Category: Rituale

Gottheit der Woche 48: Die Matronen

24. November 2018

Einen Apfel bringe ich euch – für Gesundheit

Getreide bringe ich euch – für Fruchtbarkeit und Wohlstand

Eine Nuss bringe ich euch – für Weisheit

Matronae Nersihennae,

Mütter der Niers,

Mütter meines Stammes,

meine Gaben für eure Gaben!

Hüterinnen meines Volkes,

Wächterinnen meines Herdfeuers,

Lenkerinnen, weise Ratgeberinnen,

lasst eure Stimmen erklingen!

Aus der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft

lasst eure Botschaften hören!

 

In English:

For the Matronae

An apple I bring to you – for health
corn I bring to you – for fruitfulness and prosperity
a nut I bring to you – for wisdom

Matronae Nersihennae*,
mothers of the river Niers,
mothers of my tribe,
my gifts for your gifts!

Keepers of my folk,
guardians of my hearth fire,
guides, wise counselors,
let your voices sound in our minds!

From the past, from today and from tomorrow
let your messages be heard!

*I was very happy when I found evidence that the river behind my garden did (and does) have her own set of Matronae.

Samhain Ritual 2018: Kernarbeit

3. November 2018

Gebet:

Die Nächte werden länger,

die Tage feucht und kühl,

und dünne Nebelschleier schweben nicht nur über den Wiesen,

sondern auch zwischen den Welten.

Ich entzünde eine Kerze für die, die von uns gegangen sind.

Möge sie ein Leuchtturm sein, eine ausgestreckte Hand,

mit der ich die Toten willkommen heiße!

Ahnen der Gene, meine leiblichen Vorfahren,

diejenigen, von denen ich abstamme!

Ahnen des Geistes, Priester, Künstler, Schriftsteller, Wissenschaftler,

die, die meinen Geist formten und meinen Gedanken Gestalt verliehen!

Ahnen des Herzens, Nachbarn, Freunde und Bekannte,

mit denen ich Feste gefeiert habe und über den Gartenzaun hinweg gesprochen!

Ahnen des Landes, aus längst vergangenen Zeiten und aus Ländern weit entfernt,

die einen sinnlosen Tod gestorben sind, weil andere es so wollten!

Ich rufe euch bei euren Namen. Ihr seid nicht vergessen.

Nehmt euren Platz in unserer Mitte ein und werdet in unserer Erinnerung wieder lebendig!

(Namen vorlesen. nach jedem Namen eine kleine Pause machen)

Lied:

Touching spirits, touching hearts,

touching loved ones, never part,

not by distance nor time,

touching you on the other side,

touching you on the other side.

(Nachspüren)

 

In English:

03 To remember the ancestors
(German version will be on my blog)

My core working prayer for the ritual tomorrow:

Nights are getting longer,
the days wet and cool,
and thin veils of mist are hovering not only over the meadows,
but between the worlds as well.

I light a candle for those who have gone before.
May it be a beacon to them, my outstretched hand
to welcome the dead!

Ancestors of genes, my physical forefathers,
you who form my family tree!

Ancestors of spirit, priests, artists, writers and scientists,
you who shaped my mind and formed my thoughts!

Ancestors of heart, neighbours, freinds and aquaintances,
you with whom I had fun on many parties and who I talked to over the garden fence!

Ancestors of land, from times long ago and countries far away, who died a death bare of any sense, because others wanted this!

I call you by your names. You are not forgotten. Take your places among us and become alive in our memories!

(read a list of names with a pause after each name, then sing a final song to them (“Touching” by Karen Beth in my case))

Ritual für den Hambacher Forst

16. September 2018

Dieses Ritual ist halb spontan, halb geplant entstanden, weil ich das Bedürfnis hatte, in irgendweiner Form Unterstützung zu geben.

Ehrengast/Gott des Anlasses war Teutates (siehe Gottheit der Woche 39), der sich schützend vor sein Volk stellt.

Das Omen habe ich im Rahmen einer Meditation gezogen, bei der ich Teutates visualisiert habe, wie er zu mir in den Nemeton kommt.

In der Kernarbeit habe ich zunächst ein Gebet für die Bäume gesprochen und dann unter Trommelbegleitung die drei im Omen gezogenen Runen (Gebo, Wunjo, Ansuz) gechantet. Dabei habe ich mir vorgestellt, wie ich eine Dornenhecke à la Dornröschen rund um den Wald hochziehe. Undurchdringlich für die, die mit zerstörerischen Absichten kommen.

