Category: Rituale

Ruf zu Nehalennia als Hüterin der Tore (CooR)

13. Januar 2019

Ich betrete nun liminales Land,

nicht Wasser und nicht fester Grund,

veränderlich in Zeit und Raum.

Nehalennia, Seelenbegleiterin,

ich rufe dich!

Nehalennia zwischen Land und Meer,

mit dem Himmel über mir;

Sei an meiner Seite,

sei mein Leuchtturm

und wache über meinen Weg,

wenn ich nun den Kindred begegne.

Midwinter/Winter solstice 2018: Main prayer and core workings in English

23. Dezember 2018

Main sacrifice to the deity of the occasion

Sulis,

bright and shining sun,

hear my prayer when I call to you:

My thoughts are focused on your safe return

and I am craving for the feeling of your rays caressing my face.

Half a year ago, at midsummer, I was bathing in your light,

you being on top of your power.

Since then you have lost your strength,

and since the equinox you spread your light mainly at other places.

But now the day of your return has come:

Your radiance and your warmth have been missed sorely.

It almost seems as if the is no end to darkness,

as if the silence would absorb all sounds.

Sulis, I call out to you:

Come back to us!

Take up the journey

and please us with your sight!

(make an offering to Sulis)

 

You’ll need: a sun candle for the middle, tealights arranged in 6-9 rays around the sun candle (depending on your plans, see below): I always use three tealights per ray

Core workings

Lighten your sun candle from the sacred fire.

In this longest night of the year the sun will be reborn –

this sounds so unlike science.

But with it comes

the hope for a better future,

the chance for a new beginning,

the possibility to work on the option

that peace and freedom,

health and justice,

education and prosperity become realitiy for everybody someday.

Without this the earth is turning just a bit more

and a fiery ball is rising in the east.

A sunbeam for hope,

for a better future. (lighten the candles from sunbeam 1 from the middle to the end)

A sunbeam for peace,

so that a future is possible. (lighten the candles from sunbeam 2 from the middle to the end)

A sunbeam for love,

for others and for oneself. (lighten the candles from sunbeam 3 from the middle to the end)

A sunbeam for life,

and letting live (lighten the candles from sunbeam 4 from the middle to the end)

A sunbeam for confidence,

after the longest night, the deepest valley. (lighten the candles from sunbeam 5 from the middle to the end)

(You can add three more sunbeams here, for personal things.)

The first sunbeam at the sky,

a new beginning. (lighten the candles from last sunbeam  from the middle to the end)

(If you are not alone, people can hum during the candle lighting, or you can do it as som form of litany, so they say the second part of each verse.

Let the light and the words sink in for a moment before you move to the next step.)

Mittwinter-Soloritual 2018

21. Dezember 2018

Eröffnung

LIED: (Original „In dieser Nacht”, Text leicht variiert)

In dieser Nacht, der längsten, die das Jahr uns bringt,

in dieser Nacht wird uns das Leben neu geschenkt!

Blüht der Funke neuen Lebens mitten in der Dunkelheit:

Sonnenkind, in dieser Nacht!

 

Die dunkelste, die längste Nacht des Jahres ist gekommen,

und ich warte,

warte auf einen Lichtschimmer am Horizont,

warte auf die Rückkehr der Sonne,

auf die Verheißung von Wärme und Licht.

In dieser Nacht,

erneuertes Leben.

Reinigung

Die rechte Hand ins Wasser tauchen und die Stirn berühren:

Möge ich rein sein, damit ich die Grenzen überschreiten kann.

Die rechte Hand ins Wasser tauchen und die Lippen berühren:

Möge ich die Grenzen überschreiten, um dem Heiligen zu begegnen.

Die rechte Hand ins Wasser tauchen und das Herz berühren:

Möge ich dem Heiligen begegnen, um in allen Dingen gesegnet zu sein.

(William E. Ashton/SDF-Liturgie März 2014, Ü: B.R.)

Mutter Erde

Tief hast du dich in dich selbst zurückgezogen, Mutter Erde,

und doch hast du wie jede gute Mutter immer ein Auge auf deine Kinder:

Auch in der längsten Nacht des Jahres, wenn alles still und starr zu sein scheint,

können wir darauf bauen, dass du für uns da bist und uns hältst, so wie immer.

