toten 2019 verlesen)

anschließend: Möge die Straße (Lied)

DANK UND VERABSCHIEDUNG

TORE SCHLIEßEN

Verabschiedung von Mutter Erde

Was von dir kam, Mutter Erde, kehrt irgendwann zu dir zurück.

Nie ist uns das so bewusst wie in dieser Zeit, wenn die Welt um uns trüb und nass und neblig erscheint.

Vergänglich sind auch diese Dinge, die ich nicht benötigt habe.

Nimm sie von mir, Mutter Erde, und nimm meinen Dank.

Beendigung des Rituals

Mein Ritual nähert sich dem Ende:

Ich habe meinen Bund mit den Kindred bestätigt und gefestigt.

Ich habe mich an meine Ahnen erinnert, daran, wo ich herkomme und mit wem ich verbunden bin. Nun sind die Tore geschlossen: Das heilige Feuer ist erloschen, doch in uns brennt es weiter. Die heilige Quelle ist versiegt, doch in uns fließt sie ewig. Der Weltenbaum mag schwanken, doch wir stehen stark und fest auf dieser Erde.

Unser Ritual ist beendet. Amen!

Lied: Wenn wir nun gehen

Prayer a day 2019: Kerzengebet

8. November 2019

A candle prayer

This candle burns for someone who is important for me.

Her light shines for that one in difficult times and at dark places.

Her warmth surrounds her, when there is nobody around to hug that person.

Her mass dwindles for that one when this person needs strength urgently.

This candle burns for someone I can‘t support otherwise.

Prayer a day 2019: Eine Wiedererschaffung des Kosmos

7. November 2019

Aus unbekannten Gründen lässt sich die dazugehörige Gebetskarte nicht hochladen. Daher die reine Textversion.

Eine (Wieder)erschaffung des Kosmos

Hier stehe ich und frage:

Wer bin ich? Woher komme ich? Wohin gehe ich?

Und um mich herum und in mir selbst forme ich den Kosmos:

Das Land unter meinen Füßen, das mich trägt.

Und über mir den Himmel, voller brennender Gestirne:

Die Sonne,

lebenspendend, wärmend, Funke der Transformation

und Mond und Sterne, Lichter in der Dunkelheit,

Bewahrer von Geschichten und alten Mythen.

Und um mich das Wasser:

Das Meer, das an die Ufer rollt,

und die Flüsse, die das Land durchziehen,

die Erinnerungen mit sich tragend,

lebenserhaltend, erneuernd, reinigend.

Und dazwischen den Weltenbaum,

beides miteinander verbindend,

der das Gewebe des Universums durchbricht

und so Orientierung ermöglicht.

Heiliges Feuer, brenne in mir!

Heilige Quelle, fließe in mir!

Heiliger Baum, wachse in mir!

A recreation of Cosmos

Here I stand and ask myself:

Who am I? Whre do I come from? Where will I go?

And so I shape the cosmos in me and around me:

The land under my feet, that is carrying me.

And above me the sky, full of burning celestial bodies:

The sun,

life giving, warming, spark of transformation,

and moon and stars, lights in the darkness,

keepers of stories and ancient myths.

And around me the water:

The sea, rolling onto the beaches,

and the rivers, crossing the country,

who carry the memories with them,

life supporting, renewing, cleansing.

And between both the world tree,

connecting them,

breaking through the texture of the universe

and thus making orientation possible.

Sacred fire, burn within me!

Sacred well, flow within me!

Sacred tree, grow within me!