Wenn sich jemand dem anschließen möchte, wäre das toll.

Gottheit der Woche 41: Laima

15. August 2018

Ich höre dich im Ruf des Kuckucks,

Laima, göttliche Prophetin von Glück und Unglück,

du, die alles weiß.

Ich höre dich im Blöken des Lammes,

Laima, Zemynas Schwester,

Bringerin von Wohlstand und Reichtum.

Ich höre dich im Gesang der Meise,

Laima, die den Lebensfaden spinnt.

Leben und Tod liegen in deiner Hand.

Du erschaffst und du zerstörst,

damit aus den Ruinen etwas Neues entstehen kann.

Laima, Göttin der Kreativität,

du lenkst das Schicksal von Göttern und Menschen.

Vom Feuer deines Herdes bitte ich dich an das Feuer in meiner Mitte,

Laima!

Was du mich lehren kannst,

tausche ich gegen meine Opfergaben!

 

I hear you in the song of the cuckoo,

Laima, divine prophetess of luck and bad luck,

you who knows everything!

Ich hear you in the call of the lamb,

Laima, Zemyna’s sister,

bringer of wealth and fortune.

I hear you in the song of the tit/chickadee,

Laima, who sins the thread of life.

Life and death are at your hand.

You create and destroy,

so something new can be created from the ruins.

Laima, goddess of creativity,

you guide the fate of gods and humans alike.

From the fire of your hearth I invite you to the fire in my center,

Laima!

That what you can teach me,

I will exchange for my offerings!

 

Ritual zum Schulwechsel

14. August 2018

Diese Ritualelemente wurden für ein Ritual anlässlich des Wechsels auf die weiterführende Schule geschrieben. Sie lassen sich aber sicherlich auch für ein Einschulungsritual abwandeln.

Frey war der Wunschgott des betreffenden Kindes X.

Anlass für das Ritual:

Die Ferien sind fast vorbei. Es war ein toller Sommer, so warm und sonnig, wie die meisten von uns es noch nie oder schon lange nicht mehr erlebt haben. Nun beginnt bald wieder die Schule und damit ein neuer Lebensabschnitt für X, der jetzt ins 5. Schuljahr kommt. Eine neue Schule, eine neue Klasse, neue Fächer, neue Lehrer und neue Herausforderungen warten auf ihn! Heute treffen wir uns hier unter den Bäumen, um dies zu feiern und X in den kommenden Wochen zu unterstützen. Nicht nur wir Eltern, sondern alle Vorfahren, alles Geistervolk und alle göttlichen Kräfte sind hierzu herzlich eingeladen!

Hauptopfer/Ehrengast

Frey, Sohn von Njörd,

Bruder von Freya

Ehemann von Gerd,

Vater von Fjölnir!

Gott der Wanen

Du, der die Welt mit Freude und Leichtigkeit erfüllt,

du, der für das pure Leben und die Produktivität steht,

du, der mit Gullinborsti an deiner Seite buchstäblich immer Schwein hat!

Herrscher über Wind und Regen,

dessen Schiff stets die Segel gefüllt hat.

Herr über das Elbenvolk,

Frühlingstänzer, Sommersänger!

Du, der sein Schwert gegeben hat, um die Frau zu erobern, die er liebte.

Wir grüßen dich!

Opfergabe: Auszug aus ‘Magnus Chase’ vorlesen (Dialog Frey/Magnus am Ende des 1. Bandes), Schweinchen aus Marzipan

KERNARBEIT

Wir rufen Frey!

Gott des Sommers,

deine Saison nähert sich dem Ende,

aber noch können wir dich in unserer Mitte begrüßen.

Einst bist du voller Leidenschaft entflammt und hast sehr viel aufgegeben, um dein Ziel, die Frau deiner Träume, zu erreichen.

Eigentlich warst du auf der Suche nach deiner Schwester. Stattdessen sahst du Gerd.

Trotz des Wissens um die Konsequenzen, die dein Tun haben würde, trotz des Kopfschüttelns deiner Mitgötter, bist du nicht zurückgeschreckt vor deinem Tun.

Dein Schwert mag fort sein, dein Tod an Ragnarök irgendwann dadurch vorherbestimmt, aber du hast dein Ziel erreicht!

Heute bitten wir dich:

Entfache diese Zielstrebigkeit auch in X.