Mag auch Schnee dich mit einer Decke überziehen,

mag unwirtliches Wetter uns in die Häuser treiben:

Wir wissen: Du bist da draußen, immer da, und sammelst frische Kräfte,

um nach der langen Dunkelheit neues Leben hervorzubringen.

Sei auch in diesem Ritual bei uns und halte uns in deiner Hand.

Amen!

Den Kosmos wiedererschaffen

Wer sind wir?
Woher kommen wir?
Wie lautet die Geschichte unseres Volkes?“

Nicht schwer…..

Eine große neblige Wolke sammelte sich im Raum

Wirbelnd und drehen; drehend und wirbelnd, zog sie sich immer mehr in sich zusammen.

In ihrer Mitte begann es zu leuchten und die die umgebende Wolke wurde nach außen gedrängt, so dass sich das Wasser hier unten sammelte.


Und so kam es, dass der Stoff der Schöpfung auseinandergezogen wurde
um oben das Feuer zu formen

und unten das Wasser.

Das Sonnenfeuer wärmte den Kessel der Schöpfung
und Schlug mit Blitzen auf das Wasser ein und zeugte darin das Leben.

Und das Leben zeugte die Lebewesen
und die Lebewesen zeugten die Ahnen

Und die Ahnen zeugten uns;

Die Lebenden.

Aufrechte wie du, großer Baum, tragen wir in uns das Zeichen der Schöpfung.
Damals, heute und für immerdar.

Verwurzelt in den Urwassern der unteren Welt, die mittlere Welt der Formen überbrückend und das Feuer hoch im Oben umarmend.

(Earrach of Pittsburgh, Ü: Elen Lassair)

Oben und unten…

Ich öffne meine Augen…

Die Tore öffnen

Cernunnos,

du, der zwischen den Dingen sitzt,

du, der trennt, was getrennt werden soll,

du, der verbindet, was zusammengehört,

Herr der wilden ungezähmten Natur,

ich grüße dich heute, an diesem stürmischen Tag der Wintersonnenwende:

Hier stehe ich, im Zentrum aller Dinge und bitte dich:

Vereine deine Magie mit der meinen, wenn ich nun die Tore öffne!

Schütze mich, wenn ich auf fremden Pfaden wandle

und sei als Vermittler an meiner Seite, wenn ich mich mit den Kindred treffe!

Diese Gabe, Cernunnos, ist für dich:

(Opfergabe bringen)

Nimm diese/n (Symbol für die Quelle) und lass sie zur Quelle werden,

zum Tor, das uns mit den Vorfahren verbindet. (Lied: Cernunnos, öffne die Tore)

Nimm diese Flamme und lass sie zum heiligen Feuer werden,

zum Tor, das uns mit den Göttern verbindet. (Lied: Cernunnos, öffne die Tore)

Und nimm diesen Baum und lass ihn zum Weltenbaum werden,

zum Tor, das uns mit den Naturgeistern verbindet. (Lied: Cernunnos, öffne die Tore)

Durch deine und mit deiner Kraft und Magie: Mögen die Tore sich öffnen!

(B.R.)

Die Kindred einladen

Hallo, meine Vorfahren!

Ich denke an die, von denen ich abstamme, deren Gene ich teile.

Ich denke an die, die mir ein Vorbild geworden sind und denen ich nacheifere.

Ich denke an die, die meinem Herzen nahestehen.

Ich denke an die, die im Lauf der Jahrhunderte dieses Land, auf dem ich stehe, bevölkert haben.

So lange ich mich an euch erinnere, werdet ihr nicht vergessen sein.

Schön, dass ihr da seid. Ich möchte euch einladen:

Kommt zu mir an mein Feuer und feiert gemeinsam mit mir!

Teilt euer Wissen mit mir und nehmt dafür meine Geschenke an. (Gabe für die Ahnen)

Hallo Geistervolk!

Ich höre euch im Rascheln der Blätter, im Summen der Bienen, im Gezwitscher der Vögel.

