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Soloritual Samhain 2017

29. Oktober 2017

Samhain 2017

Anmerkung: Die grobe Idee zu der Kernarbeit mit dem Weben kam vom Samhainritual 2012 des Sassafras Grove, ADF. Ich habe die Idee aufgegriffen und daraus ein Soloritual mit gallischem Hintergrund gemacht statt eines nordischen Gruppenrituals. Es lässt sich jedoch auch problemlos mit Kleingruppen abhalten. Die Texte, soweit nicht anders vermerkt, stammen aus meiner Feder. Texte, die ich sehr häufig in meinen Ritualen verwende, habe ich z.T. nur eingeleitet und dann mit … weitergeführt.

Euch allen ein wunderbares Samhain!

 

Eröffnung/Anlass

Dunkel ist es und kalt und ungemütlich.

In dieser Nacht, der Nacht von Samhain, stehe ich hier draußen zwischen den Jahren.

In dieser Nacht, in der die Schleier zwischen den Welten dünn sind, grüße ich meine Vorfahren.

Ich erinnere mich an die, die von uns gegangen sind und halte die Erinnerung an sie wach.

Ich lasse sie in meinem Herzen wieder lebendig werden.

Lied: Samhain (Lisa Thiel)

 

Reinigung

Möge ich rein sein … ( W. Ashton für SDF)

 

Mutter Erde begrüßen

Kühl streicht der Wind über meine Haut,

kühl streicht er über deine Haut, Mutter Erde.

Nebelschwaden hüllen dich ein

und verbergen dich oft vor meinem Blick.

Tautropfen glitzern auf den Spinnwebfäden,

die sich zwischen den Gräsern spannen,

die sich zwischen den Ästen spannen,

die sich zwischen mir und der Welt spannen:

Zeichen für das große Netz des Lebens,

in dem wir alle miteinander durch dich verbunden sind,

durch den Raum und durch die Zeit.

Nicht gefangen, nicht hilflos,

sondern als denkende, fühlende Wesen mit Verantwortung füreinander.

Halte mich, Mutter Erde,

sei mein Anker im Hier und Jetzt,

wenn sich die Schleier zwischen den Welten öffnen

und Zeit und Raum keine Rolle mehr spielen.

Amen!

 

Den Kosmos (wieder)erschaffen

Zu Beginn war das Urmeer, das große Nichts, voller Chaos, voller Potential.

Alles war möglich, weil nichts war. Und inmitten dieses Chaos verbanden sich einzelne Elemente miteinander und wurden zu Feuer und Eis.

Und aus Feuer und Eis wurde das Land, und über dem Land wölbte sich der Himmel, und auf dem Land wuchs der Weltenbaum, und verband Himmel und Erde miteinander. Und Leben wurde möglich.

Als sich Feuer und Eis verbanden, wurde der Kosmos geschaffen. Wie es damals geschah, so geschieht es auch heute:

Das Wasser umgibt mich,

Wasser der Flüsse, Seen und Meere, Regen vom Himmel und Grundwasser in den Tiefen der Unterwelt,

Quelle von Kreativität und Potential, fließe in mir!

Das Land erstreckt sich zu meinen Füßen,

Bietet Halt und Schutz

für die Wurzeln des Weltenbaums.

Heiliger Baum, wachse in mir!

Der Himmel wölbt sich über mir,und sein Feuer leuchtet mir zu: Sonne, Mond und Sterne strahlen über mir

Funke der Inspiration, springe auf mich über!

Oben und unten… (Ceisiwr Serith)

Ich öffne meine Augen und schaue mich um…. (Ceisiwr Serith)

 

Die Tore öffnen

Cernunnos, du. der zwischen den Welten wandert,

du, der trennt und verbindet,

du, der den Toten den Weg zur Küste weist:

Sei heute an meiner Seite, wenn ich die Tore öffne!

LIED: Cernunnos, öffne die Tore….

Cernunnos, ich bitte dich nun:

Nimm diese Kerze und verwandle sie!

Lass sie zum heiligen Feuer werden, Tor zum Himmel, Tor zu den Göttern!

Und nimm diese Muschel und verwandle sie!

Lass sie zur heiligen Quelle werden, Tor zur Unterwelt, Tor zu den Vorfahren!

Und nimm diesen Baum und verwandle ihn!

Lass ihn zum Weltenbaum werden, Tor in Mittelerde, Tor zu den Naturgeistern!

Durch deine und mit deiner Kraft und Magie:

Mögen die Tore sich öffnen!

 

Die Kindred einladen

Hallo, meine Vorfahren!

Ich denke an die, von denen ich abstamme, deren Gene ich teile.

Ich denke an die, die mir ein Vorbild geworden sind und denen ich nacheifere.

Ich denke an die, die meinem Herzen nahestehen.

Ich denke an die, die im Lauf der Jahrhunderte dieses Land, auf dem ich stehe, bevölkert haben.

So lange ich mich an euch erinnere, werdet ihr nicht vergessen sein.

Schön, dass ihr da seid. Ich möchte euch einladen:

Kommt zu mir an mein Feuer und feiert gemeinsam mit mir!

Teilt euer Wissen mit mir und nehmt dafür meine Geschenke an.

Lied: Ahnenruf (Wenn ich mich an euch erinnere…)

 

Hallo Geistervolk!

Ich höre euch im Rascheln der Blätter, im Summen der Bienen, im Gezwitscher der Vögel.

Ich sehe euch in den Steinen am Rand, im Schatten der Bäume, in den Farben der Blumen.

Ich spüre euch im sanften Windhauch auf meiner Haut, in den kühlen Regentropfen in meinen Haaren, im weichen Gras unter meinen Füßen.

Ich sehe euer Werk, doch euch selbst sehe ich nicht.

Dennoch seid ihr hier an meiner Seite, und ich möchte euch einladen:

Kommt zu mir an mein Feuer und feiert gemeinsam mit mir!

Teilt euer Wissen mit mir und nehmt dafür meine Geschenke an.

Lied: Fylgia

 

Hallo Götter und Göttinnen!

Ich sehe euch in dem Rhythmus der Jahreszeiten, im wiederkehrenden Auf- und Untergang der Sonne, in den Gesetzen, die ihr dem Kosmos gegeben habt, wodurch das Leben erst möglich wurde.

Ich höre von euch in den Bruchstücken der Mythen, die von euch geblieben sind, die euer Wirken wiedergeben.

Ich spüre euch in der Wärme eures Feuers, das alles ewiglich verwandelt, im Licht, das mir die Augen öffnet.

Ich grüße euch, Leuchtende, und ich möchte euch einladen:

Kommt zu mir an mein Feuer und feiert gemeinsam mit mir!

Teilt euer Wissen mit mir und nehmt dafür meine Geschenke an.

Lied: Shining Ones, we honor you (Luke Landry)

 

Götter des Anlasses

benötigt wird: Drei oder vier sich überkreuzende Holzstäbe oder Strohhalme, die in der Mitte fixiert sind, dazu Wollfäden

Matronen, Schicksalsweberinnen,

ich grüße euch und heiße euch an meinem Feuer herzlich willkommen.

Ihr, die uns durch den Alltag begleitet,

mit euch knüpfe ich heute das Netz stärker.

Dieses Band knüpfe ich für die Vergangenheit:

Ich blicke zurück, auf das was war,

auf eingeschlagene Wege,

auf genutzte und ungenutzte Möglichkeiten.

Ich blicke zurück zu meinen Vorfahren,

die mir den Weg bereitet

und meine Entscheidungen beeinflusst haben. (Band einweben)

Dieses Band knüpfe ich für die Gegenwart:

Ich stehe ständig am Scheideweg

und muss eine Entscheidung treffen.

Hier uns jetzt treffe ich eine Wahl.

Ich blicke zu den Geistern,

die Seite an Seite mit mir leben

und mit meinen Entscheidungen leben müssen. (Band anknoten und einweben)

Dieses Band knüpfe ich für die Zukunft:

Wohin mich dich Schritte lenken werden,

welche Möglichkeiten sich mir eröffnen,

das weiß ich noch nicht.

Ich blicke zu den Göttern,

auf deren Rat und Beistand ich vertraue,

damit ich gute Entscheidungen treffe. (Band anknoten und einweben)

 

Opfergebet

Lied: Sehet mich

Omen

Matronen,

ihr sitzt da und webt den Faden meines Lebens hinein in das große allumspannende Netz.

An diesem Punkt bitte ich euch:

Schenkt mir einen Blick durch eure Augen,

damit ich erkenne,

welche Botschaft ihr für mich bereithaltet.

 

Bitte um Segen/Heiligung des Segens

Ich bitte euch nun um euren Segen. In meinen Händen halte ich einen Kelch. Macht ihn zum Zentrum eurer Aufmerksamkeit und segnet seinen Inhalt. Ich fülle ihn mit Met. Füllt ihr ihn aus der Quelle der Inspiration, aus dem Horn der Fülle, aus dem Kessel der Vielfalt! Füllt ihn mit eurem Segen, damit die, die davon trinken, gesegnet sind mit Weisheit, Gesundheit und Wohlstand.

Der Segen der Götter – AWEN

Der Segen der Naturgeister – AWEN

Der Segen der Ahnen – AWEN

Der Segen der Kindred ruhe auf mir und in mir. Siehe, das Wasser des Lebens!