Schenke ihm die Weitsicht, sein Ziel zu erkennen und die Disziplin, es nicht aus den Augen zu verlieren.

Schenke ihm den Funken der Inspiration, der seine Kreativität und sein Interesse daran, neue Dinge zu lernen, weckt.

Schenke ihm strahlende Freude und Spaß in der Gemeinschaft seiner Klasse, Freunde, die ihm den Rücken stärken und die Leichtigkeit, den Augenblick zu genießen.

Schenke ihm Produktivität, die Fähigkeit, Dinge zu schaffen und zu Ende zu bringen, und den Erfolg, dass seine Leistung angemessen gewürdigt wird.

Schenke ihm den Mut und die Integrität, zu sich selbst und seinen Zielen zu stehen, auch, wenn andere ihn dafür belächeln oder den Kopf schütteln.

Schenke ihm Familie, die ihn unterstützt und die ihm Halt gibt, so wie du für deine Schwester Freya.

Vor uns liegt (Gegenstand, z.B. Taschenmesser).

Frey, wir weihen dieses Messer mit dem Wasser des Lebens. Es soll X immer an diese Begegnung erinnern und daran, dass er nicht allein ist. Er geht mit deinem Segen, so wie du mit unserer Zuneigung gehst, und wir begleiten ihn auf seinem Weg.

Evt. können verschiedene TN jeweils eine Zeile vorlesen

 

Anmerkung: Wir hatten ein tolles Ritual im kleinen Kreis. Das Omen für X lautete Dagaz – Ingwaz – Uruz. Für mich persönlich war es sehr spannend, ein Gruppenritual zu leiten, und dann noch Nichtheiden. Normalerweise stehe ich ja alleine da 🙂

Gottheit der Woche 44: Veles

29. Juli 2018

Ein Kind der Erde ruft zu dir:

Veles,

für dich erklingt mein Lied!

Die Quelle trägt meinen Ruf zu dir,

bis in die Tiefen der Unterwelt folgt dir meine Stimme.

Patron der Künstler, Schauspieler und Barden:

Möge dir gefallen, was ich dir zu bieten habe!

Du, der über die Toten wacht,

du, der über das Vieh wacht,

du, der über die Rechtsordnung wacht,

du, der über den Besicht wacht!

Vielfältiger, wandelbarer Veles,

ich bitte dich:

Such dir einen Weg an mein Feuer,

erfreu dich an meinen Gaben für dich!

Im Gegenzug teil dein Wissen mit mir,

deine Inspiration oder was du mich sonst lehren kannst!

 

In English:

A child of the earth calls out to you:

Veles.

my song is just for you!

The well will carry my call to you,

down into the depths of the underworld

my voice will follow you.

Patron of the artists,

of actors and bards:

May you be pleased by my offerings to you!

You who watches over the dead,

you who watches over the cattle,

you who watches over jurisdiction,

you who watches over what belongs to me!

Multifaceted, changeable Veles,

I ask you:

Find a way to my fire,

enjoy what I have to give!

In return share your knowledge with me,

your inspiration or what else you wish to teach me.

Gottheit der Woche 30: Dazbog

29. Juli 2018

Jetzt hatte ich glatt vergessen, den Post einzustellen. Aber hier ist er:

 

Dazbog,

du Spender alles Guten,

Grundlage allen Lebens auf der Erde,

du, der das Feuer auf der Erde repräsentiert,

ich grüße dich und lade dich ein:

Komm an mein Feuer,

erfüll mein Feuer mit deiner Kraft!

Güter des Gesetzes,

lass deine Sonne über mir erstrahlen und lehre mich,

was du mich lehren kannst und möchtest!

 

In English:

Dazbog,

provider of all good things,

foundation for all life on earth,

you, who represents fire on our planet,

I greet you and invite you:

Come to my fire,

fill my fire with your powers!

Guardian of the laws,

let your sun shine down on me and teach me

what you can and want to.

Mittsommer 2018: Gallische Herdkultur

22. Juni 2018

Eröffnung

Dies ist der längste Tag,

und ich bade in deinem Licht, Sonne,

ich lasse mich einhüllen von deinen warmen Strahlen,

mit jeder Pore sauge ich deine Energie in mich auf

und speichere die Erinnerung an diese Tage für eine Zeit,

wenn dein Licht und deine Wärme an Kraft verloren haben.

