Impressionen aus Xanten

28. Juli 2017

Impressions from Xanten, Colonia Ulpia Traiana:

Hier sind einige Fotos aus Xanten, unserer Nachbarstadt, genauer gesagt aus dem Archäologischen Park APX. Als Schulkind bin ich gefühlt jedes zweite Jahr dort gewesen. Schon damals war der Park beeindruckend. Aber seitdem hat sich wirklich viel getan und ist für Heiden und Nichtheiden gleichermaßen ein tolles Ausflugsziel!

 

Der Hafentempel, in Ansätzen rekonstruiert

Niemand weiß, welche Götter hier konkret verehrt wurden.

Harbor temple, partly reconstructed, and well enough to give you a feeling of how it must have been there in those days

Nobody knows which gods have been honored here.

 

Die Arena/Das Amphitheather mit dem Kran

 

The Arena with a reconstructed crane

I have been to some open air concerts here years ago.

 

 

 

 

 

Ein Weihestein für Mars Camulus, nur eine Kopie. Das Original steht in der Kirche in Kleve-Rindern und wird dort als Altar benutzt.

(https://de.wikipedia.org/wiki/Rindern#/media/File:Mars_camulus.jpg )

A copy of a memorial stone for Mars Camulus, only a copy. The original can be seen in a church in Kleve-Rindern, where it is still in use – as the altar! (see link above)

 

Blick von der Arena aus über den Park. Die Rasenflächen waren ursprünglich alle bebautes Gebiet. Im Hintergrund sieht man den Wohnkomplex mit Herberge/Restaurant und Werkstätten, links daneben eine Ausgrabungsstätte.

View from the arena. All lawn parts were originally covered by buildings. The building in the background is a reconstructed house with family rooms, working places and a Roman restaurant.

 

Ein Lararium, ein Schrein für die Hausgötter und Geister – im Museum

 

A Lararium shown in the museum

 

 

 

 

ein anderes Lararium aus dem Hof der Taverne

 

another example from the restaurant complex

Statue von Minerva als Denkerin – im Museum

 

statue of Minverva as a thinker – shown in the museum

 

 

 

 

 

eine Ritualkrone

 

a crown probably used for ritual purposes

 

 

etwas profaner: ein römisches Schlafzimmer

 

slightly more profane: a Roman sleeping room

 

 

 

 

An der Arena stand vermutlich ein Schrein für Nemesis (untere Plakette). Die beiden anderen Exemplare stammen aus Österreich.

There was probably a Nemesis shrine at the arena (lower picture). The other two are from Austria.

 

Einer der rekonsturierten Grabsteine an einer der Ausfallstraßen. Soviel zum Thema ‚klassisch weiß‘. Die Römer standen auf knallbunt.

One of the reconstructed tombstones along the roads outside the city. So much for ‚classical white‘. Romans loved technicolor.

 

 

 

 

Neben den hier gezeigten Tempeln gab es auch das Kapitol (wovon nichts mehr zu sehen ist) und einen Matronentempel außerhalb des Parkgeländes. Dort finden sich Fundamente. Leider (aber verständlicherweise) sind sie großräumig eingezäunt. In Kalkar, zwischen Xanten und Goch, gab es oben auf dem Monreberg ein Heiligtum für Vagdavercustis. Nach dem Ende der Ausgrabung wurden die Funde wieder zugeschüttet.

The was also a capitol, but nothing is left of it, and a temple for the Matronae, in Gaulish-Roman style, outside of the park area. There are some fundaments. Unfortunately (but understandable) there is a big fence around the area, so you can’t go close.

Between Xanten and Goch, on Monreberg in Kalkar, was a temple for Vagdavercustis. After the axcavations were finished everything was buried again. Military people might know Kalkar because it’s the seat of Combined Air Operations Center.

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Mittsommer-Soloritual 2017

25. Juni 2017

Eröffnung

Dies ist der längste Tag,

und ich bade in deinem Licht, Sonne,

ich lasse mich einhüllen von deinen warmen Strahlen,

mit jeder Pore sauge ich deine Energie in mich auf

und speichere die Erinnerung an diese Tage für eine Zeit,

wenn dein Licht und deine Wärme an Kraft verloren haben.

Jetzt bist du auf dem Höhepunkt deiner Macht,

aber das Rad dreht sich beständig,

und so ist im Höhepunkt auch der Tiefpunkt,

im Leben auch der Tod vorweggenommen.

Reinigung

Die rechte Hand ins Wasser tauchen und die Stirn berühren:

Möge ich rein sein, damit ich die Grenzen überschreiten kann.

Die rechte Hand ins Wasser tauchen und die Lippen berühren:

Möge ich die Grenzen überschreiten, um dem Heiligen zu begegnen.

Die rechte Hand ins Wasser tauchen und das Herz berühren:

Möge ich dem Heiligen begegnen, um in allen Dingen gesegnet zu sein.

(Ceisiwr Serith, Ü: B.R:)

(mit Wasser aus der Quelle und Weihrauch)

Durch die Kraft des Wassers und den Rauch des Feuers:

Dieser Schrein ist hehr und heilig!

(Ian Corrigan, Ü: Ella Lassair)

Mutter Erde grüßen

Auf dem Feld vor meinem Haus wiegen sich die Ähren im leichten Wind,

so als ob du dein goldbraunes Haar für mich schüttelst.

In dieser Zeit, wo die Kraft der Sonne am stärksten ist, bietest du uns Halt,

Mutter Erde,

einen Moment des Atemholens zwischen Säen und Ernten.