 

Bestätigung des Segens

Lied: Der Segen der Kindred wirke in mir

 

Kernarbeit

weitere Fäden einweben: Dieses Band knüpfe ich für meine Oma…(Name), die (Was verbindest du mit dieser Person?). Dieses Band knüpfe ich für meinen Sohn ….etc.

Lied dazu: We are the flow and we are the ebb, we are the weavers weaving the web (Reclaiming)

 

Verabschiedung

Dieses Netz wird mich in den kommenden Wochen begleiten und mich an meine Verbindung mit euch erinnern.

Für jetzt danke ich euch allen, dass ihr gekommen seid:

Götter, Geister und Vorfahren, auf Wiedersehen!

Matronen, danke für eure Unterstützung!

Für euch gilt: Bleibt, wenn ihr wollt und geht, wenn ihr müsst.

 

Schließen der Tore

Cernunnos, ich danke auch dir für deine Unterstützung,

und bitte dich ein letztes Mal um Hilfe, wenn ich nun die Tore schließe.

Lass das heilige Feuer wieder zur Flamme werden!

Lass die heilige Quelle wieder zur Wasserschale werden!

Lass den Weltenbaum wieder zum einfachen Baum werden!

Lass alles sein, wie es vorher war, bis auf die Magie, die hier geschah!

Durch deine und mit deiner Magie: Mögen die Tore sich schließen!

 

Verabschiedung von Mutter Erde

Was von dir kam, Mutter Erde,

kehrt irgendwann zu dir zurück.

Nie ist uns das so bewusst wie in dieser Zeit,

wenn die Welt um uns trüb und nass und neblig erscheint.

Vergänglich sind auch diese Dinge, die ich nicht benötigt habe.

Nimm sie von mir, Mutter Erde,

und nimm meinen Dank.

 

Beendigung des Rituals

Mein Ritual nähert sich dem Ende:

Ich habe meinen Bund mit den Kindred bestätigt und gefestigt.

Ich habe mich an meine Ahnen erinnert, daran, wo ich herkomme und mit wem ich verbunden bin.

Nun sind die Tore geschlossen:

Das heilige Feuer ist erloschen, doch in uns brennt es weiter.

Die heilige Quelle ist versiegt, doch in uns fließt sie ewig.

Der Weltenbaum mag schwanken, doch wir stehen stark und fest auf dieser Erde.

Unser Ritual ist beendet.

Amen!

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Mittsommer-Soloritual 2017

25. Juni 2017

Eröffnung

Dies ist der längste Tag,

und ich bade in deinem Licht, Sonne,

ich lasse mich einhüllen von deinen warmen Strahlen,

mit jeder Pore sauge ich deine Energie in mich auf

und speichere die Erinnerung an diese Tage für eine Zeit,

wenn dein Licht und deine Wärme an Kraft verloren haben.

Jetzt bist du auf dem Höhepunkt deiner Macht,

aber das Rad dreht sich beständig,

und so ist im Höhepunkt auch der Tiefpunkt,

im Leben auch der Tod vorweggenommen.

Reinigung

Die rechte Hand ins Wasser tauchen und die Stirn berühren:

Möge ich rein sein, damit ich die Grenzen überschreiten kann.

Die rechte Hand ins Wasser tauchen und die Lippen berühren:

Möge ich die Grenzen überschreiten, um dem Heiligen zu begegnen.

Die rechte Hand ins Wasser tauchen und das Herz berühren:

Möge ich dem Heiligen begegnen, um in allen Dingen gesegnet zu sein.

(Ceisiwr Serith, Ü: B.R:)

(mit Wasser aus der Quelle und Weihrauch)

Durch die Kraft des Wassers und den Rauch des Feuers:

Dieser Schrein ist hehr und heilig!

(Ian Corrigan, Ü: Ella Lassair)

Mutter Erde grüßen

Auf dem Feld vor meinem Haus wiegen sich die Ähren im leichten Wind,

so als ob du dein goldbraunes Haar für mich schüttelst.

In dieser Zeit, wo die Kraft der Sonne am stärksten ist, bietest du uns Halt,

Mutter Erde,

einen Moment des Atemholens zwischen Säen und Ernten.

Schenke mir auch in diesem Ritual die Gewissheit,

festen Boden unter den Füßen zu haben,

so wie du es immer tust.

Amen!

Den Kosmos wieder erschaffen

Lied: Göttlicher Funke (Ein Kosmos-Lied)

Wasser der Tiefe, schöpferischer Weisheit, Heilige Quelle, komm

und fließe in mir, und fließe in mir!

Göttlicher Funke, Funke des Lebens, Licht des Himmels, komm

und brenne in mir, und brenne in mir!

Heiliger Baum, du Achse der Welten, tief verwurzelt und hoch gekrönt:

Komm, wachse in mir, komm, wachse in mir!

Heilige Mitte, neu geschaffen, hier an diesem heilige Ort:

Seit Tor und Tür mich mich jetzt und hier!

Oben und unten,

und ich dazwischen.

Um mich und in mir,

und ich in der Mitte.

Davor und danach,

und ich jetzt.

Ich öffne meine Augen und schaue mich um,

und sehe das Heilige mitten unter uns

und sehe mich in der Mitte des Heiligen.

(beides: Ceisiwr Serith., A Book of Pagan Prayer, Ü: B.R.)

Die Tore öffnen

Cernunnos,

du, der zwischen den Dingen sitzt,

du, der trennt, was getrennt werden soll,

du, der verbindet, was zusammengehört,

Herr der wilden ungezähmten Natur,

ich grüße dich heute, an diesem längsten Tag des Jahres!

Hier stehe ich, im Zentrum aller Dinge und bitte dich:

Vereine deine Magie mit der meinen, wenn ich nun die Tore öffne!

Schütze mich, wenn ich auf fremden Pfaden wandle

und sei als Vermittler an meiner Seite, wenn ich mich mit den Kindred treffe!

Diese Gabe, Cernunnos, ist für dich:

(Opfergabe bringen)

Nimm diese/n (Symbol für die Quelle) und lass sie zur Quelle werden,

zum Tor, das uns mit den Vorfahren verbindet.

Nimm diese Flamme und lass sie zum heiligen Feuer werden,

zum Tor, das uns mit den Göttern verbindet.

Und nimm diesen Baum und lass ihn zum Weltenbaum werden,

zum Tor, das uns mit den Naturgeistern verbindet.

Durch deine und mit deiner Kraft und Magie: Mögen die Tore sich öffnen!

Lied: Cernunnos, öffne die Tore

Die Kindred einladen

Hallo, meine Vorfahren!

Ich denke an die, von denen ich abstamme, deren Gene ich teile.

Ich denke an die, die mir ein Vorbild geworden sind und denen ich nacheifere.

Ich denke an die, die meinem Herzen nahestehen.

Ich denke an die, die im Lauf der Jahrhunderte dieses Land, auf dem ich stehe, bevölkert haben.

So lange ich mich an euch erinnere, werdet ihr nicht vergessen sein.

Schön, dass ihr da seid. Ich möchte euch einladen:

Kommt zu mir an mein Feuer und feiert gemeinsam mit mir!

Teilt euer Wissen mit mir und nehmt dafür meine Geschenke an.

(Opfergabe)

Hallo Geistervolk!

Ich höre euch im Rascheln der Blätter, im Summen der Bienen, im Gezwitscher der Vögel.

Ich sehe euch in den Steinen am Rand, im Schatten der Bäume, in den Farben die Bienen.

Ich spüre euch im sanften Windhauch auf meiner Haut, in den kühlen Regentropfen in meinen Haaren, im weichen Gras unter meinen Füßen.

Ich sehe euer Werk, doch euch selbst sehe ich nicht.

Dennoch seid ihr hier an meiner Seite, und ich möchte euch einladen:

Kommt zu mir an mein Feuer und feiert gemeinsam mit mir!

Teilt euer Wissen mit mir und nehmt dafür meine Geschenke an.

(Opfergabe)

Hallo Götter und Göttinnen!

Ich sehe euch in dem Rhythmus der Jahreszeiten, im wiederkehrenden Auf- und Untergang der Sonne, in den Gesetzen, die ihr dem Kosmos gegeben habt, wodurch das Leben erst möglich wurde.

Ich höre von euch in den Bruchstücken der Mythen, die von euch geblieben sind, die euer Wirken wiedergeben.

Ich spüre euch in der Wärme eures Feuers, das alles ewiglich verwandelt, im Licht, das mir die Augen öffnet.

Ich grüße euch, Leuchtende, und ich möchte euch einladen:

Kommt zu mir an mein Feuer und feiert gemeinsam mit mir!

Teilt euer Wissen mit mir und nehmt dafür meine Geschenke an.

(Opfergabe)

Hauptopfer: Die Sonne

Vom Sonnenaufgang bis zu deinem Untergang will ich dich ehren,

Sonne,

Wärmespenderin,

Lichtspenderin!

Du, die das Leben auf dieser Erde möglich machte,

du, die im Zentrum unseres Planetensystems steht,

du, um die unser Leben kreist, im wahrsten Sinne des Wortes.

Jetzt bist du auf dem Höhepunkt deiner Macht,

wie wir in den letzten Tagen gemerkt haben.

Deine Strahlen verwandeln kleine Pflänzchen in große,

und bringen sie zur Reife.

