Category: Gebete

Prayer a day 2019: Mauern

9. November 2019

Walls

They rise high, threatening, bone-crushing

Keeping in, keeping out.

Walls between countries.

Walls in heads.

Walls in hearts.

For your own protection, they say,

meaning:

Because we are not sure,

because we lack trust,

in you and in ourselves.

For your own protection, they say,

meaning:

Because we are afraid of

what we don‘t know

what looks different

what thinks and talks not like us.

For your own protection, they say,

meaning:

For OUR own protection,

so we don‘t have to think,

don‘t have to learn something new,

don‘t have to compete.

Tear down those walls!

But carefully, without violence.

Let them disappear stone by stone,

allowing peaks through holes into the wide world.

Build bridges of them,

creating connections,

so that one day

you and I

will be able to walk across a world without walls.

Prayer a day 2019: Kerzengebet

8. November 2019

A candle prayer

This candle burns for someone who is important for me.

Her light shines for that one in difficult times and at dark places.

Her warmth surrounds her, when there is nobody around to hug that person.

Her mass dwindles for that one when this person needs strength urgently.

This candle burns for someone I can‘t support otherwise.

Prayer a day 2019: Eine Wiedererschaffung des Kosmos

7. November 2019

Aus unbekannten Gründen lässt sich die dazugehörige Gebetskarte nicht hochladen. Daher die reine Textversion.

Eine (Wieder)erschaffung des Kosmos

Hier stehe ich und frage:

Wer bin ich? Woher komme ich? Wohin gehe ich?

Und um mich herum und in mir selbst forme ich den Kosmos:

Das Land unter meinen Füßen, das mich trägt.

Und über mir den Himmel, voller brennender Gestirne:

Die Sonne,

lebenspendend, wärmend, Funke der Transformation

und Mond und Sterne, Lichter in der Dunkelheit,

Bewahrer von Geschichten und alten Mythen.

Und um mich das Wasser:

Das Meer, das an die Ufer rollt,

und die Flüsse, die das Land durchziehen,

die Erinnerungen mit sich tragend,

lebenserhaltend, erneuernd, reinigend.

Und dazwischen den Weltenbaum,

beides miteinander verbindend,

der das Gewebe des Universums durchbricht

und so Orientierung ermöglicht.

Heiliges Feuer, brenne in mir!

Heilige Quelle, fließe in mir!

Heiliger Baum, wachse in mir!

A recreation of Cosmos

Here I stand and ask myself:

Who am I? Whre do I come from? Where will I go?

And so I shape the cosmos in me and around me:

The land under my feet, that is carrying me.

And above me the sky, full of burning celestial bodies:

The sun,

life giving, warming, spark of transformation,

and moon and stars, lights in the darkness,

keepers of stories and ancient myths.

And around me the water:

The sea, rolling onto the beaches,

and the rivers, crossing the country,

who carry the memories with them,

life supporting, renewing, cleansing.

And between both the world tree,

connecting them,

breaking through the texture of the universe

and thus making orientation possible.

Sacred fire, burn within me!

Sacred well, flow within me!

Sacred tree, grow within me!

Prayer a day 2019: Gebet zu Taranis

7. November 2019

Prayer to Taranis – for getting into motion

Sometimes, things moves oh so slowly.

It feel like chewing gum.

Everywhere there are obstacles,

and I feel like running through a maze.

Between

‚Someone should…‘

and

‚It is on the way.‘

there‘s a huge gap, but hardly ever a brigde.

Taranis with the wheel:

Help us to get into motion,

not just to talk about problems,

but to do something useful.

Let the ‚someone‘ become an ‚I‘ or even better a ‚we‘.

Your wheel gets us moving, jollies us up.

Your thunderstorms clear the air, help us to keep our wits about us.

Your rains fall on fertile ground.

Taranis, be at our side!

Väntljustaken – ein heidnischer Advent

3. November 2019

Über die USA schwappt aus Schweden in letzter Zeit ein neuer heidnischer Brauch herüber. Dabei handelt es sich um eine Adaption des christlichen Adventskranzes. Durchaus okay für mich, denn auch wir bereiten uns ja auf Mittwinter und die Sonnenwende vor.