Jetzt bist du auf dem Höhepunkt deiner Macht,

aber das Rad dreht sich beständig,

und so ist im Höhepunkt auch der Tiefpunkt,

im Leben auch der Tod vorweggenommen.

Ich grüße heute auch Taranis, den, der das Rad vorantreibt.

Reinigung

Die rechte Hand ins Wasser tauchen und die Stirn berühren:

Möge ich rein sein, damit ich die Grenzen überschreiten kann.

Die rechte Hand ins Wasser tauchen und die Lippen berühren:

Möge ich die Grenzen überschreiten, um dem Heiligen zu begegnen.

Die rechte Hand ins Wasser tauchen und das Herz berühren:

Möge ich dem Heiligen begegnen, um in allen Dingen gesegnet zu sein.

(William Ashton, SDF Spring Euxinox Liturgy 2014)

(mit Wasser aus der Quelle und Weihrauch)

Durch die Kraft des Wassers und den Rauch des Feuers:

Dieser Schrein ist hehr und heilig!

(Ian Corrigan, Ü: Elen Lassair)

Mutter Erde grüßen

Auf dem Feld vor meinem Haus wiegen sich die Ähren im leichten Wind,

so als ob du dein goldbraunes Haar für mich schüttelst.

In dieser Zeit, wo die Kraft der Sonne am stärksten ist, bietest du uns Halt,

Mutter Erde,

einen Moment des Atemholens zwischen Säen und Ernten.

Schenke mir auch in diesem Ritual die Gewissheit,

festen Boden unter den Füßen zu haben,

so wie du es immer tust.

Amen!

Den Kosmos wieder erschaffen

Lied: Göttlicher Funke (Ein Kosmos-Lied)

Wasser der Tiefe, schöpferischer Weisheit, Heilige Quelle, komm

und fließe in mir, und fließe in mir!

Göttlicher Funke, Funke des Lebens, Licht des Himmels, komm

und brenne in mir, und brenne in mir!

Heiliger Baum, du Achse der Welten, tief verwurzelt und hoch gekrönt:

Komm, wachse in mir, komm, wachse in mir!

Heilige Mitte, neu geschaffen, hier an diesem heilige Ort:

Seit Tor und Tür mich mich jetzt und hier!

Oben und unten,

und ich dazwischen.

Um mich und in mir,

und ich in der Mitte.

Davor und danach,

und ich jetzt.

Ich öffne meine Augen und schaue mich um,

und sehe das Heilige mitten unter uns

und sehe mich in der Mitte des Heiligen.

(beides: Ceisiwr Serith., A Book of Pagan Prayer, Ü: B.R.)

Die Tore öffnen

Cernunnos,

du, der zwischen den Dingen sitzt,

du, der trennt, was getrennt werden soll,

du, der verbindet, was zusammengehört,

Herr der wilden ungezähmten Natur,

ich grüße dich heute, an diesem längsten Tag des Jahres!

Hier stehe ich, im Zentrum aller Dinge und bitte dich:

Vereine deine Magie mit der meinen, wenn ich nun die Tore öffne!

Schütze mich, wenn ich auf fremden Pfaden wandle

und sei als Vermittler an meiner Seite, wenn ich mich mit den Kindred treffe!

Diese Gabe, Cernunnos, ist für dich:

(Opfergabe bringen)

Nimm diese Muschel und lass sie zur Quelle werden,

zum Tor, das mich mit den Vorfahren verbindet.

Nimm diese Flamme und lass sie zum heiligen Feuer werden,

zum Tor, das mich mit den Göttern verbindet.

Und nimm diesen Baum und lass ihn zum Weltenbaum werden,

zum Tor, das mich mit den Naturgeistern verbindet.

Durch deine und mit deiner Kraft und Magie: Mögen die Tore sich öffnen!

Lied: Cernunnos, öffne die Tore

Die Kindred einladen

Hallo, meine Vorfahren!

Ich denke an die, von denen ich abstamme, deren Gene ich teile.

Ich denke an die, die mir ein Vorbild geworden sind und denen ich nacheifere.

Ich denke an die, die meinem Herzen nahestehen.

Ich denke an die, die im Lauf der Jahrhunderte dieses Land, auf dem ich stehe, bevölkert haben.

So lange ich mich an euch erinnere, werdet ihr nicht vergessen sein.

Schön, dass ihr da seid. Ich möchte euch einladen:

Kommt zu mir an mein Feuer und feiert gemeinsam mit mir!

Teilt euer Wissen mit mir und nehmt dafür meine Geschenke an.