Deine Strahlen lassen auch uns aufblühen.

Lied: Litha (Lisa Thiel)

 

Opfergebet:

Lied: Sehet mich

 

Omen

Ich habe euch meine Geschenke überbracht und die Erinnerung an euch wachgehalten.

Nun schweige ich und öffne meinen Geist für euch und eure Botschaft.

Kindred, was habt ihr mir zu sagen?

(Omen ziehen, interpretieren, darüber meditieren)

Segen/Kommunion

Ich bitte euch nun, Kindred: Seht auf diesen Kelch in meiner Hand/vor mir.

Ich fülle ihn mit Wein.

Euch bitte ich: Füllt ihn aus dem Kessel der Inspiration, aus der Quelle der Weisheit, aus dem Horn der Fülle!

Füllt ihn mit euren Gaben, damit die, die davon trinken, gesegnet sind

mit Gesundheit, Weisheit und Wohlstand.

(Kelch zum Boden senken) Der Segen der Ahnen! Awen!

(Kelch auf Bauchhöhe) Der Segen der Naturgeister! Awen!

(Kelch auf Kopfhöhe) Der Segen der Götter! Awen!

(Kelch über Kopfhöhe) Der Segen der Kindred wirke in mir und durch mich und um mich!

Siehe, das Wasser des Lebens!

(Kommunion)

Ich nehme euren Segen an.

Möge er mich erfüllen und überfließen, so dass er auch die berührt, die mir begegnen.

Möge der Funke in mir zu einer Flamme werden, die überspringt auf die, die meinen Weg kreuzen.

 

Dank und Verabschiedung

Mein Ritual nähert sich dem Ende.

Sonne, wenn ich mich nun von dir verabschiede,

dann weiß ich doch um deine ständige Anwesenheit.

Kindred, ich danke euch für euer Kommen und Mitwirken.

Meine Liebe geht nun mit euch, so wie euer Segen mit mir geht.

 

Die Tore schließen

Cernunnos, ich danke auch dir

und bitte dich ein letztes Mal heute um deine Unterstützung,

wenn ich nun die Tore schließe:

Lass das heilige Feuer wieder zur Flamme werden!

Lass den heiligen Brunnen wieder zur Wasserschale werden!

Lass den Weltenbaum wieder zum einfachen Baum werden!

Lass alles sein, wie es vorher war, bis auf die Magie, die hier geschah!

Durch deine und mit deiner Magie: Mögen die Tore sich schließen!

Mutter Erde danken

Tief atme ich ein,

Mutter Erde,

alle Sinne erfüllt von deinen Gaben.

Du gibst mir Halt in dieser Zeit, in der alles auf der Kippe steht,

im Ritual wie zu jeder Zeit.

Ich danke dir

und gebe dir zurück, was ich nicht gebraucht habe.

Nimm es als Zeichen meiner Liebe und Dankbarkeit zu dir.

Ritual beenden

Ich habe den Kosmos wieder erschaffen und in seiner Mitte gestanden.

Ich habe die Sonne auf dem Höhepunkt ihrer Macht gefeiert, die Fülle des Lebens, die Wärme und das Licht,

in dem Wissen, dass wir nun fast unmerklich der Dunkelheit entgegengehen.

Ich habe meinen Bund mit den Kindred bestätigt und gefestigt.

Nun gehe ich, allein, doch als Teil des großen Ganzen.

Die heilige Quelle ist versiegt, doch in mir fließt sie weiter.

Das heilige Feuer ist verloschen, doch in mir brennt es ewig.

Der Weltenbaum mag schwanken, doch ich stehe fest verwurzelt in dieser Welt.

Dieses Ritual ist nun beendet. Amen!

Opfergaben:

Mutter Erde: Getreidemischung

Cernunnos: Waldweihrauch

Götter: Rosenweihrauch

Naturgeister: Johanniskraut

Ahnen: Erdnusskekse

Sonne: Lied, Wein

Mabon-Soloritual 2016, auch gruppentauglich

20. September 2016

Ursprünglich hatte ich vor, als Gottheit des Anlasses (Deitiy of the occasion) Teutates zu nehmen. Aber irgendwie hat sich Hercules Magusanus immer wieder in mein Bewusstsein geschlichen. Ich nehme mal an, er wollte mir damit etwas sagen. Daher also die deutlich weniger bekannte Alternative zu den großen Donnergöttern. Wer sich durch ihn nicht angesprochen fühlt, kann stattdessen einfach auf Teutates zurückgreifen und muss dann eben den Text entsprechend anpassen.

Einleitung

Lied: Kommt in den Hain

 

Reinigung

(Teil 1 nach Ceisiwr Serith, Teil 2 nach Ian Corrigan in Übersetzung von Ishtar vom Sternenkreis?)

Möge ich rein sein, damit ich die Grenzen überschreiten kann. (Stirn mit Wasser benetzen)

Möge ich die Grenzen überschreiten, um dem Heiligen zu begegnen. (Lippen mit Wasser benetzen)

Möge ich dem Heiligen begegnen, um in allen Dingen gesegnet zu sein. (Herz mit Wasser benetzen)

Durch die Kraft des Wassers (Wasser aus dem Brunnen in alle 4 Himmelsrichtungen versprengen)

und den Rauch des Feuers (Feuerschale einmal im Kreis herumtragen):

Dieser Schrein ist hehr und heilig!

 

Mutter Erde anrufen

Ein Korb mit Äpfeln steht zu meinen Füßen,

rund und duftend, und dein Bild steigt vor mir auf:

Wie sonst selten wird uns in dieser Zeit der Ernte bewusst,

wie du uns täglich hältst und ernährst,

wie du alles Leben auf diesem Planeten hältst und ernährst.

Mutter Erde, ich bitte dich:

Halte mich auch in diesem Ritual

und lass mich sicher in dir ruhen,

so wie du es immer tust.

Amen!

 

Bardische Inspiration (Ogmios)

Lied: Gefesselt von deinen Worten

 

Zweck

Heute ist ein besonderer Tag im Jahreskreis.

Ein halbes Jahr lang war es nun länger hell als dunkel.

Seit Mittsommer ist das Licht langsam wieder weniger geworden

und heute halten sich Tag und Nacht die Waage.

Darum feiere ich heute:

Ich feiere das Gleichgewicht zwischen Licht und Dunkel,

die Rückkehr von Dunkelheit und Kälte, wenn sich alles zurückzieht und zur Ruhe kommt,

die Zeit, in der wir alle Kräfte für das kommende Jahr tanken und uns erneuern.

Sei mir willkommen, dunkle Jahreszeit, in deiner Kühle, die Klarheit und Ruhe bringt

und lege deine Dunkelheit um mich wie eine sanfte, kuschelige Decke.

 

Wiedererschaffen des Kosmos

Am Anfang war das große Nichts, das Urmeer voller Chaos, voller Potential: Alles war möglich! Und dann verbanden sich die Elemente zu Feuer und Eis, und aus Feuer und Eis entstand das Land, und über dem Land erhob sich der Himmel.

Und auf dem Land wuchs der Weltenbaum, mit den Wurzeln tief in der Erde, die bis an die Quellen im Erdinneren reichen, und den Ästen, die hoch um Himmel aufragen und so alle Reiche miteinander verbinden.

Hier stehe ich nun, in der Mitte von allem:

Mit dem Land unter meinen Füßen, dem Himmel über meinem Kopf und dem Meer, das mich umgibt!

Und hier in der Mitte fließt dreifach das Wasser: Das Wasser der Weisheit und Inspiration, der nährende Regen, der vom Himmel fällt und das Wasser und Blut in mir. (Opfergabe an das Wasser)

Und hier in der Mitte brennt eine dreifache Flamme: Das Feuer der Schöpfung, tief im Erdinneren, das Feuer der Sonne, warm und lebenserhaltend, und das Feuer von Herdflamme und Lebenswillen in mir. (Opfergabe an das Feuer)

Und hier in der Mitte wächst der Weltenbaum, der in alle Reiche ragt: Mit den Wurzeln in der Tiefe, mit der Krone hoch im Himmel und dem Stamm hier in dieser Welt. (Opfergabe an den Baum)

Oben und unten, und ich dazwischen.

Um mich und in mir, und ich mittendrin.

Davor und danach, und ich jetzt.

Ich öffne meine Augen uns sehe mich um,

und sehe das Heilige mitten unter uns,

und sehe mich in der Mitte des Heiligen. (nach Ceisiwr Serith)

 

Hüter der Tore anrufen und Tore öffnen (Cernunnos)

Cernunnos,

du hütest die Übergange, du wachst über die Grenzen.

Ich rufe dich, er zwischen den Reichen wandert:

Richte deinen Blick auf mich, wenn ich heute den Kindred begegne.

Wache über mich, wenn ich fremde Pfade gehe.

Sei als Vermittler an meiner Seite, wenn ich die Tore öffne.

(Gabe an Cernunnos)

Nimm das Wasser und lass es zum heiligen Brunnen werden, das Tor, durch das ich meinen Vorfahren begegnen kann.

(Lied: Cernunnos, öffne die Tore)

Nimm die Flamme und lass sie zum heiligen Feuer werden, das Tor, durch das ich den Göttern begegnen kann.

(Lied: Cernunnos, öffne die Tore)

Nimm den Baum und lass ihn zum Weltenbaum werden, das Tor, durch das ich den Naturgeistern begegnen kann.