Schenke mir auch in diesem Ritual die Gewissheit,

festen Boden unter den Füßen zu haben,

so wie du es immer tust.

Amen!

Den Kosmos wieder erschaffen

Lied: Göttlicher Funke (Ein Kosmos-Lied)

Wasser der Tiefe, schöpferischer Weisheit, Heilige Quelle, komm

und fließe in mir, und fließe in mir!

Göttlicher Funke, Funke des Lebens, Licht des Himmels, komm

und brenne in mir, und brenne in mir!

Heiliger Baum, du Achse der Welten, tief verwurzelt und hoch gekrönt:

Komm, wachse in mir, komm, wachse in mir!

Heilige Mitte, neu geschaffen, hier an diesem heilige Ort:

Seit Tor und Tür mich mich jetzt und hier!

Oben und unten,

und ich dazwischen.

Um mich und in mir,

und ich in der Mitte.

Davor und danach,

und ich jetzt.

Ich öffne meine Augen und schaue mich um,

und sehe das Heilige mitten unter uns

und sehe mich in der Mitte des Heiligen.

(beides: Ceisiwr Serith., A Book of Pagan Prayer, Ü: B.R.)

Die Tore öffnen

Cernunnos,

du, der zwischen den Dingen sitzt,

du, der trennt, was getrennt werden soll,

du, der verbindet, was zusammengehört,

Herr der wilden ungezähmten Natur,

ich grüße dich heute, an diesem längsten Tag des Jahres!

Hier stehe ich, im Zentrum aller Dinge und bitte dich:

Vereine deine Magie mit der meinen, wenn ich nun die Tore öffne!

Schütze mich, wenn ich auf fremden Pfaden wandle

und sei als Vermittler an meiner Seite, wenn ich mich mit den Kindred treffe!

Diese Gabe, Cernunnos, ist für dich:

(Opfergabe bringen)

Nimm diese/n (Symbol für die Quelle) und lass sie zur Quelle werden,

zum Tor, das uns mit den Vorfahren verbindet.

Nimm diese Flamme und lass sie zum heiligen Feuer werden,

zum Tor, das uns mit den Göttern verbindet.

Und nimm diesen Baum und lass ihn zum Weltenbaum werden,

zum Tor, das uns mit den Naturgeistern verbindet.

Durch deine und mit deiner Kraft und Magie: Mögen die Tore sich öffnen!

Lied: Cernunnos, öffne die Tore

Die Kindred einladen

Hallo, meine Vorfahren!

Ich denke an die, von denen ich abstamme, deren Gene ich teile.

Ich denke an die, die mir ein Vorbild geworden sind und denen ich nacheifere.

Ich denke an die, die meinem Herzen nahestehen.

Ich denke an die, die im Lauf der Jahrhunderte dieses Land, auf dem ich stehe, bevölkert haben.

So lange ich mich an euch erinnere, werdet ihr nicht vergessen sein.

Schön, dass ihr da seid. Ich möchte euch einladen:

Kommt zu mir an mein Feuer und feiert gemeinsam mit mir!

Teilt euer Wissen mit mir und nehmt dafür meine Geschenke an.

(Opfergabe)

Hallo Geistervolk!

Ich höre euch im Rascheln der Blätter, im Summen der Bienen, im Gezwitscher der Vögel.

Ich sehe euch in den Steinen am Rand, im Schatten der Bäume, in den Farben die Bienen.

Ich spüre euch im sanften Windhauch auf meiner Haut, in den kühlen Regentropfen in meinen Haaren, im weichen Gras unter meinen Füßen.

Ich sehe euer Werk, doch euch selbst sehe ich nicht.

Dennoch seid ihr hier an meiner Seite, und ich möchte euch einladen:

Kommt zu mir an mein Feuer und feiert gemeinsam mit mir!

Teilt euer Wissen mit mir und nehmt dafür meine Geschenke an.

(Opfergabe)

Hallo Götter und Göttinnen!

Ich sehe euch in dem Rhythmus der Jahreszeiten, im wiederkehrenden Auf- und Untergang der Sonne, in den Gesetzen, die ihr dem Kosmos gegeben habt, wodurch das Leben erst möglich wurde.

Ich höre von euch in den Bruchstücken der Mythen, die von euch geblieben sind, die euer Wirken wiedergeben.

Ich spüre euch in der Wärme eures Feuers, das alles ewiglich verwandelt, im Licht, das mir die Augen öffnet.

Ich grüße euch, Leuchtende, und ich möchte euch einladen:

Kommt zu mir an mein Feuer und feiert gemeinsam mit mir!

Teilt euer Wissen mit mir und nehmt dafür meine Geschenke an.

(Opfergabe)

Hauptopfer: Die Sonne

Vom Sonnenaufgang bis zu deinem Untergang will ich dich ehren,

Sonne,

Wärmespenderin,

Lichtspenderin!

Du, die das Leben auf dieser Erde möglich machte,

du, die im Zentrum unseres Planetensystems steht,

du, um die unser Leben kreist, im wahrsten Sinne des Wortes.

Jetzt bist du auf dem Höhepunkt deiner Macht,

wie wir in den letzten Tagen gemerkt haben.

Deine Strahlen verwandeln kleine Pflänzchen in große,

und bringen sie zur Reife.

Deine Strahlen lassen auch uns aufblühen.

Lied: Litha (Lisa Thiel)

 

Opfergebet:

Lied: Sehet mich

 

Omen

Ich habe euch meine Geschenke überbracht und die Erinnerung an euch wachgehalten.

Nun schweige ich und öffne meinen Geist für euch und eure Botschaft.

Kindred, was habt ihr mir zu sagen?