(Opfergabe)

Hallo Geistervolk!

Ich höre euch im Rascheln der Blätter, im Summen der Bienen, im Gezwitscher der Vögel.

Ich sehe euch in den Steinen am Rand, im Schatten der Bäume, in den Farben die Bienen.

Ich spüre euch im sanften Windhauch auf meiner Haut, in den kühlen Regentropfen in meinen Haaren, im weichen Gras unter meinen Füßen.

Ich sehe euer Werk, doch euch selbst sehe ich nicht.

Dennoch seid ihr hier an meiner Seite, und ich möchte euch einladen:

Kommt zu mir an mein Feuer und feiert gemeinsam mit mir!

Teilt euer Wissen mit mir und nehmt dafür meine Geschenke an.

(Opfergabe)

Hallo Götter und Göttinnen!

Ich sehe euch in dem Rhythmus der Jahreszeiten, im wiederkehrenden Auf- und Untergang der Sonne, in den Gesetzen, die ihr dem Kosmos gegeben habt, wodurch das Leben erst möglich wurde.

Ich höre von euch in den Bruchstücken der Mythen, die von euch geblieben sind, die euer Wirken wiedergeben.

Ich spüre euch in der Wärme eures Feuers, das alles ewig verwandelt, im Licht, das mir die Augen öffnet.

Ich grüße euch, Leuchtende, und ich möchte euch einladen:

Kommt zu mir an mein Feuer und feiert gemeinsam mit mir!

Teilt euer Wissen mit mir und nehmt dafür meine Geschenke an.

(Opfergabe)

Hauptopfer:

Ich rufe Taranis, den Leuchtenden!

Und der Donner rollt.

Ich rufe Taranis, der über den Himmel regiert!

Und der Donner rollt.

Ich rufe Taranis, der den Regen bringt!

Und der Donner rollt.

Ich rufe dich:

Bringer der kosmischen Ordnung,

Bewahrer der Kontinuität!

Ohne dich würde uns der Himmel buchstäblich auf den Kopf fallen!

Du hältst das Chaos fern,

und du treibst das Rad des Jahres voran,

den Prozess von Tod und Erneuerung,

von Leben und Sterben,

von Frühling, Sommer, Herbst und Winter!

Dein Blitz sei mein Feuer, Taranis,

und ich lade dich ein:

Teile mein Feuer mit mir,

und teile dein Wissen mit mir!

Lehre mich, was du zu geben hast,

und nimm, was ich dir zu geben habe.

Geschichte von Taranis und Cernunnos erzählen

Omen

Ich habe euch meine Geschenke überbracht und die Erinnerung an euch wachgehalten.

Nun schweige ich und öffne meinen Geist für euch und eure Botschaft.

Kindred, was habt ihr mir zu sagen?

(Omen ziehen, interpretieren, darüber meditieren)

Segen/Kommunion

Ich bitte euch nun, Kindred: Seht auf diesen Kelch in meiner Hand/vor mir.

Ich fülle ihn mit Wein.

Euch bitte ich: Füllt ihn aus dem Kessel der Inspiration, aus der Quelle der Weisheit, aus dem Horn der Fülle!

Füllt ihn mit euren Gaben, damit die, die davon trinken, gesegnet sind

mit Gesundheit, Weisheit und Wohlstand.

(Kelch zum Boden senken) Der Segen der Ahnen! Awen!

(Kelch auf Bauchhöhe) Der Segen der Naturgeister! Awen!

(Kelch auf Kopfhöhe) Der Segen der Götter! Awen!

(Kelch über Kopfhöhe) Der Segen der Kindred wirke in mir und durch mich und um mich!

Siehe, das Wasser des Lebens!

(Kommunion)

Ich nehme euren Segen an.

Möge er mich erfüllen und überfließen, so dass er auch die berührt, die mir begegnen.

Möge der Funke in mir zu einer Flamme werden, die überspringt auf die, die meinen Weg kreuzen.

Dank und Verabschiedung

Mein Ritual nähert sich dem Ende.

Taranis, dein Regen zur rechten Zeit und im rechten Maß ist mir ein willkommener Gruß von dir, auch wenn sich unsere Wege nun trennen.

Kindred, ich danke euch für euer Kommen und Mitwirken.

Meine Liebe geht nun mit euch, so wie euer Segen mit mir geht.