Ich sehe euch in den Steinen am Rand, im Schatten der Bäume, in den Farben der Blumen.

Ich spüre euch im sanften Windhauch auf meiner Haut, in den kühlen Regentropfen in meinen Haaren, im weichen Gras unter meinen Füßen.

Ich sehe euer Werk, doch euch selbst sehe ich nicht.

Dennoch seid ihr hier an meiner Seite, und ich möchte euch einladen:

Kommt zu mir an mein Feuer und feiert gemeinsam mit mir!

Teilt euer Wissen mit mir und nehmt dafür meine Geschenke an. (Gabe für die Geister)

Hallo Götter und Göttinnen!

Ich sehe euch in dem Rhythmus der Jahreszeiten, im wiederkehrenden Auf- und Untergang der Sonne, in den Gesetzen, die ihr dem Kosmos gegeben habt, wodurch das Leben erst möglich wurde.

Ich höre von euch in den Bruchstücken der Mythen, die von euch geblieben sind, die euer Wirken wiedergeben.

Ich spüre euch in der Wärme eures Feuers, das alles ewiglich verwandelt, im Licht, das mir die Augen öffnet.

Ich grüße euch, Leuchtende, und ich möchte euch einladen:

Kommt zu mir an mein Feuer und feiert gemeinsam mit mir!

Teilt euer Wissen mit mir und nehmt dafür meine Geschenke an. (Gabe für die Götter)

(B.R.)

Hauptopfer

Sulis,

hell leuchtende Sonne,

hör mein Gebet, wenn ich dich rufe:

Deiner sicheren Rückkehr gelten meine Gedanken

und voll Sehnsucht erwarte ich das Gefühl, wenn deine Strahlen mein Gesicht streicheln.

Vor einem halben Jahr, an Mittsommer, habe ich in deinem Licht gebadet,

als du auf der Höhe deiner Kraft warst.

Seitdem hast du an Kraft verloren,

und seit der Tagundnachtgleiche dein Licht vor allem an anderen Orten verbreitet.

Doch nun ist der Tag deiner Rückkehr gekommen:

Dein Glanz und deine Wärme werden hier schmerzlich vermisst,

Fast scheint es, als würde die Dunkelheit kein Ende nehmen,

die Stille jedes Geräusch verschlucken.

Sulis, ich rufe dich:

Kehre zu uns zurück!

Mach dich auf den Weg

und erfreue uns mit deinem Anblick!

Opfergebet

LIED: Nehmt, Kindred, die Gaben, die ich bringe… (Original: Andrew Lloyd Webber)

Omen

Ich habe euch meine Geschenke überbracht und die Erinnerung an euch wachgehalten.

Nun schweige ich und öffne meinen Geist für euch und eure Botschaft.

Kindred, was habt ihr mir zu sagen?

Bitte um Segen

Ich bitte euch nun, Kindred: Seht auf diesen Kelch vor mir.

Ich fülle ihn mit Met.

Euch bitte ich: Füllt ihn aus dem Kessel der Inspiration, aus der Quelle der Weisheit, aus dem Horn der Fülle!

Füllt ihn mit den neu erwachten Kräften der Sonne, noch ganz klein, die uns Hoffnung schenken und eine neue Chance geben unsere Zukunft zu gestalten.

Füllt ihn mit euren Gaben, damit die, die davon trinken, gesegnet sind mit Gesundheit, Weisheit und Wohlstand.

Heiligung

(Kelch auf Kopfhöhe) Der Segen der Götter! Awen!

(Kelch auf Bauchhöhe) Der Segen der Naturgeister! Awen!

(Kelch zum Boden senken) Der Segen der Ahnen! Awen!

(Kelch über Kopfhöhe) Der Segen der Kindred wirke in mir und durch mich und um mich!

Siehe, das Wasser des Lebens!

Annahme des Segens

Ich nehme euren Segen an.

Möge er mich erfüllen und überfließen, so dass er auch die berührt, die mir begegnen.

Möge der Funke in mir zu einer Flamme werden, die überspringt auf die, die meinen Weg kreuzen.

Kernarbeit

Vom heiligen Feuer aus wird die Sonnenkerze angezündet.