(Omen ziehen, interpretieren, darüber meditieren)

Segen/Kommunion

Ich bitte euch nun, Kindred: Seht auf diesen Kelch in meiner Hand/vor mir.

Ich fülle ihn mit Wein.

Euch bitte ich: Füllt ihn aus dem Kessel der Inspiration, aus der Quelle der Weisheit, aus dem Horn der Fülle!

Füllt ihn mit euren Gaben, damit die, die davon trinken, gesegnet sind

mit Gesundheit, Weisheit und Wohlstand.

(Kelch zum Boden senken) Der Segen der Ahnen! Awen!

(Kelch auf Bauchhöhe) Der Segen der Naturgeister! Awen!

(Kelch auf Kopfhöhe) Der Segen der Götter! Awen!

(Kelch über Kopfhöhe) Der Segen der Kindred wirke in mir und durch mich und um mich!

Siehe, das Wasser des Lebens!

(Kommunion)

Ich nehme euren Segen an.

Möge er mich erfüllen und überfließen, so dass er auch die berührt, die mir begegnen.

Möge der Funke in mir zu einer Flamme werden, die überspringt auf die, die meinen Weg kreuzen.

 

Dank und Verabschiedung

Mein Ritual nähert sich dem Ende.

Sonne, wenn ich mich nun von dir verabschiede,

dann weiß ich doch um deine ständige Anwesenheit.

Kindred, ich danke euch für euer Kommen und Mitwirken.

Meine Liebe geht nun mit euch, so wie euer Segen mit mir geht.

 

Die Tore schließen

Cernunnos, ich danke auch dir

und bitte dich ein letztes Mal heute um deine Unterstützung,

wenn ich nun die Tore schließe:

Lass das heilige Feuer wieder zur Flamme werden!

Lass den heiligen Brunnen wieder zur Wasserschale werden!

Lass den Weltenbaum wieder zum einfachen Baum werden!

Lass alles sein, wie es vorher war, bis auf die Magie, die hier geschah!

Durch deine und mit deiner Magie: Mögen die Tore sich schließen!

Mutter Erde danken

Tief atme ich ein,

Mutter Erde,

alle Sinne erfüllt von deinen Gaben.

Du gibst mir Halt in dieser Zeit, in der alles auf der Kippe steht,

im Ritual wie zu jeder Zeit.

Ich danke dir

und gebe dir zurück, was ich nicht gebraucht habe.

Nimm es als Zeichen meiner Liebe und Dankbarkeit zu dir.

Ritual beenden

Ich habe den Kosmos wieder erschaffen und in seiner Mitte gestanden.

Ich habe die Sonne auf dem Höhepunkt ihrer Macht gefeiert, die Fülle des Lebens, die Wärme und das Licht,

in dem Wissen, dass wir nun fast unmerklich der Dunkelheit entgegengehen.

Ich habe meinen Bund mit den Kindred bestätigt und gefestigt.

Nun gehe ich, allein, doch als Teil des großen Ganzen.

Die heilige Quelle ist versiegt, doch in mir fließt sie weiter.

Das heilige Feuer ist verloschen, doch in mir brennt es ewig.

Der Weltenbaum mag schwanken, doch ich stehe fest verwurzelt in dieser Welt.

Dieses Ritual ist nun beendet. Amen!

Opfergaben:

Mutter Erde: Getreidemischung

Cernunnos: Waldweihrauch

Götter: Rosenweihrauch

Naturgeister: Johanniskraut

Ahnen: Erdnusskekse

Sonne: Lied, Wein

Meet the gods – Triff die Götter: Nantosuelta

28. Mai 2017

Mit der gallischen Göttin Nantosuelta startet mein zweites Dauer-Projekt:

„Meet the gods“ oder auch „Triff die Götter“ soll Kindern im Grundschulalter erste Möglichkeiten verschaffen, sich intensiver mit einzelnen Göttern auseinander zu setzen und sie besser kennen zu lernen.

Zu jeder vorgestellten Gottheit gibt es eine Geschichte. Das kann ein Nacherzählung aus der Mythologie sein, aber auch -wie in diesem Fall- etwas Modernes.

Es gibt ein Bastelangebot: Hier habe ich die Klorollengötter eingebaut. In manchen Fällen gibt es auch schöne Malvorlagen online, meist für griechische oder römische Götter, selten für nordische oder keltische.

Des Weiteren habe ich ein paar Informationen über die jeweilige Gottheit zusammengestellt, ihre Herkunft, ihre möglichen Funktionen, typische Attribute.

Schließlich gibt es die Möglichkeit sich in einer Selbstreflexion/Meditationsübung intensiv mit der Thematik zu dieser Gottheit auseinander zu setzen und eigene Anknüpfungspunkte zu suchen.

Zum Schluss findet ihr in manchen Fällen ein paar Erweiterungsvorschläge/alternative Anregungen. Weitere Ideen sind hier immer willkommen!

Ich wünsche euch viel Spaß beim Ausprobieren und Erfahrungen sammeln, wenn ihr euch mit den Göttern trefft!

 

Meet the gods – Triff die Götter – Nantosuelta

13. Mai 2017

Bei den Klorollengöttern hat es Zuwachs gegeben!

Neu im Programm sind Nehalennia und Idunna/Idun. Ihr findet sie bei den übrigen Göttern.

 

Beltane-Soloritual 2017 Version 2

29. April 2017

Einstimmung/Zweck:

Langsam werden die Tage länger,

langsam scheint die Sonne länger auf uns herab.

Ihr Feuer wärmt uns,

und wir sehnen uns nach mehr davon.