(Lied: Cernunnos, öffne die Tore)

Durch deine und mit deiner Magie: Mögen die Tore sich öffnen!

 

Die Kindred einladen

Vor dem heiligen Brunnen stehe ich, im Zentrum der Welt, und rufe meine Vorfahren!

Seid mir an meinem Feuer herzlich willkommen,

Vorfahren des Blutes, des Geistes und des Herzens,

ihr, die hier vor mir wart, ihr, die den Weg bereitet habt!

Ich bitte euch: Teilt euer Wissen mit mir und nehmt im Gegenzug meine Gaben an.

(Opfergabe an die Vorfahren, Lied: Ruf an die Kindred Strophe 1)

Vor dem Weltenbaum stehe ich, im Zentrum der Welt, und rufe die Naturgeister!

Seid mir an meinem Feuer herzlich willkommen,

Cucullati, Hüter des Hauses, und ihr, die diesem Land innewohnt!

Ich bitte euch: Teilt euer Wissen mit mir und nehmt im Gegenzug meine Gaben an.

(Opfergabe an die Naturgeister, Lied: Ruf an die Kindred Strophe II)

Vor dem heiligen Feuer stehe ich, im Zentrum der Welt, und rufe die Götter!

Seid mir an meinem Feuer herzlich willkommen,

Leuchtende, Hüter der kosmischen Ordnung!

Ich bitte euch: Teilt euer Wissen mit mir und nehmt im Gegenzug meine Gaben an.

(Opfergabe an die Götter, Ruf an die Kindred Strophe 3III)

 

Gott des Anlasses (Hercules Magusanus)

Viel wissen wir nicht mehr über dich, Magusanus.

Du warst der Stammesgott derjenigen, die früher hier lebten,

der Cugerner und Bataver.

Deine Heiligtümer fanden sich hier überall verteilt am Niederrhein.

Die Römer verglichen dich mit Hercules.

Ich vergleiche dich mit Thor und Teutates,

den rastlosen eifrigen Beschützern der ihnen anvertrauten Stämme.

Mit ihnen ziehst du im Wagen über die Felder

und bringst die regenspendenen Frühsommergewitter.

An ihrer Seite stellst du dich Gefahren in den Weg,

die deinem Volk drohen.

Diese Gabe ist für dich, Magusanus,

eine Gabe von den Nachfahren deiner einstigen Schützlinge.

Nimm sie als Zeichen meines Respekts,

als Zeichen meiner Wertschätzung.

(Gabe an Hercules Magusanus)

Wie meine Vorfahren möchte ich

meinen Bund mit dir bestätigen,

mein Band mit dir festigen.

Sei an meiner Seite, Magusanus,

wenn sich mir Hindernisse in den Weg stellen,

und schütze meine Familie vor den Gefahren,

die auf sie zukommen.

Wenn wir fest zusammenstehen,

und du wie früher über dein Volk wachst,

dann wird uns nichts so schnell umwerfen.

 

Hauptopfer

Lied: Sehet mich

 

Omen

Ich habe euer Lied gesungen,

die Worte über euch weitergetragen.

Nun schweige ich und lausche,

was ihr mir sagen habt!

(Omen ziehen)

 

Segen

Ich bitte euch nun, Kindred:

Seht diesen Kelch in meinen Händen. Ich habe ihn mit (Federweißem) gefüllt. Ich bitte euch nun: Füllt ihr ihn mit eurem Segen, damit ich, wenn davon trinke, gesegnet werde mit Gesundheit, Wohlstand und Weisheit.

3x AWEN singen, Kelch dabei von oben nach unten schrittweise absenken und zum Schluss wieder anheben:

Siehe, das Wasser des Lebens!

Annahme und Bestätigung des Segens

Ich habe auf euer Wohl getrunken, Kindred, und euren Segen erhalten: Möge er in mir überfließen und die berühren, die mir begegnen. Möge der Funke in mir wachsen und überspringen auf die, die meinen Weg kreuzen.

 

Kernarbeit

Von Alters her gelten Nüsse als Früchte der Weisheit. In der irischen Mythologie ist es die Haselnuss, deren Früchte ins Wasser fallen und so den Lachs ernähren, der die ganze Weisheit in sich trägt. Heutzutage werden Nüsse als Futter für das Gehirn beworben. Und erinnert nicht das Innere der Walnuss ein wenig auch an ein Gehirn?

Diese Walnuss hier (in die Hand nehmen; wenn ihr mit mehreren seid, könnt ihr sie auch reihum gehen lassen) stammt von einem Baum, dessen Vorfahre schon meine Vorfahren mit Früchten versorgt hat. Sein Ahne stand im Garten meiner Großeltern, und manchen Spätsommer haben wir damit verbracht über den Rasen zu laufen und Nüsse aufzusammeln, die Oma dann getrocknet und geknackt hat.

Walnusslikör, Walnusskuchen, Walnussbrot – die Liste der Rezepte, die wir in den vielen Jahren ausprobiert haben, und die durch die ganze Familie gegangen sind, ist schier endlos.

Heute stehe ich hier, weil ich die Tradition fortsetzen möchte: Auch wenn der alte Baum vergangen ist und sein Nachfahre nicht alt werden kann an dem Ort, wo er steht, so soll es doch einen weiteren Nachfolger geben. Ich lege diese Nuss in die Erde, reich an Nährstoffen, und rufe zu euch, Kindred:

Ihr Vorfahren!

Diese Nuss ist Teil eures Vermächtnisses an mich. Ich übergebe sie der dunklen Erde, damit sie wächst und eines Tages selber Früchte hervorbringt. Ich bitte euch: Wacht über sie, damit sie einst Teil unserer Verbindung sein kann!

Ihr Geister!

Diese Nuss übergebe ich euch zu treuen Händen. Ich bitte euch: Unterstützt meine Arbeit mit der euren, damit diese Nuss eines Tages ein stolzer Baum wird, der Himmel und Erde miteinander verbindet!

Ihr Götter!

Diese Nuss ist Teil meines Vermächtnisses an meine Nachfahren. Ich bitte euch: Lasst euer Licht auf sie scheinen und segnet sie, damit sie eines Tages für meine Kinder das bedeuten kann, was ihre Vorfahren für mich bedeuteten!

Topf halb mit Erde füllen, Nuss hineinlegen, mit Erde bedecken und etwas gießen

Lied: Tree Wassail von Anne Hill (das bezieht sich zwar auf Apfelbäume, aber ich finde, es passt trotzdem)

Den Blumentopf mit etwas Weihwasser aus der heiligen Quelle besprenkeln und mit Weihrauch bewedeln:

Ich segne die Erde, die dich umgibt.

Ich segne das Wasser, dass dich ernährt.

Ich segne den Himmel, dessen Licht dich wärmt.

Ich habe den Segen der Kindred für dich erbeten und ich werde meinerseits über dich wachen.

Wachse und gedeihe, kleiner Baum! Willkommen in unserem Garten!

 

Dank und Verabschiedung

Kindred, ich danke euch für eure Gesellschaft und euren Beitrag.

Hercules Magusanus, ich danke dir!

Ogmios, du hast mich inspiriert. Danke!

Götter, Naturgeister und Vorfahren:

Meine Liebe geht mit euch, so wie euer Segen mich begleitet,

bis wir uns wiedersehen.

Lebt wohl!

 

Tore schließen

Cernunnos,

du hast mein Tun begleitet, als ich die Tore geöffnet und mich mit den Kindred getroffen habe.

Zwischen den Welten wanderst du und begleitest mich auf meinem Weg.

Ich danke dir und bitte dich ein letztes Mal um deine Unterstützung, wenn ich die Tore nun schließe:

Lass das heilige Feuer wieder zur Flamme werden!

Lass den heiligen Brunnen wieder zur Wasserschale werden!

Lass den Weltenbaum wieder zum einfachen Baum werden!

Lass alles sein, wie es vorher war, bis auf die Magie, die hier geschah!

Durch deine und mit deiner Magie: Mögen die Tore sich schließen!

 

Mutter Erde verabschieden

Mutter Erde, Lebensspenderin, Netzweberin,

du, dich mich mit dem ganzen Leben auf der Erde verbindet,

du, durch die ich nie alleine stehe, mag es auch anders aussehen:

Ich danke dir für deine Unterstützung in diesem Ritual.

Nimm zurück, was ich nicht gebraucht habe,

als Zeichen meiner Liebe und Dankbarkeit.

Möge es dich heilen und dir neue Kraft verleihen!

 

Abschluss

Mein Ritual nähert sich dem Ende.

Ich habe den Kosmos wiedererschaffen und in seiner Mitte gestanden.

Ich habe die reiche Ernte gefeiert und meinen Dank dafür überbracht.

Ich habe das Band zu Magusanus neu geknüft und meine Familie unter seinen Schutz gestellt.

Ich habe meinen Bund mit den Kindred bestätigt und gefestigt.

Ich habe eine Familientradition fortgesetzt.

Nun gehe ich, allein, doch als Teil des großen Ganzen.

Die heilige Quelle ist versiegt, doch in mir fließt sie weiter.

Das heilige Feuer ist verloschen, doch in mir brennt es ewig.

Der Weltenbaum mag schwanken, doch ich stehe fest verwurzelt in dieser Welt.