In dieser längsten Nacht des Jahres wird die Sonne wiedergeboren –

wie unwissenschaftlich das klingt.

Doch damit verbunden ist

die Hoffnung auf eine bessere Zukunft,

die Chance auf einen Neuanfang,

die Möglichkeit daran zu arbeiten,

dass Frieden und Freiheit,

Gesundheit und Gerechtigkeit,

Bildung und Wohlstand eines Tages Realität für alle werden.

Ohne das dreht sich die Erde nur ein Stück weiter

und ein feuriger Ball steigt im Osten auf.

Ein Sonnenstrahl für Hoffnung,

auf eine bessere Zukunft. (1. Sonnenstrahl von der Mitte her anzünden)

Ein Sonnenstrahl für Frieden,

damit eine Zukunft möglich ist. (2. Sonnenstrahl von der Mitte her anzünden)

Ein Sonnenstrahl für Liebe,

füreinander und für sich selbst. (3. Sonnenstrahl von der Mitte her anzünden)

Ein Sonnenstrahl für Leben –

und leben lassen. (4. Sonnenstrahl von der Mitte her anzünden)

Ein Sonnenstrahl für Zuversicht,

nach der längsten Nacht, dem tiefsten Tal. (5. Sonnenstrahl von der Mitte her anzünden)

Der erste Sonnenstrahl – ein Neuanfang. (6. Sonnenstrahl von der Mitte her anzünden)

Verabschiedung

Liebe Vorfahren, Naturgeister und göttlichen Kräfte,

besonders du, Sulis:

Ich danke euch für eure Anwesenheit in meinem Ritual

und freue mich auf ein Wiedersehen!

Für jetzt aber verabschiede ich mich von euch:

Euer Segen geht mit mir, wie meine Liebe mit euch geht!

Bleibt, so lange ihr wollt und geht, wenn euch nichts mehr hält!

Tore schließen

Cernunnos,

du hast mein Tun begleitet, als ich die Tore geöffnet und mich mit den Kindred getroffen habe.

Zwischen den Welten wanderst du und begleitest mich auf meinem Weg.

Ich danke dir und bitte dich ein letztes Mal um deine Unterstützung, wenn ich die Tore nun schließe:

Lass das heilige Feuer wieder zur Flamme werden!

Lass die heilige Quelle wieder zur Wasserschale werden!

Lass den Weltenbaum wieder zum einfachen Baum werden!

Lass alles sein, wie es vorher war, bis auf die Magie, die hier geschah!

Durch deine und mit deiner Magie: Mögen die Tore sich schließen!

Mutter Erde verabschieden

Tief im Herzen des Winters, inmitten von Kälte und Dunkelheit,

feiern wir, dass das Licht die Dunkelheit besiegen wird,

dass der Zyklus von Neuem beginnt.

Von dir zu uns, Erdmutter:

Auch wenn du tief in dir ruhst, so sind wir doch durch dich miteinander verbunden

und auch mit dir verbunden.

Von uns zu dir, Erdmutter:

Nimm, was wir nicht gebraucht haben, unsere Liebe und unsere Dankbarkeit.

Ritual beenden

Mein Ritual nähert sich dem Ende:

Ich habe meinen Bund mit den Kindred bestätigt und gefestigt.

Ich habe die Rückkehr des Lichts gefeiert.

Nun sind die Tore geschlossen:

Das heilige Feuer ist erloschen, doch in mir brennt es weiter.

Die heilige Quelle ist versiegt, doch in mir fließt sie ewig.

Der Weltenbaum mag schwanken, doch ich stehe stark und fest auf dieser Erde.

Mein Ritual ist beendet.

Amen!

anschließend: Kerzensuche, Abendessen, Bescherung/Lieder singen…. bei gutem Wetter: Lagerfeuer im Hof mit Stockbrot

Gottheit der Woche 48: Die Matronen

24. November 2018

Einen Apfel bringe ich euch – für Gesundheit

Getreide bringe ich euch – für Fruchtbarkeit und Wohlstand

Eine Nuss bringe ich euch – für Weisheit

Matronae Nersihennae,

Mütter der Niers,

Mütter meines Stammes,

meine Gaben für eure Gaben!