Die Erde tanzt einen Freudentanz,

und ich tanze mit ihr,

reihe mich ein mit den vielen anderen

und feiere das Fest des Lebens!

 

Reinigung:

(Teil 1 nach Ceisiwr Serith, Teil 2 nach Ian Corrigan in Übersetzung von Ishtar vom Sternenkreis?)

Möge ich rein sein, damit ich die Grenzen überschreiten kann. (Stirn mit Wasser benetzen)

Möge ich die Grenzen überschreiten, um dem Heiligen zu begegnen. (Lippen mit Wasser benetzen)

Möge ich dem Heiligen begegnen, um in allen Dingen gesegnet zu sein. (Herz mit Wasser benetzen)

Durch die Kraft des Wassers (Wasser aus dem Brunnen in alle 4 Himmelsrichtungen versprengen)

und den Rauch des Feuers (Feuerschale einmal im Kreis herumtragen):

Dieser Schrein ist hehr und heilig!

 

Mutter Erde rufen:

Mutter Erde (Nerthus),

du lässt dich von warmen Sonnenstrahlen einhüllen,

du badest in den Regenschauern, die über das Land fegen,

bis dein Leib schwer ist von Feuchtigkeit

und so Nahrung und Halt bietet

für die Samen und Keimlinge,

die in dieser Zeit so unbändig ans Licht drängen.

Ich bitte dich:

Halte mich in diesem Ritual,

wie du auch den Pflanzen Halt gibst.

Lass mir bewusst sein,

dass ich in dir wurzle wie sie und durch dich mit allem verbunden bin,

was lebt.

Amen!

 

Wiedererschaffung des Kosmos :

Wer sind wir? Wo kommen wir her?

Damals…

war das Urmeer, die Ursuppe, das große Nichts. Chaos war, und inmitten dieses Chaos trafen einzelne Elemente aufeinander, und es entstand Feuer, Wärme, Strahlung. Weitere Elemente verbanden sich, und es entstand Eis. Und wo Feuer und Eis aufeinanderstießen, dort bildeten sich neue Elemente, und es entstand das Land und darauf das Leben. Und das Leben entwickelte sich weiter und weiter, von längst ausgestorbenen Lebewesen vergangener Äonen über unsere Vorfahren bis hin zu unserer Generation! (inspiriert von Earrach of Pittsburgh und dem Sassafras Grove)

Hier stehe ich nun, in der Mitte von allem:

Mit dem Land unter meinen Füßen, dem Himmel über meinem Kopf und dem Meer, das mich umgibt!

Und hier in der Mitte fließt dreifach das Wasser, Quelle von Inspiration und Weisheit: Das Wasser aus den Tiefen, das Wasser des Himmels und das Wasser in mir. (Opfergabe an das Wasser)

Und hier in der Mitte brennt eine dreifache Flamme, Feuer der ewigen Wandlung: Das Feuer aus der Tiefe, das Feuer des Himmels und das Feuer in mir. (Opfergabe an das Feuer)

Und hier in der Mitte wächst der Weltenbaum, Garant für Stabilität, der alle Reiche miteinander verbindet: Mit den Wurzeln in der Tiefe, mit der Krone hoch im Himmel und dem Stamm hier in dieser Welt. (Opfergabe an den Baum)

Oben und unten, und ich … (nach Ceisiwr Serith)

 

Hüter der Tore rufen und Tore öffnen:

Eine Frau am Strand, ihre Tempel versunken im Meer vor langer Zeit,

und dann gab die See ihre Beute frei und du wurdest wiederentdeckt:

Nehalennia,

Göttin, der die Kauffahrer ihre Opfergaben brachten, damit ihre Fracht sicher ans Ziel kam,

Göttin, die am Bug des Schiffes stand und es durch die Gefahren steuerte,

Begleiterin auf unbekannten Wegen.

Nehalennia, Wächterin über das Schiff und seine Fracht,

wenn mein Boot auf die Reise geht!

Ich bitte dich:

Begleite mein Tun, wenn ich nun die Tore öffne und mich mit den Kindred treffe.

Ebne den Weg und glätte die Wogen,

wirke als Mittlerin zwischen den Welten.

(Opfergabe an Nehalennia mit ein paar persönlichen Worten)

Nimm das Wasser und lass es zur heiligen Quelle werden, ein Tor, durch das ich meinen Vorfahren begegnen kann.

Nimm die Flamme und lass sie zum heiligen Feuer werden, ein Tor, durch das ich den Göttern begegnen kann.

Nimm den Baum und lass ihn zum Weltenbaum werden, ein Tor, durch das ich den Naturgeistern begegnen kann.

Durch und mit deiner Kraft und Magie,

Nehalennia:

Mögen die Tore sich öffnen!

(Anmerkung: Wem das zu unnordisch ist, der kann natürlich auch Heimdall anrufen, oder Odin.)

 

Kindred anrufen:

(in Anlehnung an SDF March Equinox 2014)

Vor dem heiligen Brunnen stehe ich, im Zentrum der Welt, und rufe meine Vorfahren!

Alfar und Disir,

Vorfahren des Landes, des Blutes, des Geistes und des Herzens!

Ich grüße euch und lade euch ein:

Kommt an mein Feuer, feiert gemeinsam mit mir dieses Ritual, teilt euer Wissen mit mir und nehmt im Gegenzug meine Geschenke an.

(Opfergabe an die Vorfahren)

Vor dem Weltenbaum stehe ich, im Zentrum der Welt, und rufe die Naturgeister!