Der Kranz bzw. das Gesteck umfasst 6 Kerzen, die jeweils mit den ersten 6 Runen beschriftet werden. Jede Woche wird eine Kerze mehr angezündet, mit einem passenden Gedicht dazu. Das offizielle Gedicht findet ihr hier in verschiedenen Sprachen: https://www.facebook.com/pg/vantljusstaken/photos/?tab=album&album_id=2040025936018459&ref=page_internal

Der Podcast ‘Gifts fo the Wyrd’ hat ebenfalls eine Episode zu diesem Thema auf Lager. Und in der neuesten Ausgabe der ADF-Mitgliedszeitschrift Oak Leaves (Samhain 2019) gibt es auch einen ausführlichen Artikel dazu.

Da es mich persönlich aber nicht so anspricht, habe ich mri eine eigene Version davon geschrieben. Passend dazu gibt es im Anschluss eine Kernarbeit für ein Mittwinterritual. Und da ich die Verse nicht einfach so in der Luft hängen lassen sollte, gibt es passend dazu Aktivitätenvorschläge, wie man sich ganz konkret mit dem Thema auseinandersetzen kann.

Ich wünsche euch viel Vergnügen und eine schöne Vor-Sonnewendzeit!


Gegen das Dunkel entzünden wir das erste Licht,

Fehu, das von Wohlstand spricht.

Wir bedenken, was wir haben,

und geben davon weiter,

kein Hort, sondern ein Fluss,

so birgt es keinen Verdruss.

(Aktionsmöglichkeiten: Essensspende, Weihnachtsgeschenk packen für Bedürftige…)

Gegen das Dunkel entzünden wir das zweite Licht,

Uruz, das von der Kraft der Erde spricht.

Gesundheit ist ihr hohes Gut,

ihr Boden gibt uns Halt,

Stärke und Ausdauer schenkt sie viel

mit Geduld führt sie uns an unser Ziel.

(Aktionsmöglichkeit: sich selbst erden und mit der Erde verbinden durch einen Waldspaziergang, Sport treiben, etwas mit Kräutern machen, den Garten für das Frühjahr planen…)

Gegen das Dunkel entzünden wir das dritte Licht

Thurisaz, das von Chaos spricht.

Die feste Ordnung wird verwehrt,

das Festgefügte wird gestört.

So kommt Bewegung in das Spiel,

ein steter Wandel, nicht zu viel.

(Aktionsmöglichkeit: an einer Demo teilnehmen, schwierige Themen/Probleme ansprechen bzw. etwas dagegen tun)

Gegen das Dunkel entzünden wir das vierte Licht

Ansuz, das von Sprache spricht.

Von Weisheit und Schutz,

Vision und Gesang.

Wir reden miteinander, so wächst das Versteh‘n,

wir können nebeneinander besteh‘n.

(Aktionsmöglichkeit: andere Leute/Gruppen kennenlernen, ein Flüchtlingscafé, eine andere Kirche…)

Gegen das Dunkel entzünden wir das fünfte Licht

Raidho, das vom Wege spricht.

Jede Entscheidung, die wir treffen,

lässt uns etwas Neues lernen.

Stetig dreht sich das Rad der Zeit,

auf und ab führt der Weg so weit.

(Aktionsmöglichkeit: überlegen, was man gerne im nächsten Jahr Neues lernen möchte/welches Buch lesen/welche Sportart oder Meditationstechnik ausprobieren, was man verändern möchte und konkrete Schritte einleiten (anmelden, organisieren…) …)

Gegen das Dunkel entzünden wir das sechste Licht,

Kenaz, das von Feuer spricht.

Vom Funken des Lebens

von Hoffnung und Leidenschaft.

Sein heller Schein, des Opfers Licht,

erfülle uns mit Zuversicht.

(Aktionsmöglichkeit: sich mit Freunden/Verwandten treffen, kleine Kerzen verschenken oder eine andere Aufmerksamkeit, …)

In der Mittwinternacht:

(Eine große Sonnenkerze in der Mitte, die FUTHARK-Kerzen drum herum.

Während man die einzelnen Verse spricht, werden die Kerzen nacheinander angezündet.)

Die Schatten werden länger, dunkle Finger, die sich nach uns ausstrecken, die uns glauben machen, es gäbe kein Morgen mehr.