Hüterinnen meines Volkes,

Wächterinnen meines Herdfeuers,

Lenkerinnen, weise Ratgeberinnen,

lasst eure Stimmen erklingen!

Aus der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft

lasst eure Botschaften hören!

 

In English:

For the Matronae

An apple I bring to you – for health
corn I bring to you – for fruitfulness and prosperity
a nut I bring to you – for wisdom

Matronae Nersihennae*,
mothers of the river Niers,
mothers of my tribe,
my gifts for your gifts!

Keepers of my folk,
guardians of my hearth fire,
guides, wise counselors,
let your voices sound in our minds!

From the past, from today and from tomorrow
let your messages be heard!

*I was very happy when I found evidence that the river behind my garden did (and does) have her own set of Matronae.

Samhain Ritual 2018: Kernarbeit

3. November 2018

Gebet:

Die Nächte werden länger,

die Tage feucht und kühl,

und dünne Nebelschleier schweben nicht nur über den Wiesen,

sondern auch zwischen den Welten.

Ich entzünde eine Kerze für die, die von uns gegangen sind.

Möge sie ein Leuchtturm sein, eine ausgestreckte Hand,

mit der ich die Toten willkommen heiße!

Ahnen der Gene, meine leiblichen Vorfahren,

diejenigen, von denen ich abstamme!

Ahnen des Geistes, Priester, Künstler, Schriftsteller, Wissenschaftler,

die, die meinen Geist formten und meinen Gedanken Gestalt verliehen!

Ahnen des Herzens, Nachbarn, Freunde und Bekannte,

mit denen ich Feste gefeiert habe und über den Gartenzaun hinweg gesprochen!

Ahnen des Landes, aus längst vergangenen Zeiten und aus Ländern weit entfernt,

die einen sinnlosen Tod gestorben sind, weil andere es so wollten!

Ich rufe euch bei euren Namen. Ihr seid nicht vergessen.

Nehmt euren Platz in unserer Mitte ein und werdet in unserer Erinnerung wieder lebendig!

(Namen vorlesen. nach jedem Namen eine kleine Pause machen)

Lied:

Touching spirits, touching hearts,

touching loved ones, never part,

not by distance nor time,

touching you on the other side,

touching you on the other side.

(Nachspüren)

 

In English:

03 To remember the ancestors
(German version will be on my blog)

My core working prayer for the ritual tomorrow:

Nights are getting longer,
the days wet and cool,
and thin veils of mist are hovering not only over the meadows,
but between the worlds as well.

I light a candle for those who have gone before.
May it be a beacon to them, my outstretched hand
to welcome the dead!

Ancestors of genes, my physical forefathers,
you who form my family tree!

Ancestors of spirit, priests, artists, writers and scientists,
you who shaped my mind and formed my thoughts!

Ancestors of heart, neighbours, freinds and aquaintances,
you with whom I had fun on many parties and who I talked to over the garden fence!

Ancestors of land, from times long ago and countries far away, who died a death bare of any sense, because others wanted this!

I call you by your names. You are not forgotten. Take your places among us and become alive in our memories!

(read a list of names with a pause after each name, then sing a final song to them (“Touching” by Karen Beth in my case))

Ritual für den Hambacher Forst

16. September 2018

Dieses Ritual ist halb spontan, halb geplant entstanden, weil ich das Bedürfnis hatte, in irgendweiner Form Unterstützung zu geben.

Ehrengast/Gott des Anlasses war Teutates (siehe Gottheit der Woche 39), der sich schützend vor sein Volk stellt.

Das Omen habe ich im Rahmen einer Meditation gezogen, bei der ich Teutates visualisiert habe, wie er zu mir in den Nemeton kommt.

In der Kernarbeit habe ich zunächst ein Gebet für die Bäume gesprochen und dann unter Trommelbegleitung die drei im Omen gezogenen Runen (Gebo, Wunjo, Ansuz) gechantet. Dabei habe ich mir vorgestellt, wie ich eine Dornenhecke à la Dornröschen rund um den Wald hochziehe. Undurchdringlich für die, die mit zerstörerischen Absichten kommen.