Landvaettir, Husvaettir,

Geister des Landes, der Tiere und Pflanzen, der Elemente und Geister des Hauses!

Ich grüße euch und lade euch ein:

Kommt an mein Feuer, feiert gemeinsam mit mir dieses Ritual, teilt euer Wissen mit mir und nehmt im Gegenzug meine Geschenke an.

(Opfergabe an die Naturgeister)

Vor dem heiligen Feuer stehe ich, im Zentrum der Welt, und rufe die Götter!

Asen und Wanen,

Verfechter der kosmischen Ordnung, ewige Hüter über Midgard!

Bringer von Fruchtbarkeit und Wohlstand!

Ich bitte euch: Teilt euer Wissen mit mir und nehmt im Gegenzug meine Gaben an.

(Opfergabe an die Götter)

abschließend:

Lied: Sehet mich

 

Götter des Anlasses rufen:

Frey, Sohn von Njörd,

Bruder von Freya

Ehemann von Gerd,

Vater von Fjölnir!

Gott der Wanen

Bringer von Fruchtbarkeit, mit Gullinborsti an deiner Seite

Herrscher über Wind und Regen,

dessen Schiff stets die Segel gefüllt hat.

Herr über das lichte Volk,

Frühlingstänzer, voll Ungestüm und Leidenschaft!

Du, der sein Schwert gegeben hat, um die Frau zu erobern, die er liebte.

Ich grüße dich!

 

Freya, Tochter von Njörd,

Schwester von Frey,

Ehefrau von Odr,

Mutter von Hnoss und Gersimi!

Göttin der Wanen

Herrscherin über die Liebe und die Leidenschaft,

Hüterin des magischen Wissens,

Anführerin der Walküren,

Trägerin von Brisingamen,

leicht wie eine Feder lässt du dich im Falkengewand vom Wind tragen,

leicht wie eine Feder rollt dein Wagen dahin, von Wildkatzen gezogen.

Ich grüße dich!

Eure Verbindung befruchtet die Erde,

eure Vereinigung erfüllt die Welt mit Liebe und Leidenschaft.

In dieser Nacht, an diesem Tag,

feiere ich mit euch

erfahre ich mit euch den Schöpfungsfunken,

der der Welt das Leben einhaucht.

Wind, Sonne und Regen sind eure Boten.

Gemeinsam mit euch tanze ich den Tanz des Universums,

gemeinsam mit euch singe ich das Lied der Schöpfung.

Ich trinke auf euer Wohl,

Frey und Freya,

und überbringe euch meine Geschenke!

(Opfergaben: Weihrauch, Blumen, Windspiel)

 

Omen:

Ich habe euer Lied gesungen, Kindred,

die Worte über euch weitergetragen.

Nun schweige ich und lausche,

öffne meinen Körper, meinen Geist und meine Seele

für euch und eure Botschaft!

(Omen ziehen)

 

Bitte um Segen:

Ich bitte euch nun, Kindred:

Seht diesen Kelch in meinen Händen! Ich habe ihn mit Met gefüllt. Euch bitte ich: Füllt ihr ihn aus Mimirs Quelle, aus dem Horn der Fülle, mit dem Saft aus Iduns Äpfeln. Erfüllt ihn mit eurem Segen, damit ich, wenn davon trinke, meinerseits erfüllt werde mit Gesundheit, Wohlstand und Weisheit.

Wie eure Verbindung die Welt befruchtet, so möge auch mein Geist fruchtbar werden und überfließen vor Kreativität und Produktivität. Mögen meine Hände das, was ich plane, in die Tat umsetzen und euren Segen weitertragen.

Lied: Fill me

 

Segnung des Wassers und Kommunion:

Segnung : Awen 3x

Siehe, das Wasser des Lebens!

 

Bestätigung des Segens:

Ich habe euren Segen empfangen, Kindred, und danke euch dafür. Möge er in mir wachsen und reiche Frucht tragen. Möge er in mir überfließen und zum Funken werden, der überspringt auf die, die meinen Weg kreuzen, so dass ich zum Segen werden kann für andere.

 

Kernarbeit:

nach Bedarf, z.B. ein Gartenbeet anlegen, Liebesmagie, …

 

Dankgebet und Verabschiedung:

Frey und Freya, ihr Kindred alle, ich danke euch für eure Gesellschaft und euren Beitrag.

Asen und Wanen, Geister von Haus und Land, Alfar und Disir:

Wenn ich mich nun verabschiede, dann geht meine Liebe mit euch,

so wie euer Segen mich begleitet,bis wir uns wiedersehen.

 

Schließen der Tore und Verabschiedung von Mutter Erde:

Nehalennia!

Du hast mein Tun begleitet, als ich die Tore geöffnet und mich mit den Kindred getroffen habe.

Du hast den Weg geebnet und die Wogen geglättet,

du hast als Mittler zwischen den Welten gewirkt.

Ich danke dir und bitte dich ein letztes Mal um deine Unterstützung, wenn ich dir Tore nun schließe.

Möge der heilige Brunnen wieder zur einfachen Wasserschale werden!

Möge das heilige Feuer wieder zur einfachen Flamme werden!

Möge der Weltenbaum wieder zum einfachen Baum werden!

Durch deine und mit deiner Kraft und Magie,

Nehalennia:

Mögen die Tore sich schließen!

 

Mutter Erde,

auf dir stehe ich, in dir ruhe ich,

in diesem Ritual wie zu aller Zeit.

Durch dich bin ich mit allem anderen verbunden,

nie alleine, stets ein Teil des großen Netzes.

Nimm von mir, was ich nicht gebraucht habe,

als Zeichen meiner Liebe und Dankbarkeit!