Doch in dieser Nacht, der längsten Nacht, wenn das Dunkel und Kälte die Oberhand zu haben scheinen,

in dieser Nacht entzünden wir unsere Feuer:

das Feuer auf unserem Altar und das Feuer in unserem Herzen!

Und mit diesen Feuern rufen wir das dritte Feuer herbei:

das Feuer der Sonne,

das Feuer des Lebens, der Wärme und des Wandels,

das Feuer der Kreativität, der Liebe und Leidenschaft!

(ggf. bietet sich hier eine Trommelrunde an, bis jemand die Sonnenkerze auf dem Höhepunkt anzündet)

Und so machen wir uns bewusst,

dass der Kreislauf des Lebens von Neuem beginnt

und uns so neue Möglichkeiten und einen Grund für Hoffnung bietet.

Und so feiern wir gemeinsam die Rückkehr der Sonne,

noch blass und schwach,

aber mit dem Versprechen von Wärme und Licht!

(hier können gemeinsam Mittwinterlieder gesungen werden, etwas gegessen und Geschenke ausgetauscht werden)

Prayer a day 2019: Gebet zu einer Göttin der bewahrten Geheimnisse

2. November 2019

Prayer to a goddess of secrets

I‘ll die if I can‘t tell it someone.

I just have to get rid of it.

It is on the tip of my tongue, but nobody is supposed to know about it.

Angerona,

so I come to you.

Goddess of absolute silence,

keeper of secrets,

silent goddess of the new year.

Whatever weighs heavily on my soul

whatever I want to talk about:

It is safe with you.

Your finger, put across your mouth,

promises me:

You won‘t pass it on.

Whatever I share with you:

It is safe with you.

Angerona, keep your smart silence

in a world full of rumours and talk.

Angerona, thank you.

Angerona ist die römische Göttin der bewahrten Geheimnisse. Ihre Statue legt den Zeigefinger in der Schweigegeste über die Lippen. Eine sehr nützliche Göttin, auch heute noch.

Prayer a day 2019: Nehalennia als Fährfrau der Toten

1. November 2019

Nehalennia as a guide of souls

Nehalennia,

you guard the freight, you take care that everything arrives safely its destination.

Mostly the load consists of diverse goods, but sometimes it is souls that are on their way to their chosen afterlife.

You guide them safely over the waves, throught the veils and over the rainbowbridge, until they reach the other side

and claim their appropriate place, be it in the underworld, on the isles in the west or some heavenly realm.

It is you that we welcome as our ferrywoman.

Even if we don‘t need your services personally,

we honor you as the guide and companion of the dead.

Prayer a day 2019

1. November 2019

Seit zwei Jahren beteilige ich mich nun an dem Projekt von Jan Avende, und auch dieses Jahr will ich mein Glück versuchen.

Freut euch also in den nächsten Tagen auf viele neue Gebete….

Bardic Challenge September 2019: Heilung 2

27. September 2019

Ich singe für dich, Mutter Erde,

ich kleide dich in einen Mantel aus Tönen,

ich streichle dich mit einem Lied,

ich hülle dich ein in eine Decke aus Klängen.

Ich singe für dich, Mutter Erde,

wenn es kein anderer tut.

Ich tanze für dich, Mutter Erde,

ich drehe mich in schnellen Kreisen,

ich schreite in einer Folge von Schritten,

ich setze achtsam Fuß vor Fuß.

Ich tanze für dich, Mutter Erde,

wenn es kein anderer tut.

Ich weine für dich, Mutter Erde,

ich weine Freudentränen über deine Schönheit,

ich weine vor Trauer über die Arten, die verloren sind,

ich weine vor Wut über den Raubbau an dir.

Ich weine für dich, Mutter Erde,

wenn es kein anderer tut.

Ich arbeite für dich, Mutter Erde,

ich befreie meine Umgebung von Müll,

ich pflege die Pflanzen in meinem Garten,

ich halte dich in meinem Herzen.

Ich arbeite für dich, Mutter Erde,

wenn es kein anderer tut.

Ich singe für dich, Mutter Erde, möge mein Lied dich aufheitern!

Ich tanze für dich, Mutter Erde, möge mein Tanz dich stärken!

Ich weine für dich, Mutter Erde, mögen meine Tränen dir Erleichterung verschaffen!

Ich arbeite für dich, Mutter Erde, möge mein Werk dich heilen!