Wenn sich jemand dem anschließen möchte, wäre das toll.

Gottheit der Woche 41: Laima

15. August 2018

Ich höre dich im Ruf des Kuckucks,

Laima, göttliche Prophetin von Glück und Unglück,

du, die alles weiß.

Ich höre dich im Blöken des Lammes,

Laima, Zemynas Schwester,

Bringerin von Wohlstand und Reichtum.

Ich höre dich im Gesang der Meise,

Laima, die den Lebensfaden spinnt.

Leben und Tod liegen in deiner Hand.

Du erschaffst und du zerstörst,

damit aus den Ruinen etwas Neues entstehen kann.

Laima, Göttin der Kreativität,

du lenkst das Schicksal von Göttern und Menschen.

Vom Feuer deines Herdes bitte ich dich an das Feuer in meiner Mitte,

Laima!

Was du mich lehren kannst,

tausche ich gegen meine Opfergaben!

 

I hear you in the song of the cuckoo,

Laima, divine prophetess of luck and bad luck,

you who knows everything!

Ich hear you in the call of the lamb,

Laima, Zemyna’s sister,

bringer of wealth and fortune.

I hear you in the song of the tit/chickadee,

Laima, who sins the thread of life.

Life and death are at your hand.

You create and destroy,

so something new can be created from the ruins.

Laima, goddess of creativity,

you guide the fate of gods and humans alike.

From the fire of your hearth I invite you to the fire in my center,

Laima!

That what you can teach me,

I will exchange for my offerings!

 

Ritual zum Schulwechsel

14. August 2018

Diese Ritualelemente wurden für ein Ritual anlässlich des Wechsels auf die weiterführende Schule geschrieben. Sie lassen sich aber sicherlich auch für ein Einschulungsritual abwandeln.

Frey war der Wunschgott des betreffenden Kindes X.

Anlass für das Ritual:

Die Ferien sind fast vorbei. Es war ein toller Sommer, so warm und sonnig, wie die meisten von uns es noch nie oder schon lange nicht mehr erlebt haben. Nun beginnt bald wieder die Schule und damit ein neuer Lebensabschnitt für X, der jetzt ins 5. Schuljahr kommt. Eine neue Schule, eine neue Klasse, neue Fächer, neue Lehrer und neue Herausforderungen warten auf ihn! Heute treffen wir uns hier unter den Bäumen, um dies zu feiern und X in den kommenden Wochen zu unterstützen. Nicht nur wir Eltern, sondern alle Vorfahren, alles Geistervolk und alle göttlichen Kräfte sind hierzu herzlich eingeladen!

Hauptopfer/Ehrengast

Frey, Sohn von Njörd,

Bruder von Freya

Ehemann von Gerd,

Vater von Fjölnir!

Gott der Wanen

Du, der die Welt mit Freude und Leichtigkeit erfüllt,

du, der für das pure Leben und die Produktivität steht,

du, der mit Gullinborsti an deiner Seite buchstäblich immer Schwein hat!

Herrscher über Wind und Regen,

dessen Schiff stets die Segel gefüllt hat.

Herr über das Elbenvolk,

Frühlingstänzer, Sommersänger!

Du, der sein Schwert gegeben hat, um die Frau zu erobern, die er liebte.

Wir grüßen dich!

Opfergabe: Auszug aus ‘Magnus Chase’ vorlesen (Dialog Frey/Magnus am Ende des 1. Bandes), Schweinchen aus Marzipan

KERNARBEIT

Wir rufen Frey!

Gott des Sommers,

deine Saison nähert sich dem Ende,

aber noch können wir dich in unserer Mitte begrüßen.

Einst bist du voller Leidenschaft entflammt und hast sehr viel aufgegeben, um dein Ziel, die Frau deiner Träume, zu erreichen.

Eigentlich warst du auf der Suche nach deiner Schwester. Stattdessen sahst du Gerd.

Trotz des Wissens um die Konsequenzen, die dein Tun haben würde, trotz des Kopfschüttelns deiner Mitgötter, bist du nicht zurückgeschreckt vor deinem Tun.