 

Beenden des Rituals:

Mein Ritual nähert sich dem Ende.

Ich habe den Kosmos wiedererschaffen und in seiner Mitte gestanden.

Ich habe meinen Bund mit den Kindred bestätigt und gefestigt.

Ich habe mit Frey und Freya den Funken der Schöpfung erfahren.

Ich habe mit der Erde ihre erneuerte Fruchtbarkeit und das neue Leben gefeiert.

Ich habe den Sommer und die warmen Tage willkommen geheißen.

Nun gehe ich, allein, doch als Teil des großen Ganzen.

Die heilige Quelle ist versiegt, doch in mir fließt sie weiter.

Das heilige Feuer ist verloschen, doch in mir brennt es ewig.

Yggdrasil mag schwanken, doch ich stehe stark und fest auf dieser Erde.

Dieses Ritual ist beendet.

Beltane-Soloritual 2017 Version 1

29. April 2017

Nachdem ich an Ostara ausgesetzt habe, um an einem Gruppenritual teilzunehmen (hurra!), gibt es jetzt dafür gleich zwei verschiedene Beltane-Rituale zur Auswahl.

Der Grund: Ich hatte das erste Ritual geschrieben mit dem Schwerpunkt auf Odin.

Das Problem: Ich werde mit Odin einfach nicht warm. Ich finde es eine spannende Sache und das Thema sehr interessant, aber ich will mich nicht mit einem Gott herumschlagen, der bei mir massiv aneckt.

Die Lösung: Eine zweite Variante mit dem Schwerpunkt auf Frey und Freya.

 

Sucht’s euch aus 🙂

 

Beltane 2017: Soloritual für die nordische Herdkultur

Einstimmung/Zweck:

Langsam werden die Tage länger,

langsam scheint die Sonne länger auf uns herab.

Ihr Feuer wärmt uns,

und wir sehnen uns nach mehr davon.

Die Erde tanzt einen Freudentanz,

und ich tanze mit ihr,

reihe mich ein mit den vielen anderen

und feiere das Fest des Lebens!

 

Reinigung:

(Teil 1 nach Ceisiwr Serith, Teil 2 nach Ian Corrigan in Übersetzung von Ishtar vom Sternenkreis?)

Möge ich rein sein, damit ich die Grenzen überschreiten kann. (Stirn mit Wasser benetzen)

Möge ich die Grenzen überschreiten, um dem Heiligen zu begegnen. (Lippen mit Wasser benetzen)

Möge ich dem Heiligen begegnen, um in allen Dingen gesegnet zu sein. (Herz mit Wasser benetzen)

Durch die Kraft des Wassers (Wasser aus dem Brunnen in alle 4 Himmelsrichtungen versprengen)

und den Rauch des Feuers (Feuerschale einmal im Kreis herumtragen):

Dieser Schrein ist hehr und heilig!

Mutter Erde rufen:

Mutter Erde (Nerthus),

du lässt dich von warmen Sonnenstrahlen einhüllen,

du badest in den Regenschauern, die über das Land fegen,

bis dein Leib schwer ist von Feuchtigkeit

und so Nahrung und Halt bietet

für die Samen und Keimlinge,

die in dieser Zeit so unbändig ans Licht drängen.

Ich bitte dich:

Halte mich in diesem Ritual,

wie du auch den Pflanzen Halt gibst.

Lass mir bewusst sein,

dass ich in dir wurzle wie sie und durch dich mit allem verbunden bin,

was lebt.

Amen!

Wiedererschaffung des Kosmos :

Wer sind wir? Wo kommen wir her?

Damals…

war das Urmeer, die Ursuppe, das große Nichts. Chaos war, und inmitten dieses Chaos trafen einzelne Elemente aufeinander, und es entstand Feuer, Wärme, Strahlung. Weitere Elemente verbanden sich, und es entstand Eis. Und wo Feuer und Eis aufeinanderstießen, dort bildeten sich neue Elemente, und es entstand das Land und darauf das Leben. Und das Leben entwickelte sich weiter und weiter, von längst ausgestorbenen Lebewesen vergangener Äonen über unsere Vorfahren bis hin zu unserer Generation! (inspiriert von Earrach of Pittsburgh und dem Sassafras Grove)

Hier stehe ich nun, in der Mitte von allem:

Mit dem Land unter meinen Füßen, dem Himmel über meinem Kopf und dem Meer, das mich umgibt!

Und hier in der Mitte fließt dreifach das Wasser, Quelle von Inspiration und Weisheit: Das Wasser aus den Tiefen, das Wasser des Himmels und das Wasser in mir. (Opfergabe an das Wasser)

Und hier in der Mitte brennt eine dreifache Flamme, Feuer der ewigen Wandlung: Das Feuer aus der Tiefe, das Feuer des Himmels und das Feuer in mir. (Opfergabe an das Feuer)

Und hier in der Mitte wächst der Weltenbaum, Garant für Stabilität, der alle Reiche miteinander verbindet: Mit den Wurzeln in der Tiefe, mit der Krone hoch im Himmel und dem Stamm hier in dieser Welt. (Opfergabe an den Baum)

Oben und unten, und ich … (nach Ceisiwr Serith)

Hüter der Tore rufen und Tore öffnen:

Eine Frau am Strand, ihre Tempel versunken im Meer vor langer Zeit,

und dann gab die See ihre Beute frei und du wurdest wiederentdeckt:

Nehalennia,

Göttin, der die Kauffahrer ihre Opfergaben brachten, damit ihre Fracht sicher ans Ziel kam,

Göttin, die am Bug des Schiffes stand und es durch die Gefahren steuerte,

Begleiterin auf unbekannten Wegen.