Die Tore schließen

Cernunnos, ich danke auch dir

und bitte dich ein letztes Mal heute um deine Unterstützung,

wenn ich nun die Tore schließe:

Lass das heilige Feuer wieder zur Flamme werden!

Lass den heiligen Brunnen wieder zur Wasserschale werden!

Lass den Weltenbaum wieder zum einfachen Baum werden!

Lass alles sein, wie es vorher war, bis auf die Magie, die hier geschah!

Durch deine und mit deiner Magie: Mögen die Tore sich schließen!

Mutter Erde danken

Tief atme ich ein,

Mutter Erde,

alle Sinne erfüllt von deinen Gaben.

Du gibst mir Halt in dieser Zeit, in der alles auf der Kippe steht,

im Ritual wie zu jeder Zeit.

Ich danke dir

und gebe dir zurück, was ich nicht gebraucht habe.

Nimm es als Zeichen meiner Liebe und Dankbarkeit zu dir.

Ritual beenden

Mein Ritual nähert sich dem Ende.

Ich habe den Kosmos wieder erschaffen und in seiner Mitte gestanden.

Ich habe die Sonne auf dem Höhepunkt ihrer Macht gefeiert, die Fülle des Lebens, die Wärme und das Licht,

in dem Wissen, dass wir nun fast unmerklich der Dunkelheit entgegengehen.

Ich habe Taranis gerufen, den Donnerer, dessen Gewitter den Regen bringen, der die Erde fruchtbar macht.

Ich habe meinen Bund mit den Kindred bestätigt und gefestigt.

Nun gehe ich, allein, doch als Teil des großen Ganzen.

Die heilige Quelle ist versiegt, doch in mir fließt sie weiter.

Das heilige Feuer ist verloschen, doch in mir brennt es ewig.

Der Weltenbaum mag schwanken, doch ich stehe fest verwurzelt in dieser Welt.

Dieses Ritual ist nun beendet. Amen!

How Veles stole Perún’s cattle

16. Juni 2018

One day Perún, the thunder god, detected that all of his cattle had been stolen. Soon he detected the guilty one, too: It had to be his old adversary Veles.

He was the god of the underworld, but of cattle as well, so he thought that all farm animals belonged to him.

We can’t have that behavior!“ Perún grumbled. He stretched a bit on his high seat on the World Mountain and searched for the thief. „Wait until I catch you…“

It didn’t take long for him to see Veles along with his herd on a lovely meadow. As soon as he saw him he cast a lightning to punish the thief.

But Veles wasn’t stupid. He knew all to well that Perún wouldn’t simply let him go. When he realized he had been detected he shape-shifted into another cow. The lightning shot past him into the ground.

Perún was angry. Missed! He took aim again.

Meanwhile Veles had hidden behind a high stone standing in the middle of the meadow. Perún’s lightning made the stone explode and change into a heap of pebbles. The flock of cows ran away.

Perún sighed. Not only had he missed Veles, he would have to search his cows again!

Veles had escaped into a nearby forest. It was dark and full of shadows down there under those high trees. The thunder god would have difficulties to see him there, he hoped.

Perún only saw some movement between the tree trunks. He aimed – but Veles had already shape-shifted into a big bear with black fur, and his lightning missed by far and frightened a few squirrels.

Just to be sure the god of the underworld decided to search for another hideout. Just behind the forest was a little farm. Surely Perún wouldn’t shoot on a farm! Think of the poor people living there!

Quickly he went under way.

Meanwhile Perún had apologized to the squirrels and searched for his adversary again. Finally he saw him, when Veles just showed up behind the farmhouse.

And Perún knew something Veles didn’t know: The farm had stood empty for quite some time by now! No need to hold back, Perún thought.

Bang!

The lightning hit the farmhouse and tore down the roof. It landed a few hundred meters away in a tree.

But Veles got away again. Perún had shot a second too early.

The god of the underworld shape-shifted into a borzoi, and he left the farm as fast as his dog legs would carry him.

Perún shook his head. This was becoming ridiculous! He wouldn’t make a fool of himself anymore. It was time to use some tricks.

By now Veles had reached a lake. He went a few steps into the water and drank thirsty from all this running. Occasionally he looked around: No Perún near and far! Was it really possible he got away?

To be on the safe side he would stay in his dog shape for a while. Veles searches for a nice warm spot on the sandy beach and made himself comfortable, but even so kept an eye on possible intruders.