Dieses Ritual ist nun beendet. Amen!

Lughnasadh-Soloritual 2016

11. Juli 2016

Mit diesem Ritual kehre ich zu meinen gallischen Wurzeln zurück.

 

Zweck

Der Sommer neigt sich dem Ende entgegen,

und obwohl man es kaum merkt,

werden die Tage kürzer udn die Nächte kälter.

Die Sonne hat ihren Zenit überschritten,

das Land seine volle Fülle erreicht.

Ich bin hier, um das Land zu ehren,

Rosmerta und all ihre Gaben, die sie bereitwillig hergibt.

Ich bin hier, um Lugus zu ehren,

den Geschickten, der ihre Gaben nimmt und zu aller Nutzen verwandelt.

Ich bin hier, um meinen Bund mit den Kindred und allen Lebenwesen zu bestätigen:

Auch, wenn ich allein hier stehe, weiß ich, dass ich ein Teil des Großen Ganzen bin, Teil meines Volkes, der Menschheit, der Bewohner des Planeten Erde.

Als solches akzeptiere ich meine Verpflichtungen, die damit einhergehen, und meine Verbundenheit.

 

Reinigung

(Teil 1 nach Ceisiwr Serith, Teil 2 nach Ian Corrigan in Übersetzung von Ishtar vom Sternenkreis?)

Möge ich rein sein, damit ich die Grenzen überschreiten kann. (Stirn mit Wasser benetzen)

Möge ich die Grenzen überschreiten, um dem Heiligen zu begegnen. (Lippen mit Wasser benetzen)

Möge ich dem Heiligen begegnen, um in allen Dingen gesegnet zu sein. (Herz mit Wasser benetzen)

Durch die Kraft des Wassers (Wasser aus dem Brunnen in alle 4 Himmelsrichtungen versprengen)

und den Rauch des Feuers (Feuerschale einmal im Kreis herumtragen):

Dieser Schrein ist hehr und heilig!

 

Mutter Erde anrufen

Braun der Boden, Mutter Erde,

krümelig in der Sommerhitze.

Blau der Himmel, Mutter Erde,

wolkenlos und unendlich.

Grün die Wiesen, Mutter Erde,

wogendes Gras in vollem Saft.

Ich bei dir, Mutter Erde,

geborgen in deiner Hand,

wenn ich über das Land schreite,

wenn ich zwischen den Welten wandle,

als Teil deines allumspannenden Netzes.

Amen!

(Opfergabe an die Erde)

Kosmos erschaffen

Am Anfang war das große Nichts, das Urmeer voller Chaos, voller Potential: Alles war möglich! Und dann verbanden sich die Elemente zu Feuer und Eis, und aus Feuer und Eis entstand das Land, und über dem Land erhob sich der Himmel.

Und auf dem Land wuchs der Weltenbaum, mit den Wurzeln tief in der Erde, die bis an die Quellen im Erdinneren reichen, und den Ästen, die hoch zum Himmel aufragen und so alle Reiche miteinander verbinden.

Hier stehe ich nun, in der Mitte von allem:

Mit dem Land unter meinen Füßen, dem Himmel über meinem Kopf und dem Meer, das mich umgibt!

Und hier in der Mitte fließt dreifach das Wasser: Das Wasser der Weisheit und Inspiration, der nährende Regen, der vom Himmel fällt und das Wasser und Blut in mir. (Opfergabe an das Wasser)

Und hier in der Mitte brennt eine dreifache Flamme: Das Feuer der Schöpfung, tief im Erdinneren, das Feuer der Sonne, warm und lebenserhaltend, und das Feuer von Herdflamme und Lebenswillen in mir. (Opfergabe an das Feuer)

Und hier in der Mitte wächst der Weltenbaum, der in alle Reiche ragt: Mit den Wurzeln in der Tiefe, mit der Krone hoch im Himmel und dem Stamm hier in dieser Welt. (Opfergabe an den Baum)

Oben und unten….. (C.S.)

Hüter der Tore anrufen und Tore öffnen

Cernunnos,

du hütest die Übergange, du wachst über die Grenzen.

Ich rufe dich, der in den Himmel blickt,

der die Welt kennt und in die Unterwelt sieht:

Richte deinen Blick auf mich, wenn ich heute den Kindred begegne.

Wache über mich, wenn ich fremde Pfade gehe.

Sei als Vermittler an meiner Seite, wenn ich die Tore öffne.

(Gabe an Cernunnos)

Nimm das Wasser und lass es zum heiligen Brunnen werden, das Tor, durch das ich meinen Vorfahren begegnen kann.

(Lied: Cernunnos, öffne die Tore)

Nimm die Flamme und lass sie zum heiligen Feuer werden, das Tor, durch das ich den Göttern begegnen kann.

(Lied: Cernunnos, öffne die Tore)

Nimm den Baum und lass ihn zum Weltenbaum werden, das Tor, durch das ich den Naturgeistern begegnen kann.

(Lied: Cernunnos, öffne die Tore)

Durch deine und mit deiner Magie: Mögen die Tore sich öffnen!

Kindred anrufen

(in Anlehnung an SDF March Equinox 2014)

Vor dem heiligen Brunnen stehe ich, im Zentrum der Welt, und rufe meine Vorfahren!

Seid mir an meinem Feuer herzlich willkommen,

Vorfahren des Blutes, des Geistes und des Herzens,

ihr, die hier vor mir wart,

ihr, die den Weg bereitet habt!

Ich bitte euch: Teilt euer Wissen mit mir und nehmt im Gegenzug meine Gaben an.

(Opfergabe an die Vorfahren, Ancestor’s song I)

Vor dem Weltenbau stehe ich, im Zentrum der Welt, und rufe die Naturgeister!

Seid mir an meinem Feuer herzlich willkommen,

Cucullati, Hüter des Hauses,

Talamonodêwoi, ihr, die diesem Land innewohnt!

Ich bitte euch: Teilt euer Wissen mit mir und nehmt im Gegenzug meine Gaben an.

(Opfergabe an die Naturgeister, Ancestor’s song II)

Vor dem heiligen Feuer stehe ich, im Zentrum der Welt, und rufe die Götter!

Seid mir an meinem Feuer herzlich willkommen,

Dêwoi, Leuchtende,

Hüter der kosmischen Ordnung!

Ich bitte euch: Teilt euer Wissen mit mir und nehmt im Gegenzug meine Gaben an.

(Opfergabe an die Götter, Ancestor’s song III)

Götter des Anlasses anrufen und ehren

Rosmerta,

du bist das Land.

In dich säen wir, von dir ernten wir.

Wir nehmen an, was du uns gibst.

Du bist der Boden unter unseren Füßen

und die Quelle unseres Reichtums.

Aus deinem Füllhorn teilst du großzügig deine Gaben aus

und lehrst uns zu geben, damit wir umso mehr zurückerhalten können.

Nimm meine Gabe an dich an,

Rosmerta!

(gebackenes Füllhorn oder Brot)

Lugus,

du bist der Geschickteste unter allen,

nicht nur Krieger,

nicht nur Zauberer,

nicht nur Handwerker,

nicht nur Künstler:

In dir vereinigen sich alle diese Fähigkeiten,

und du nutzt sie zum Wohle deines Volkes.

Von dir lernen wir, nach Können zu streben,

und unsere Gaben nutzbringend einzusetzen.

Nimm meine Gabe an dich an,

Lugus!

(Lied: ‚Lugh‘ von Kellianna, alternativ etwas, das man selbst angefertigt hat)

Geschichte von Lugus und Rosmertas Hochzeit erzählen: http://werkelwald.de/geschichte-wie-es-kam-dass-rosmerta-lugus-zum-mann-nahm/

 

Hauptopfer

Lied: Sehet mich

Omen

Ich habe euer Lied gesungen,

die Worte über euch weitergetragen.

Nun schweige ich und lausche,

was ihr mir sagen habt!

(Omen ziehen, interpretieren, annehmen)

Kommunion

Ich bitte euch nun, Kindred:

Seht diesen Kelch in meinen Händen und füllt seinen Inhalt aus Rosmertas Füllhorn und mit den Lehren des Lugus, mit den schützenden Kräften der Naturgeister und dem Rückhalt der Ahnen, damit ich, wenn davon trinke, erfüllt werde mit Gesundheit, Wohlstand und Weisheit.

3x AWEN singen, Kelch dabei von oben nach unten schrittweise absenken und zum Schluss wieder anheben:

Siehe, das Wasser des Lebens!

 

Annahme/Bestätigung des Segens

Ich habe auf euer Wohl getrunken, Kindred, und euren Segen erhalten: Möge er in mir überfließen und die berühren, die mir begegnen. Möge der Funke in mir wachsen und überspringen auf die, die meinen Weg kreuzen.

 

Kernarbeit: Lughs Segen auf Ährenherzen

Aus Gerstenähren (die mit den langen Grannen) habe ich zuvor Herzen gebastelt, indem ich zwei Halme unterhalb der Körner zusammengebunden habe, die Ähren rechts und links heruntergebogen und auf geeigneter Höhe mit den Halmen wieder zusammengebunden habe (kleines Schleifchen). Diese Herzen möchte ich anschließend and Familie und Nachbarn verschenken.