Nehalennia, Wächterin über das Schiff und seine Fracht,

wenn mein Boot auf die Reise geht!

Ich bitte dich:

Begleite mein Tun, wenn ich nun die Tore öffne und mich mit den Kindred treffe.

Ebne den Weg und glätte die Wogen,

wirke als Mittlerin zwischen den Welten.

(Opfergabe an Nehalennia mit ein paar persönlichen Worten)

Nimm das Wasser und lass es zur heiligen Quelle werden, ein Tor, durch das ich meinen Vorfahren begegnen kann.

Nimm die Flamme und lass sie zum heiligen Feuer werden, ein Tor, durch das ich den Göttern begegnen kann.

Nimm den Baum und lass ihn zum Weltenbaum werden, ein Tor, durch das ich den Naturgeistern begegnen kann.

Durch und mit deiner Kraft und Magie,

Nehalennia:

Mögen die Tore sich öffnen!

Kindred anrufen:

(in Anlehnung an SDF March Equinox 2014)

Vor dem heiligen Brunnen stehe ich, im Zentrum der Welt, und rufe meine Vorfahren!

Alfar und Disir,

Vorfahren des Landes, des Blutes, des Geistes und des Herzens!

Ich grüße euch und lade euch ein:

Kommt an mein Feuer, feiert gemeinsam mit mir dieses Ritual, teilt euer Wissen mit mir und nehmt im Gegenzug meine Geschenke an.

(Opfergabe an die Vorfahren)

Vor dem Weltenbaum stehe ich, im Zentrum der Welt, und rufe die Naturgeister!

Landvaettir, Husvaettir,

Geister des Landes, der Tiere und Pflanzen, der Elemente und Geister des Hauses!

Ich grüße euch und lade euch ein:

Kommt an mein Feuer, feiert gemeinsam mit mir dieses Ritual, teilt euer Wissen mit mir und nehmt im Gegenzug meine Geschenke an.

(Opfergabe an die Naturgeister)

Vor dem heiligen Feuer stehe ich, im Zentrum der Welt, und rufe die Götter!

Asen und Wanen,

Verfechter der kosmischen Ordnung, ewige Hüter über Midgard!

Bringer von Fruchtbarkeit und Wohlstand!

Ich bitte euch: Teilt euer Wissen mit mir und nehmt im Gegenzug meine Gaben an.

(Opfergabe an die Götter)

abschließend:

Lied: Sehet mich

 

Gott des Anlasses rufen:

(inspiriert von Odin’s Day of Rebirth von Rev. F. Hedrick, Oak Leaves Ausgabe 69)

Odin, Göttervater,

Sohn von Bör und Bestla,

Bruder von Vili und Ve,

Ehemann von Jord , Grid und Frigga

Vater von Baldur, Hödur, Bragi, Thor, Vidar und vieler anderer!

Ich grüße dich!

Du bist der Krieger,

derjenige, der voranreitet,

auf Sleipnir, mit Gungnir in der Hand,

derjenige, der Kämpfer inspiriert und leitet!

In deiner Halle treffen sich die Tapferen nach dem Tod.

An deiner Seite kämpfen sie erneut, wenn der Weltuntergang droht.

Du bist aber auch der Wanderer,

ewig auf der Suche nach der Wahrheit,

nach dem Wissen, was geschehen mag und wird!

Du triffst dich mit den Weisen aller neun Welten,

du sendest deine Raben aus, damit sie für dich sehen, was ist!

Du gabst dein Auge, um aus Mimirs Brunnen trinken zu können,

an seinem Wissen teilzuhaben. (Opfergabe: Wasser)

Du hingst am Weltenbaum für neun lange Tage,

machtest dich selbst zum Opfer, um die Weisheit der Runen zu erlangen. (Opfergabe: Bier)

Mit List hast du den Skaldenmet, Kvasirs Blut, zurückgeholt,

und wurdest so zum Meisterdichter. (Opfergabe: Met)

Kein Können, kein Wissen fällt einem einfach so in den Schoß,

nicht einmal dir, Göttervater.

Du wusstest, das eine Gabe nach einer Gegengabe verlangt,

und du hast den Preis bezahlt.

Nicht immer empfinden wir deine Methoden als fair,

deine Handlungen als weise.

Vieles hast du getan, was uns heute als hinterlistig erscheint,

eher eines Loki würdig.

Doch was du getan hast, geschah, weil du es zum Wohle der ganzen Welt zu tun glaubtest.

Und wer sich auf dich einließ, wusste um deine Art,

und akzeptierte den Preis.

Odin,

ich bringe dir dieses Opfer,

meine Gabe für dich. (Opfergabe: Weihrauch)

 

Omen:

Ich habe euer Lied gesungen, Kindred,

die Worte über euch weitergetragen.

Nun schweige ich und lausche,

öffne meinen Körper, meinen Geist und meine Seele

für euch und eure Botschaft!

(Omen ziehen)

 

Bitte um Segen:

Ich bitte euch nun, Kindred:

Seht diesen Kelch in meinen Händen! Ich habe ihn mit Met gefüllt. Euch bitte ich: Füllt ihr ihn aus Mimirs Quelle, aus dem Horn der Fülle, mit dem Saft aus Iduns Äpfeln. Erfüllt ihn mit eurem Segen, damit ich, wenn davon trinke, meinerseits erfüllt werde mit Gesundheit, Wohlstand und Weisheit.