Perún had taken his chariot in the meantime and had driven down to the earth. After his arrival he took the form of a young wanderer. Equipped with a backpack and a staff he followed Veles’ s traces down to the lake.

Soon he detected the shape-shifting god, but he didn’t reveal his own person. Instead he sat down at the beach, took a picnic out of his backpack and started a hearty dinner.

Veles had seen the unknown guest, of course – and smelled! That one over there had sausages, delicious sausages! Veles might have been a god, but right now he was a dog as well. And in his dog shape he was thinking mainly with his stomach and nose. Carefully he rose and leered at the wanderer.

Perún had seemed to take no notice of the dog the whole time. But now he talked to him:

Now there’s a fine dog! Look what I might have for you! Do you like a piece of sausage?“

Veles was still skeptical. But – sausage!!! Slowly he neared, the delicious smell in his nose.

The wanderer presented him with half a salami. Finally Veles couldn’t restrain himself any longer. He snapped for the sausage and started chewing.

At the same moment Perún let down his camouflage.

He grabbed the distracted dog, held him above his head and threw him as far as possible into the lake. And he could throw far!

Were he really a dog, Veles might have drowned, but -what a luck- he could shape-shift into a water snake. In that form he dived down to the lake’s ground. From here he could change into his own realm, the underworld. An Perún wouldn’t be able to follow him there!

Perún stood on the beach and grinned triumphantly for his success.

Now stay where you are! And keep away from my cattle, Veles!“, he yelled after the underworld’s ruler, and finally went to search his cows again.

Midsummer ritual 2018: Gaulish hearthculture

16. Juni 2018
Beginning and purpose

This is the longest day,

and I am bathing in your light, sun,

getting caressed by your warm rays.

With each pore I take in your energy

and store it for the time

when your light and warmth have lost their strength.

Now you are at the height of your power,

but the wheel turns eternally and so

in the climax we anticipate the end,

and in life we anticipate death.

Song: Song for Summer Solstice – Libby Roderick (or something similar)

Purification

(William Ashton, SDF, March Equinox 2014)

[Warm hands over the flame, then touch the waters of the well, saying:]

May I be pure that I may pass through the Sacred…

[Again, warm hands over the flame, then touch the waters of the well, saying:]

May I pass through the Sacred that I may attain the Holy…

[For a final time, warm hands over the flame, then touch the waters of the well, saying:]

May I attain the Holy that I may be blessed in ALL things.

[After speaking aloud these words, take several moments to experience the feeling of purification. Breathe deep.]

By the power of the waters, by the power of the fire:

This grove may be pure and sacred ground!

Mother Earth

On the field in front of my house the grain is swaying slightly in the wind,

just as if you were shaking your golden and brown hair for me.

In this time, when the sun’s power reaches its peak,

you offer us a steady place.

Mother Earth,

a moment to breathe between sowing and harvesting.

In this ritual please offer me the certainty

to find my footing,

just like you do all the time.

This is my gift for you, Earth Mother: …. (offering)

Recreating the cosmos

Who are we? From whence do we come? What is the story of our people?

Not hard…

A great misty cloud had gathered together in the void

Swirling and spiraling; spiraling and swirling Drawing ever-in upon itself.

At its center radiance shone forth

And drove outward the surrounding cloud

Gathering the waters together here below.

And so it was that the stuff of creation drew apart

To form the Fire Above And the Waters Below.

The Solar Fire warmed the Cauldron of Creation

And stroked upon its waters with thunderbolts And begat upon it Life.

And the Life begat the Creatures

And the Creatures begat the Ancestors

And the Ancestors begat Us– the Living People.

Upright like you, Great Tree

We bear upon us the mark of Creation

Then, now, and for all time.

Rooted in the ancestral waters of the World Below,

Spanning this Middle-World of form

And reaching ever-upward to embrace the

Fire Above.

Earrach of Pittsburgh

Sacred well, flow in me (offering)

Sacred fire, burn in me (offering)

Sacred tree, grow in me (offering)

Hüter der Tore anrufen und Tore öffnen

I call out to Cernunnos, the one in between,

the one who keeps apart what needs to be kept apart

and the one who brings together what need to come together.

Wild One, I bring this offering before you

and ask you to help me:

Be at my side and support my magic when I am opening the gates now!

Let the candle be the sacred fire, gate to the heavens, gate to the gods and goddesses!

Let the cauldron be the sacred well, gate to the underworld, gate to the ancestors!

And let the tree be the world tree, gate to the world around me, gate to the spirits!