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Lugus,

geschickt in allen Dingen,

Speerträger und Schmied,

Harfner und Historiker,

Magier, Heiler, weise über dein jugendliches Aussehen hinaus,

ich bitte dich heute um deinen Segen:

Deinen Schutz für die, die mir wichtig sind!

Deine Weisheit für die, die mir wichtig sind!

Deine Geschicklichkeit für die, die mir wichtig sind!

Deine Inspiration für die, die mir wichtig sind!

Deine Heilkraft für die, die mir wichtig sind!

Ein langes Leben in Gesundheit, Weisheit und Wohlstand

erbitte ich für die, denen diese Herzen zugedacht sind.

Wie die Ähren voller reifer Körner

gehe der Segen deiner Saat in ihnen auf.

Amen!

 

Dankgebet und Verabschiedung

Kindred, ich danke euch für eure Gesellschaft und euren Beitrag.

Lugus und Rosmerta, ich danke euch!

Götter, Naturgeister und Vorfahren:

Meine Liebe geht mit euch, so wie euer Segen mich begleitet,

bis wir uns wiedersehen.

Lebt wohl!

 

Tore schließen

Cernunnos,

du hast mein Tun begleitet, als ich die Tore geöffnet und mich mit den Kindred getroffen habe.

Zwischen den Welten wanderst du und begleitest mich auf meinem Weg.

Ich danke dir und bitte dich ein letztes Mal um deine Unterstützung, wenn ich die Tore nun schließe:

Lass das heilige Feuer wieder zur Flamme werden!

Lass den heiligen Brunnen wieder zur Wasserschale werden!

Lass den Weltenbaum wieder zum einfachen Baum werden!

Lass alles sein, wie es vorher war, bis auf die Magie, die hier geschah!

Durch deine und mit deiner Magie: Mögen die Tore sich schließen!

 

Mutter Erde verabschieden

Braun, blau und grün

deine Farben im Sommer

und bunt bedecken dich die Blumen,

bevor ihre Farbenpracht Platz macht

für den Herbst und seine roten, gelben und braunen Töne.

Ich stehe hier fest auf dir, geborgen in deiner Hand,

geborgen in diesem Ritual wie zu aller Zeit:

Nimm, was ich nicht gebraucht habe,

Mutter Erde,

als Zeichen meiner Liebe und Dankbarkeit.

Lass es zurückkehren in den ewigen Kreislauf von Leben und Tod, Geben und Nehmen.

Amen!

 

Ritual beenden

Mein Ritual nähert sich dem Ende.

Ich habe den Kosmos wiedererschaffen und in seiner Mitte gestanden.

Ich habe die Fülle des Landes gefeiert und mit Lugus gelernt,

diese Fülle mit meinen Fähigkeiten zum Wohle aller zu nutzen.

Ich habe meinen Bund mit den Kindred bestätigt und gefestigt.

Nun gehe ich, allein, doch als Teil des großen Ganzen.

Die heilige Quelle ist versiegt, doch in mir fließt sie weiter.

Das heilige Feuer ist verloschen, doch in mir brennt es ewig.

Der Weltenbaum schwankt, doch ich stehe fest verwurzelt in dieser Welt.

Dieses Ritual ist nun beendet. Amen!

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Mittwinter-Soloritual 2016

23. Dezember 2016

Dieses Ritual hat den Schwerpunkt des Neuanfangs, der neuen Chance etwas richtig zu machen, die uns gegeben wird dadurch, dass es ein neues Jahr geben wird. Angesichts der vielen Krisenherde, Anschläge und Kriege um uns herum finde ich das ganz passend.

In der Kernarbeit wird eine Arbeit mit Kerzen erwähnt. Da meine Familie mein Ritual nicht mitfeiert, habe ich diesen Teil vorgezogen. Ihr könnt es natürlich problemlos in das Ritual mit einbauen.

Wir haben im Garten eine Spirale aus Tannenzweigen gelegt. In der Mitte steht eine Feuerschale mit der Kerze, die mein Feuer repräsentiert. Alternativ ist auch ein richtiges Feuer möglich. Alles eine Frage des Wetters. Im Haus etc. sind alle Lichter ausgeschaltet. Jeder von uns hat nun eine Kerze (im Glas wegen des Windes). Nacheinander gehen wir in die Spirale hinein, zünden unsere Kerze an dem Licht in der Mitte an und verlassen die Spirale wieder. Währenddessen singen wir ein Lied: „In dieser Nacht“ textlich abgewandelt.

Mit diesen Kerzen wandern wir nun durch das Haus, suchen alle Kerzen, die dort verteilt sind und zünden sie an, so dass es nach und nach hell wird. Die Kerzen, die wir ursprünglich angezündet haben, verschenken wir während der Feiertage an Familienmitglieder und/oder Freunde.

Mittwinterritual 2016

Beginn

(3 Glockenschläge)

Lied:

Zeit für Ruhe, Zeit für Stille,…

Begründung

(Sonnendevotional von BR, 2014)

In dieser längsten Nacht des Jahres wird die Sonne wiedergeboren –

wie unwissenschaftlich das klingt.

Doch damit verbunden ist

die Hoffnung auf eine bessere Zukunft,

die Chance auf einen Neuanfang,

die Möglichkeit daran zu arbeiten,

dass Frieden und Freiheit,

Gesundheit und Gerechtigkeit,

Bildung und Wohlstand eines Tages Realität für alle werden.

Ohne das dreht sich dich Erde nur ein Stück weiter

und ein feuriger Ball steigt im Osten auf.

Reinigung

(nach Ceisiwr Serith und Ishtar vom Sternenkreis)

Möge ich rein sein, damit ich die Grenzen überschreiten kann.

Möge ich die Grenzen überschreiten, um dem Heiligen zu begegnen.

Möge ich dem Heiligen begegnen, um in allen Dingen gesegnet zu sein.

Durch die Kraft des Wasser und den Rauch des Feuers:

Dieser Schrein ist hehr und heilig.

Mutter Erde grüßen

Tief hast du dich in dich selbst zurückgezogen, Mutter Erde,

und doch hast du wie jede gute Mutter immer ein Auge auf deine Kinder:

Auch in der längsten Nacht des Jahres, wenn alles still und starr zu sein scheint,

können wir darauf bauen, dass du für uns da bist und uns hältst, so wie immer.

Mag auch Schnee dich mit einer Decke überziehen, mag unwirtliches Wetter uns in die Häuser treiben:

Ich weiß: Du bist da draußen, immer da, und sammelst frische Kräfte,

um nach der langen Dunkelheit neues Leben hervorzubringen.

Sei auch in diesem Ritual bei mir und halte mich in deiner Hand.

Amen!

Lied: Winter Solstice Chant von Anne Bearheart, Übersetzung von Ishtar vom Sternenkreis?

Tief, tief, tief in das Herz des Winters
Tief, tief, tief in den Schoß der Mutter
Tief, tief, tief, wo es nichts anderes gibt
als den reinen Klang meiner Seele.

Kosmos wieder erschaffen

Am Anfang war das große Nichts, das Urmeer voller Chaos, voller Potential: Alles war möglich! Und dann verbanden sich die Elemente zu Feuer und Eis, und aus Feuer und Eis entstand das Land, und über dem Land erhob sich der Himmel.

Und auf dem Land wuchs der Weltenbaum, mit den Wurzeln tief in der Erde, die bis an die Quellen im Erdinneren reichen, und den Ästen, die hoch um Himmel aufragen und so alle Reichen miteinander verbinden.

Hier stehe ich nun, in der Mitte von allem:

Mit dem Land unter meinen Füßen, dem Himmel über meinem Kopf und dem Meer, das mich umgibt!

Und hier in der Mitte fließt dreifach das Wasser: Das Wasser aus den Tiefen, das Wasser des Himmels und das Wasser in mir. (Opfergabe an das Wasser)

Und hier in der Mitte brennt eine dreifache Flamme: Das Feuer aus der Tiefe, das Feuer des Himmels und das Feuer in mir. (Opfergabe an das Feuer)

Und hier in der Mitte wächst der Weltenbaum, der in alle Reiche ragt: Mit den Wurzeln in der Tiefe, mit der Krone hoch im Himmel und dem Stamm hier in dieser Welt. (Opfergabe an den Baum)

Hüter der Tore/Die Tore öffnen

Cernunnos,

in dieser Nacht,

zu dieser Stunde, wenn das Dunkel kein Ende zu haben scheint,

rufe ich dich

und bitte dich um deine Hilfe,

wenn ich gleich die Tore zwischen den Welten öffne

und mich mit meinen Freunden und Verwandten am Feuer treffe.

(Waldweihrauch)

Hüter der Tore, ich rufe dich:

Nimm diese Kerze und verwandle sie:

Lass sie zum heiligen Feuer werden, Tor zum Himmel, Tor zu den Leuchtenden!

Nimm diese Muschel und verwandle es:

Lass es zum heiligen Brunnen werden, Tor zur Unterwelt, Tor zu den Vorfahren!

Nimm diesen Baum und verwandle ihn:

Lass ihn zum Weltenbaum werden, der Himmel und Erde verbindet,

Tor in Mittelerde, Tor zu den Naturgeistern!

Durch und mit deiner Kraft und Magie: Mögen die Tore sich öffnen!

Oben und unten, und ich dazwischen.

Um mich und in mir, und ich mittendrin.

Davor und danach, und ich jetzt.