Dein Schwert mag fort sein, dein Tod an Ragnarök irgendwann dadurch vorherbestimmt, aber du hast dein Ziel erreicht!

Heute bitten wir dich:

Entfache diese Zielstrebigkeit auch in X.

Schenke ihm die Weitsicht, sein Ziel zu erkennen und die Disziplin, es nicht aus den Augen zu verlieren.

Schenke ihm den Funken der Inspiration, der seine Kreativität und sein Interesse daran, neue Dinge zu lernen, weckt.

Schenke ihm strahlende Freude und Spaß in der Gemeinschaft seiner Klasse, Freunde, die ihm den Rücken stärken und die Leichtigkeit, den Augenblick zu genießen.

Schenke ihm Produktivität, die Fähigkeit, Dinge zu schaffen und zu Ende zu bringen, und den Erfolg, dass seine Leistung angemessen gewürdigt wird.

Schenke ihm den Mut und die Integrität, zu sich selbst und seinen Zielen zu stehen, auch, wenn andere ihn dafür belächeln oder den Kopf schütteln.

Schenke ihm Familie, die ihn unterstützt und die ihm Halt gibt, so wie du für deine Schwester Freya.

Vor uns liegt (Gegenstand, z.B. Taschenmesser).

Frey, wir weihen dieses Messer mit dem Wasser des Lebens. Es soll X immer an diese Begegnung erinnern und daran, dass er nicht allein ist. Er geht mit deinem Segen, so wie du mit unserer Zuneigung gehst, und wir begleiten ihn auf seinem Weg.

Evt. können verschiedene TN jeweils eine Zeile vorlesen

 

Anmerkung: Wir hatten ein tolles Ritual im kleinen Kreis. Das Omen für X lautete Dagaz – Ingwaz – Uruz. Für mich persönlich war es sehr spannend, ein Gruppenritual zu leiten, und dann noch Nichtheiden. Normalerweise stehe ich ja alleine da 🙂

Gottheit der Woche 44: Veles

29. Juli 2018

Ein Kind der Erde ruft zu dir:

Veles,

für dich erklingt mein Lied!

Die Quelle trägt meinen Ruf zu dir,

bis in die Tiefen der Unterwelt folgt dir meine Stimme.

Patron der Künstler, Schauspieler und Barden:

Möge dir gefallen, was ich dir zu bieten habe!

Du, der über die Toten wacht,

du, der über das Vieh wacht,

du, der über die Rechtsordnung wacht,

du, der über den Besicht wacht!

Vielfältiger, wandelbarer Veles,

ich bitte dich:

Such dir einen Weg an mein Feuer,

erfreu dich an meinen Gaben für dich!

Im Gegenzug teil dein Wissen mit mir,

deine Inspiration oder was du mich sonst lehren kannst!

 

In English:

A child of the earth calls out to you:

Veles.

my song is just for you!

The well will carry my call to you,

down into the depths of the underworld

my voice will follow you.

Patron of the artists,

of actors and bards:

May you be pleased by my offerings to you!

You who watches over the dead,

you who watches over the cattle,

you who watches over jurisdiction,

you who watches over what belongs to me!

Multifaceted, changeable Veles,

I ask you:

Find a way to my fire,

enjoy what I have to give!

In return share your knowledge with me,

your inspiration or what else you wish to teach me.

Gottheit der Woche 30: Dazbog

29. Juli 2018

Jetzt hatte ich glatt vergessen, den Post einzustellen. Aber hier ist er:

 

Dazbog,

du Spender alles Guten,

Grundlage allen Lebens auf der Erde,

du, der das Feuer auf der Erde repräsentiert,

ich grüße dich und lade dich ein:

Komm an mein Feuer,

erfüll mein Feuer mit deiner Kraft!

Güter des Gesetzes,

lass deine Sonne über mir erstrahlen und lehre mich,

was du mich lehren kannst und möchtest!

 

In English:

Dazbog,

provider of all good things,

foundation for all life on earth,

you, who represents fire on our planet,

I greet you and invite you:

Come to my fire,

fill my fire with your powers!

Guardian of the laws,

let your sun shine down on me and teach me

what you can and want to.