Through and with your magic: May these gates now open!

Kindreds anrufen

I call out to the Kindreds now.

I stand at the sacred center, before the Well, and honor my Ancestors!

You who have lived here before me. You whose blood runs through my veins. You who are my inspiration. You who are close to my heart and mind: Be welcome at my fire! I invite you to be part of this ritual. Teach me your knowledge and take my gifts for you in return.

[Make your offerings to your Ancestors]

Ancestors, accept my offering! *

I stand at the sacred center, before the Tree, and honor the Nature Kin!

Nature Spirits, kin of fur, feather, shell, and scales. Kin of growing things, spirits of the household and dwellers in hidden shadows: Be welcome at my fire! I invite you to be part of this ritual. Teach me your knowledge and take my gifts for you in return.

[Make your offerings to your Nature Kin]

Nature Kin, accept my offering! *

I stand at the sacred center, before the Fire, and honor my Gods!

Shining ones, you who shaped the cosmos! You who still keep it together: Be welcome at my fire! I invite you to be part of this ritual. Teach me your knowledge and take my gifts for you in return.

[Make your offerings to your Gods]

Shining Gods, accept my offering!

Main sacrifice

Song: See me (link: )http://werkelwald.de/song-see-me-sehet-mich/

Deity of the occasion

I call to Taranis, the Shining One!

And the thunder rolls.

I call to Taranis, who rules the sky!

And the thunder rolls.

I call to Taranis, who brings the rain!

And the thunder rolls.

I call to you:

Bringer of the cosmic order,

keeper of continuity!

Without you the sky would literally fall down on our heads!

You keep the chaos away,

and you push the wheel of the year,

the process of death and renewal,

of living and dying,

von spring, summer, autumn and winter!

Your lightenting may be my fire, Taranis,

and I invite you:

Share my fire with me,

and share your knowledge with me!

Teach me what you have to give

and take in return what I have to give!

Offering: Story of How the rainbow…., incense

Omen

I have spoken of you, so that your names live on. Now it’s time for me to be quiet and listen to your words and messages. Please. Kindreds, what do you want to tell me?

(draw omen)

Asking for the blessings

Kindreds, I ask you for your blessings: Look at this chalice before me. I have filled it with (…), but you, Kindreds, may fill it from your cornucopia of abundance, from your well of wisdom, from your cauldrom of inspiration. Fill it with your blessings so that I am blessed with prosperity, wisdom and health.

Blessing of the waters

(hold chalice up high)

The blessings of the gods! AWEN

(hold chalice up at breasts high)

The blessings of the spirits! AWEN

(hold chalice down to the earth)

The blessings of the ancestors! AWEN

(hold chalice up high again)

See the waters of life!

Accepting the blessings

I received your blessings, Kindreds! May they overflow in me to nourish those that cross my path. May their spark jump over to those I meet so that I will become a blessing for others.

Thanking and good bye

Kindreds,

I thank you for coming and participating in my ritual.

I invite you to stay if you want and leave if you must. My respect and love will be with you as your blessings are with me!

Taranis, I thank you, too. Roll your wheel and take good care of the rains in the next weeks!

Closing the gates

Cernunnos, my gate keeper,

thank you for your good work as a mediator and facilitator. I ask you one more time to assist me in the closing of the gates:

Let tha sacred fire become a candle flame again!

Let the sacred well become a cauldron again!

Let the world tree become a simple tree again!

Let everything be as it was before, except for the magic that happened today!

Through and with your magic: May the gates close now!

Thanking the Earth Mother

A deep breath,

Mother Earth,

and all senses are filled with your gifts.

You are my steady ground in a time when everything is off balance,

in ritual and every time.

I thank you

and return to your what I didn’t need.

Take it a a sign of my love and gratefulness.

Ritual beenden

My ritual comes to an end.

I recreated the cosmos and stood in its center.

I have celebrated the sun at the height of his (?) power, the bounty of life, the warmth and the light.

I have honored Taranis, the keeper of this bounty.

My relationship with the kindreds has been reaffirmed and strengthened.

Now I will leave, not alone, but as a part of the big picture.

The sacred well dried out, but it is still flowing in me.

The sacred fire has burned down, but it in me the spark is still alive.

The world tree might tremble, but I am deeply rooted in this world.

This ritual is over. Amen/Esti*!

* Esti: Gaulish for Amen

For once I first have an English version of my work ready. You’ll get the German version of this soon.