Ich öffne meine Augen uns schaue mich um

und sehe das Heilige mitten unter uns

und sehe mich in der Mitte des Heiligen! (nach Ceisiwr Serith)

Die Kindred einladen

Ich rufe meine Vorfahren: Die die vor mir hier lebten, die, deren Blut durch meine Adern fließt, die die mein Vorbild sind und denen ich mich besonders verbunden fühle: Seid mir an meinem Feuer herzlich willkommen! Ich lade euch ein: Feiert gemeinsam mit mir, teilt euer Wissen mit mir und nehmt im Gegenzug meine Gaben an.

(Kekse opfern)

Ich rufe die Naturgeister, die die Seele dieses Landes sind, die Geister der Tiere und Pflanzen, die Geister der Elemente, die Geister des Hauses: Ihr wacht über die Erde und das Leben, das tief in ihr schlummert, bereit für einen neuen Frühling. Seid mir an meinem Feuer herzlich willkommen! Ich lade euch ein: Feiert gemeinsam mit mir, teilt euer Wissen mit mir und nehmt im Gegenzug meine Gaben an.

(Vogelfutter opfern)

Ich rufe die göttlichen Kräfte, die Ordnung in das Chaos bringen: Euch bitten wir um Rat. Ihr wirkt in uns und um uns. Seid mir an meinem Feuer herzlich willkommen! Ich lade euch ein: Feiert gemeinsam mit mir, teilt euer Wissen mit mir und nehmt im Gegenzug meine Gaben an.

(Met opfern)

Hauptopfer

Lied: (Original: Nimm, Oh Herr die Gaben, Mel: A.L. Webber)

Nehmt, Kindred, die Gaben die ich bringe, seht auf mich,so lade ich euch ein:

Was ich bete und was ich singe, soll allein für euch meine Opfergabe sein.

Omen

Ich habe euch meine Geschenke überbracht. Nun öffne ich mich für euch und eure Botschaft.

Matronen,

ihr sitzt da und webt den Faden meines Lebens hinein

in das große allumspannende Netz.

An diesem Punkt bitte ich euch:

Schenkt mir einen Blick durch eure Augen,

damit ich erkenne,

was die Kindred mir mitteilen wollen und

welche Folgen mein Handeln haben kann.

Omen ziehen (Runen: Ahnen, Naturgeister, Götter)

Segnung des Wassers

In meinen Händen halte ich einen Kelch. Ich fülle ihn mit Met. Ich bitte euch:

Segnet seinen Inhalt!

Macht ihn zum Wasser aus den Tiefen der Erde und zum Regen, der vom Himmel fällt.

Füllt ihn aus der Quelle der Weisheit, aus dem Horn der Fülle, aus dem Kessel der Inspiration

damit die, die davon trinken,

gesegnet sind mit euren Gaben!

(3x Awen)

Der Segen der Kindred ruhe auf mir und in mir! Siehe, das Wasser des Lebens!

Annahme und Bestätigung des Segens

Ich nehme euren Segen an.

Möge er mich erfüllen und überfließen,

so dass er auch die berührt, die mir begegnen.

Möge der Funke in mir zu einer Flamme werden,

die überspringt auf die, die meinen Weg kreuzen,

so dass ich zum segen werden kann für andere.

Kernarbeit

Matronen, Mütter der Menschheit,

Frauen, die den Kreislauf begannen,

Frauen, die die Wege pflegen:

Eine,

um den Faden zur Vergangenheit zu durchtrennen,

alte Lasten fortzunehmen,

abzuschließen mit dem, was war,

und den Funken des Lebens zu entfachen.

Eine,

um den Pfad zu ebnen,

Kraft zu spenden

die Hand zu halten,

und den Funken den Lebens zu hüten.

Eine,

um die Zukunft aufzuzeigen,

die Möglichkeiten und Gelegenheiten,

der Hoffnung Nahrung zu geben

und den Funken des Lebens zur Flamme werden zu lassen.

Helft der Sonne sich zu erheben: Entlockt irh den ersten Schrei!

Vertreibt die Dunkelheit mit ihrem neugeborenen Licht!

Bringt die Welt wieder ins Gleichgewicht, damit die lange Dunkelheit ein Ende hat!

Matronen, dreifache Mütter,

bringt die Sonne und die Sterne in dieser Nacht herbei!

Lasst sie in meinen Augen leuchten und meinen Weg erhellen!

Matronen, haltet eure Hände über uns,

wie ihr es bei der Sonne getan habt.

Unsere Liebe, unser Respekt begleiten euch,

so wie ihr allen Müttern Hilfe gewährt,

die eure Hilfe suchen.

(kursiv: Druid Moon Ritual Dumannios, A Crane Breviary in Übersetzung von BR)

Wir haben vorhin euer Licht ins Haus geholt und der Dunkelheit ein Ende bereitet.

Wir werden dieses Licht weitergeben an die, die uns am Herzen liegen, so dass es um die ganze Welt wandern kann.

Lied:  Flammenträger

des Lebens…

der Liebe …

der Hoffnung …

des Friedens …

Dankgebet und Verabschiedung

Liebe Vorfahren, Naturgeister und göttlichen Kräfte,

besonders ihr, Matronen:

Ich danke euch für eure Anwesenheit in meinem Ritual

und freue mich auf ein Wiedersehen!

Für jetzt aber verabschiede ich mich von euch:

Euer Segen geht mit mir, wie meine Liebe mit euch geht!

Schließen der Tore

Cernunnos, grüner Mann und Hüter der Tore: Ich danke dir für deine Hilfe

und bitte dich noch einmal um deine Unterstützung, wenn ich nun die Tore schließe:

Lass das heilige Feuer wirder zur Kerzenflamme werden.

Lass die heilige Quelle wieder zur Muschel werden.

Lass den Weltenbaum wieder zum einfachen Baum werden.

Lass alles sein, wie es vorher war, bis auf die Magie, die hier geschah!

Durch und mit deiner Kraft und Magie:

Mögen die Tore sich schließen!

Verabschiedung von Mutter Erde

Dunkel ist es, und kalt! Was einst grün und bunt leuchtete, erscheint nun leblos, wie tot.

Dich unter ihrem winterlichen Mantel liegt die Erde schlafend,

und ihr Herzschlag dringt ruhig und gleichmäßig an mein Ohr.

Sie tankt Kraft, bis die Tage länger werden und Licht und Wärme sie wieder erblühen lassen.

Lass mich dir zurückgeben, was ich nicht gebraucht habe, Mutter Erde.

Nimm es als Zeichen meiner Dankbarkeit und Liebe zu dir!

Beenden des Rituals

Lied: Wenn wir nun gehen, Schritt für Schritt….

Das Feuer ist verloschen, doch in mir brennt es weiter.

Die Quelle ist versiegt, doch in mir fließt sie ewig.

Der Weltenbaum schwankt, doch ich stehe stark und fest auf dieser Erde.

Dieses Ritual ist beendet!

(3 Glockenschläge)

Ostara 2016

27. März 2016

Hier seht ihr mein Ostararitual 2016. So weit ich es weiß, habe ich die Urheber der verschiedenen Texte angegeben. Die Übersetzungen aus dem Englischen stammen jeweils von mir und wurden ggf. an meinen Sprachgebrauch angepasst. Ostara 2016

Intro

Das Leben ist ein Lied,

und ich bin ein Ton darin.

Ein einzelner Klang, doch zusammen ergeben wir eine Melodie.

Das Leben ist ein Tanz,

und ich bin ein Schritt darin.

Eine einzelne Bewegung, doch zusammen tanzen wir den Rhythmus der Jahreszeiten.

Das Rad hat sich weitergedreht, und aus dem Dunkel heraus tanzen wir ins Licht hinein.

Das Leben hat sich erneuert, die Erde ihren Frühjahrsschmuck angelegt.

Alles wandelt sich, und so wandle auch ich mich.

Reinigung

Nach Ceisiwr Serith (Deep Ancestors):

Die rechte Hand ins Wasser tauchen und die Stirn berühren:

Möge ich rein sein, damit ich die Grenzen überschreiten kann.

Die rechte Hand ins Wasser tauchen und die Lippen berühren:

Möge ich die Grenzen überschreiten, um dem Heiligen zu begegnen.

Die rechte Hand ins Wasser tauchen und das Herz berühren:

Möge ich dem Heiligen begegnen, um in allen Dingen gesegnet zu sein.

Durch die Kraft des Wassers und den Rauch des Feuers:

Dieser Schrein ist hehr und heilig! (Ishtar vom Sternenkreis nach Ian Corrigan?)

Begründung

Ich bin hier, um dem alten Weg zu folgen und die Kindred zu ehren.

Heute stehe ich im Zentrum zwischen Hell und Dunkel, Tag und Nacht.

Die Welt ist im Gleichgewicht, für die Dauer dieses Tages hält sie die Balance,

bevor sie sich nun der hellen Jahreszeit zuwendet und der Frühling Einzug hält.

Mutter Erde anrufen

Ich grüße dich, Mutter Erde,

Anfang und Ende von allem,

was lebt.

Deine Liebe ist bedingungslos.

Du trägst uns, du ernährst uns.

Ich bitte dich:

Halte mich auch in diesem Ritual

und segne mein heutiges Werk!