Wie Odins Opfer ihm die Weisheit der Runen verlieh, so möge auch mein Geist fruchtbar werden und überfließen vor Kreativität und Produktivität. Mögen meine Hände das, was ich plane, in die Tat umsetzen und euren Segen weitertragen.

Lied: Fill me

Segnung des Wassers und Kommunion:

Segnung : Awen 3x

Siehe, das Wasser des Lebens!

 

Bestätigung des Segens:

Ich habe euren Segen empfangen, Kindred, und danke euch dafür. Möge er in mir wachsen und reiche Frucht tragen. Möge er in mir überfließen und zum Funken werden, der überspringt auf die, die meinen Weg kreuzen, so dass ich zum Segen werden kann für andere.

 

Kernarbeit:

nach Bedarf, z.B. Runen weihen, Talisman anfertigen, …

 

Dankgebet und Verabschiedung:

Odin, Kindred, ich danke euch für eure Gesellschaft und euren Beitrag.

Götter, Naturgeister und Vorfahren:

Meine Liebe geht mit euch, so wie euer Segen mich begleitet,

bis wir uns wiedersehen.

Lebt wohl!

 

Schließen der Tore und Verabschiedung von Mutter Erde:

Nehalennia!

Du hast mein Tun begleitet, als ich die Tore geöffnet und mich mit den Kindred getroffen habe.

Du hast den Weg geebnet und die Wogen geglättet,

du hast als Mittler zwischen den Welten gewirkt.

Ich danke dir und bitte dich ein letztes Mal um deine Unterstützung, wenn ich dir Tore nun schließe.

Möge der heilige Brunnen wieder zur einfachen Wasserschale werden!

Möge das heilige Feuer wieder zur einfachen Flamme werden!

Möge der Weltenbaum wieder zum einfachen Baum werden!

Durch deine und mit deiner Kraft und Magie,

Nehalennia:

Mögen die Tore sich schließen!

 

Mutter Erde,

auf dir stehe ich, in dir ruhe ich,

in diesem Ritual wie zu aller Zeit.

Durch dich bin ich mit allem anderen verbunden,

nie alleine, stets ein Teil des großen Netzes.

Nimm von mir, was ich nicht gebraucht habe,

als Zeichen meiner Liebe und Dankbarkeit!

 

Beenden des Rituals:

Mein Ritual nähert sich dem Ende.

Ich habe den Kosmos wiedererschaffen und in seiner Mitte gestanden.

Ich habe meinen Bund mit den Kindred bestätigt und gefestigt.

Ich habe Odin meinen Respekt ausgesprochen und meine Gaben überbracht.

Ich habe mit der Erde ihre erneuerte Fruchtbarkeit und das neue Leben gefeiert.

Ich habe den Sommer und die warmen Tage willkommen geheißen.

Nun gehe ich, allein, doch als Teil des großen Ganzen.

Die heilige Quelle ist versiegt, doch in mir fließt sie weiter.

Das heilige Feuer ist verloschen, doch in mir brennt es ewig.

Yggdrasil mag schwanken, doch ich stehe stark und fest auf dieser Erde.

Dieses Ritual ist beendet.

Amen!

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Etwas respektlos, aber dennoch: Klorollengötter

23. April 2017

Lange habe ich mir überlegt, wie ich meinen Kindern etwas Wissen über die alten Götter vermitteln kann. Lapbooks sind entstanden, Geschichten erzählt worden, aber Kinder brauchen etwas, womit sie arbeiten können. So ist es zu diesem Projekt gekommen. Eigentlich eine Kombination von Projekten.

Das erste, was ich jetzt nach und nach umsetzen möchte, sind die Klorollengötter. Die heißen natürlich deswegen so, weil man zum Basteln eine leere Klopapierrolle braucht. 🙂

 

 

 

Die, mit der ich experimentiert habe, hatte eine Mantelfläche von 12,5 x 11 cm. Ich habe etwas mehr an Länge dazugegeben, weil nicht alle Klopapierrollen das gleiche Format haben.

Hier findet ihr nun die ersten Vorlagen, die ihr mit euren Kindern ausmalen, ergänzen und schließlich auf eine Klopapierrolle kleben könnt. Eure Kinder können sich nach und nach eine ganze Horde an Göttern selbst zusammenstellen, mit ihnen Geschichten nachspielen, Altäre gestalten usw.

Derzeit sind zwei keltische und zwei nordische Götter im Angebot:

Nantosuelta – Bastelvorlage_NEW

Lugh – Bastelvorlage_NEW

Odin – Bastelvorlage_NEW

Thor – Bastelvorlage_NEW

 

Weitere folgen hoffentlich bald. Viel Vergnügen beim Basteln und Spielen!

neu:

Bastelvorlage – Nehalennia

Bastelvorlage – Idunna

Bastelvorlage – Teutates

Bastelvorlage – Sirona

Bastelvorlage – Epona oder Rhiannon

Bastelvorlage – Demeter

die erste Griechin, passend zum nächsten Hochfest

Bastelvorlage – Cernunnos

Bastelvorlage – Belenus oder Grannus

 

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Lied: Flammenträger

21. April 2017

 

Dieses Lied findet ihr im Mittwinter-Kalender für kleine Heiden. Es war eins der ersten, die ich speziell für Kinder geschrieben habe.

Der Text kann beliebig erweitert werden um passende Begriffe: der Liebe, der Hoffnung, der Zuversicht, des Neuanfangs, des Friedens, ….

 

Wir tragen in uns die Flamme,

die kleine Flamme des Lebens,

die in dieser Nacht wiedergeboren wurde:

Wir tragen sie hinaus in alle Welt!