Den Kosmos neu erschaffen

LIED: Das Kosmos-Lied (Melodie: Göttlicher Funke )

Wasser der Tiefe, schöpferischer Weisheit, Heilige Quelle, komm

und fließe in mir, fließe in mir!

Göttlicher Funke, Funke des Lebens, Licht des Himmels, komm

und brenne in mir, brenne in mir!

Heiliger Baum, du Achse der Welten, tief verwurzelt und hoch gekrönt,

Komm, wachse in mir, wachse in mir!

Heilige Mitte, neu geschaffen, hier an diesem heiligen Ort,

sei Tor und Tür, für mich jetzt und hier.

Oben und unten,

und ich dazwischen.

Um mich und in mir,

und ich in der Mitte.

Davor und danach,

und ich jetzt.

Ich öffne meine Augen und schaue mich um,

und sehe das Heilige mitten unter uns

und sehe mich in der Mitte des Heiligen.

(Ceisiwr Serith., A book of Pagan prayer)

Hüter anrufen und Tore öffnen

Cernunnos,

du hütest die Übergange, du wachst über die Grenzen.

Ich rufe dich, der in den Himmel blickt,

der die Welt kennt und in die Unterwelt sieht:

Richte deinen Blick auf mich, wenn ich heute den Kindred begegne.

Wache über mich, wenn ich fremde Pfade gehe.

Sei als Vermittler an meiner Seite, wenn ich die Tore öffne.

Diese Gabe ist für dich, Wanderer zwischen den Welten.

(Nach einem Ritual des Whispering Lake Grove in Übersetzung von B. R.):

Cernunnos, vereine deine Kraft mit der meinen:

Die Flamme entspringt dem Feuer.

Der Nebel steigt auf aus dem Brunnen.

Flamme und Nebel treffen einander am Baum

und formen so einen Treffpunkt zwischen den Reichen.

Möge die Flamme zum Himmel hinauf ragen und so ein Tor bilden,

durch das ich den Leuchtenden begegne.

Möge der Brunnen bis in die Tiefen der Unterwelt hinab reichen und so ein

Tor bilden, durch dass ich meinen Vorfahren begegne.

Möge der Baum, Bindungsglied zwischen Himmel und Erde sich für mich öffnen

und so ein Tor bilden, durch das ich den Geistern der Natur begegne.

Das Land vor mir! Das Meer um mich! Der Himmel über mir!

Mögen die Tore sich öffnen!

 

Kindred anrufen

(nach SDF March Equinox 2014)

Vor dem Brunnen stehe ich, im Zentrum der Welt, und rufe meine Vorfahren:

Seid mir an meinem Feuer herzlich willkommen!

Vorfahren des Blutes, des Geistes und des Herzens:

Teilt euer Wissen mit mir und nehmt im Gegenzug meine Gaben an!

Vor dem Weltenbaum stehe ich, im Zentrum der Welt, und rufe die Geister des Landes:

Seid mir an meinem Feuer herzlich willkommen!

Geister der Tiere, der Pflanzen, der Landschaft:

Teilt euer Wissen mit mir und nehmt im Gegenzug meine Gaben an!

Vor dem Feuer stehe ich, im Zentrum der Welt, und rufe die göttlichen Kräfte:

Seid mir an meinem Feuer herzlich willkommen!

Ihr bringt Ordnung in das Chaos, Leuchtende:

Teilt euer Wissen mit mir und nehmt im Gegenzug meine Gaben an!

 

LIED: (Erweiterung und Adaption, Original von Kellianna (Ancestor’s song))

Honoring the ones who came before me… honor them with song (Hände auf Boden)

Honoring the ones who live beside me… honor them with song (Hände ausbreiten auf Hüfthöhe)

Honoring the ones who shine from above… honor them with song (Hände gen Himmel)

 

Festgottheit anrufen

Ostara,

Göttin der erwachten Natur,

des erneuerten Lebens:

Blumen blühen, wo dein Fuß den Boden berührt.

Knopen sprießen, wo deine Hand den Ast streichelt.

Hasen folgen deiner Spur, und zeigen, dass sich die Zeit gewendet hat

und das Leben zurückgekehrt ist auf die Erde.

Du segnest den Boden mit Fruchtbarkeit und Fülle,

mit lebenspendender Sonne und nährendem Regen.

Mit dir lassen wir die dunkle Jahreshälfte endgültig hinter uns

und wenden uns der sonnigen Zeit zu.

Ostara,

ich grüße dich und heiße dich an meinem Feuer herzlich willkommen!

Nimm meine Gaben an und erfreue dich an ihnen,

so wie ich mich an deinem Werk erfreue!

LIED: Morgensonne, helles Licht  (Genaueres folgt noch)

Omen

Ich sitze still und lausche,

warte auf ein Zeichen von euch.

Ich bitte euch:

Sprecht zu mir durch das Mittel meiner Wahl,

damit ich eure Botschaft erfahren kann.

Sprecht zu mir aus den Strahlen der Sonne,

warm vom Himmel herab.

Sprecht zu mir aus dem Leuchten des Mondes,

kühl und klar.

Sprecht zu mir im Rauschen des Windes,

wie die Blätter, die vom Baum herabwehen.

Sprecht zu mir im Plätschern des Wassers,

das glitzernd an mir vorbeiströmt.

Sprecht zu mir aus den Tiefen der Erde,

stetig und Halt gebend.

Schenkt mir die Fähigkeit eure Stimmen zu hören,

und schenkt mir das Wissen und die Inspiration,

eure Botschaft zu verstehen.

Und schenkt mir die Kraft und Vernunft,

entsprechend zu handeln.

Omen ziehen, interpretieren und darüber meditieren

Welche Botschaft, welchen Segen halten die Kindred für mich bereit?

 

 

Kommunion (Blessing of the waters)

Ich habe meine Geschenke überbracht, wie viele andere vor mir.

Und wie ihnen wird mir im Gegenzug ein Geschenk gemacht.

Kindred,

nehmt diesen Kelch und segnet seinen Inhalt:

Macht ihn zum Wasser aus den Tiefen der Erde und zum Regen, der vom

Himmel fällt.

Füllt ihn aus der Quelle der Inspiration, damit die, die davon trinken,

gesegnet sind mit Gesundheit, Weisheit und Wohlstand!

Der Segen der Kindred ruhe auf mir und in mir!

Siehe, das Wasser das Lebens!

Annahme/Bestätigung des Segens

Der Segen der Kindred erfüllt meinen Körper, meinen Geist und meine Seele:

Möge ich wie das Erdreich sein: Bereit zum Umgraben und das neue Leben

willkommen heißend!

Möge ich wie die Knospe sein: Mein Potential erkennend und in Farben

explodierend!

Möge ich wie der Fluss sein: Das neue Wasser aufnehmend und mit Kraft

vorwärts strebend!

Möge ich wie die Sonne sein: In den Frühling wandernd und der Welt das Licht

bringend!

(nach Theo Bishop, SDF)

Kernarbeit: Gesegnete Eier (siehe  Baustein Segenseier)

Abschließende Bestätigung

Das Leben ist ein Lied,

und ich bin ein Ton darin.

Ein einzelner Klang, doch zusammen ergeben wir eine Melodie.

Das Leben ist ein Tanz,

und ich bin ein Schritt darin.

Eine einzelne Bewegung, doch zusammen tanzen wir den Rhythmus der

Jahreszeiten.

Alleine, doch durch die Mitte verbunden mit allem,

so stehe ich hier und habe mit euch gemeinsam gefeiert,

dass die Dunkelheit gewichen ist und dem neuen Leben Platz gemacht hat.

Dankgebet/Verabschiedung

Ostara, Frühlingstänzerin,

ich danke dir für deine Anwesenheit heute.

Liebe Vorfahren, Naturgeister und göttlichen Kräfte,

ich danke euch für eure Anwesenheit heute

und freue mich auf ein baldiges Wiedersehen mit euch.

Euer Segen geht mit mir, so wie meine Liebe mit euch geht!

Tore schließen

Ich danke auch jenen Kräften, die mich unterstützt haben, für ihre Hilfe:

Cernunnos, dem Hüter der Tore: Danke für deine Führung und deinen Schutz!

Ich bitte dich: Schließe nun die Tore.

Lass das heilige Feuer wieder zur Flamme werden.

Lass die heilige Quelle wieder zum Wasser werden.

Lass die Weltenachse wieder zum Baum werden.

Lass alles sein wie’s vorher war, bis auf die Magie, die hier geschah.

Mutter Erde verabschieden

Mutter Erde,

deine Hände halten mich.

In deinen Armen bin ich geborgen,

bedingungslos, ohne Zweifel.

Lass mich dir zurückgeben,

was ich nicht gebraucht habe.

Nimm es als Zeichen meiner Dankbarkeit und Liebe zu dir!

Ritualende

LIED: Tragt hinaus ins Alltagsleben…Bis_zum_naechsten_Mal

Tragt hinaus ins Alltagsleben, wenn ihr nun nach Hause geht,

tragt hinaus der Kindred Segen, der in euren Herzen lebt.

Wohlstand, Weisheit und Gesundheit wurden euch durch sie geschenkt,

Tragt nun diesen Segen weiter, dorthin, wo der Weg euch lenkt.

Unsere Liebe geht mit ihnen, und ihr Segen geht mit uns

bis zum nächsten Wiedersehen, an heiligem Ort, zu heiliger Stund‘.